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Callaway konzentriert sich auf Corvette C8 und pausiert für zwei Jahre

Die Callaway Competition Corvette war seit Jahren ein fester Bestandteil im GT Masters
Bild: ADAC Motorsport

Callaway Competition gönnt sich ein Motorsport-Sabbatical: Das Corvette-Erfolgsteam wird sich ab sofort auf die neue Corvette-Generation, die C8, konzentrieren – auf der Straße und in der Folge auch auf der Rennstrecke. Ab 2024 plant das Team von Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone die Corvette C8 Z06 GT3.R in der Deutschen GT-Meisterschaft einzusetzen. Die neue Mittelmotor-GT3-Corvette wird derzeit von GM in den USA entwickelt und soll zum Saisonstart 2024 homologiert werden. Bis die C8 GT3 zur Verfügung steht, legt Callaway Competition eine Motorsport-Pause ein und widmet sich wieder mehr dem Bereich der Performance-Steigerung und der Veredlung von Corvette-Straßenfahrzeugen. Zusammen mit dem langjährigen Partner Autohaus Kramm aus Berlin will man nun den Fokus besonders auf das neue Corvette-Modell richten. Geplant sind optische Veredelungen bis hin zum Track–Day-Car, in dem der Rennstall seine Erfahrungen aus dem Rennsport einbringen will.

„Wir möchten uns bei allen Verantwortlichen des ADAC GT Masters und natürlich bei all unseren Partnern und Sponsoren bedanken, die uns in den ganzen Jahren begleitet und unterstützt haben“, sagt Ernst Wöhr. „Doch nun wollen und müssen wir zunächst unsere Ressourcen wieder etwas schonen, und uns vorrangig wieder mehr auf Straßenfahrzeuge konzentrieren. Die Szene werden wir natürlich weiter mit ihren Entwicklungen im Auge behalten. Zusätzlich stehen wir aktuell auch in Gesprächen mit General Motors USA und planen 2024 mit der neuen Corvette C8 GT3 eine Rückkehr in die Deutsche GT-Meisterschaft.“

 

„Um einen großen Sprung zu machen, ist manchmal gut etwas Anlauf zu nehmen. Daher wünschen wir Callaway Competition bei ihren zukünftigen Projekten viel Erfolg“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss. „Callaway Competition hat in den vergangenen Jahren mit dem einzigen privat entwickelten GT3-Fahrzeug beeindruckende Erfolge gefeiert. Wir waren immer stolz die einzige in Europa im Spitzensport laufende Corvette im ADAC GT Masters zu haben – sie wird für zwei Jahre im Bild fehlen. Umso mehr freuen wir uns auf das Comeback von Callaway Competition und auf das Debüt der Corvette C8 GT3 beim Saisonstart in zwei Jahren.“

Von Callaway Competition in privater Initiative entwickelte und gebaute Corvette Z06.R GT3 und C7 GT3-R haben im ADAC GT Masters bisher 37 Rennen gewonnen. Auf Callaway entfallen 35 Erfolge, kein Team hat mehr Laufsiege auf dem Konto. Der Rennstall aus Leingarten bei Heilbronn gewann 2013 mit Daniel Keilwitz und Diego Alessi sowie 2017 mit Jules Gounon den Fahrertitel, sowie 2009 und 2017 den Teamtitel. Dazu addierten sich zwei Titel in der Pirelli-Trophy-Wertung und ein Titel in der Pirelli-Junior-Wertung.

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