Acht um Acht - Der Jahresrückblick mit Jens Klingmann

Bild: BMW Presse
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1. Wie viele Rennen bist du in diesem Jahr gefahren? 

Rennen waren es in diesem Jahr gar nicht so viele. Mit der Vorbereitung auf die 24h Nürburgring waren es neun, wenn ich richtig gezählt habe. Auch dessen geschuldet, dass im letzten Jahr unseres BMW M6 GT3’s verhältnismäßig wenige Autos vertreten waren. Das sollte sich im kommenden Jahr mit dem BMW M4 GT3 wieder ins positive ändern.

 

2. Bist du mit dem Verlauf der Saison zufrieden? 

Mit der Nordschleifen Saison bin ich zufrieden, obwohl wir mit dem Team Schubert knapp das Podium bei den 24h verpasst haben. Wir haben uns extrem gesteigert seit den Test- und Einstellfahrten und waren am Ende auf dem Niveau wie ROWE, dass schließlich das letztjährige Siegerteam und somit nicht leicht zu schlagen ist.

 

Bild: Max Bermel
Bild: Max Bermel

3. Was war dein persönliches Highlight in der Saison 2021? 

Die Entwicklung des BMW M4 GT3 war mein Highlight. Die meiste Zeit hinter verschlossenen Türe, allerdings immer eine große Ehre und ein Vertrauensbeweis, bei solch einem Projekt von Anfang an dabei sein zu dürfen. Wir haben viele Kilometer auf vielen Strecken abgespult und waren mit dem Auto sehr oft im Testbetrieb.

 

4. Hattest du in diesem Jahr einen Zweikampf auf der Strecke der dir besonders in Erinnerung geblieben ist? 

Die Anfangsphase vom 24h-Rennen war sehr spannend. Ich bin den Start gefahren, es hat angefangen zu regnen, wir waren alle auf Slicks. Das hausinterne Duell mit Catsburg auf P2 und Estre auf P4 hat Spaß gemacht! Es war ein aufregender Start in ein (leider) sehr kurzes 24h-Rennen.

 

Bild: Max Bermel
Bild: Max Bermel

5. Im Laufe der Saison kamen auch wieder Fans zurück an die Strecke und letztlich sogar ins Fahrerlager. Wie war das für dich, als man wieder im direkten Kontakt mit den Fans stand? 

Natürlich lebt der Sport von und mit den Fans, speziell am Nürburgring. Viele bekannte, aber auch neue Gesichter waren wieder im Fahrerlager und rund um die Strecke vertreten. Motorsport ohne Fans ist wie Kino ohne Ton, da fehlt einfach ein fundamentaler Grundstein.

 

6. Im Motorsport hat sich in den letzten Jahren vieles verändert. Wie siehst du die aktuelle Entwicklung und was würdest du dir für die Zukunft wünschen? 

Der Motorsport ist im Wandel, wie so vieles außerhalb der Rennstrecken. Letztendlich ist mein Wunsch ganz pragmatisch. Wir alle wünschen uns gutes Racing, spannende Zweikämpfe, den ein oder anderen Lackaustausch und Charakter Typen, mit denen man mitfiebern kann.

 

Bild: Max Bermel
Bild: Max Bermel

7. Wie verbringst du die Winterpause?

Die klassische Winterpause gibt es in meinem Fall (zum Glück) nicht. Die letzten Tests sind noch im Dezember, die letzten Termine bis Mitte und Ende Dezember sogar. Dann beginnt schon das neue Jahr 2022 und mit den Rennen in Dubai und Daytona wird man schon den BMW M4 GT3 in Kundenhand im Einsatz sehen.

8. Gibt es schon Pläne für die kommende Saison? 

Der wichtigste Plan ist bei BMW Motorsport als Werksfahrer zu verbleiben, im neunten  Jahr inzwischen. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Mit dem BMW M4 GT3 große Rennen zu gewinnen und Meistertitel nach München zu holen ist das offensichtliche Ziel.

Bild: Max Bermel
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