Bronze Cup Vorschau: Favoritenrolle für Kessel Racing bei den 24 Stunden von Spa

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Die Bronze Cup hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe bei den CrowdStrike 24 Hours of Spa entwickelt. Die Mischung aus Amateurfahrern, ambitionierten Nachwuchspiloten und erfahrenen Profis sorgt regelmäßig für spannende Duelle und unvorhersehbare Rennverläufe. Mit 17 Fahrzeugen umfasst die Klasse 2026 nahezu genauso viele Teilnehmer wie die Pro-Kategorie und verspricht erneut Hochspannung über die gesamte Distanz.

 

Zu den Favoriten zählt ohne Zweifel Kessel Racing. Das Schweizer Team gewann die Bronze Cup bereits im vergangenen Jahr und dominierte zudem die Endurance-Cup-Wertung. Dustin Blattner und Dennis Marschall erhalten im Ferrari mit der Startnummer 74 Unterstützung von den beiden schnellen Nachwuchsfahrern Mathys Jaubert und Ben Tuck. Rein auf dem Papier zählt diese Besatzung zu den stärksten im gesamten Feld.

Ein erneuter Triumph dürfte jedoch alles andere als einfach werden. Rutronik Racing präsentierte sich in den vergangenen zwölf Monaten äußerst konkurrenzfähig und reist mit einer hochkarätigen Porsche-Besatzung nach Spa-Francorchamps. Antares Au gewann die Klasse bereits 2023 und teilt sich das Cockpit mit Porsche-Werksfahrer Sven Müller, Michelle Gatting und Martin Rump.

 

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Insgesamt stellt Porsche mit sechs Fahrzeugen die größte Fraktion in der Bronze Cup. Zu den bekannten Teams gehören Lionspeed GP, Ziggo Sport Tempesta, Herberth Motorsport und Razoon – more than racing. Besonders Herberth Motorsport verstärkt sich mit dem international erfahrenen Mathieu Jaminet, während Ziggo Sport Tempesta erstmals mit dem Porsche 911 GT3 R bei den 24 Stunden von Spa antritt. Zudem kehrt Muehlner Motorsport nach mehr als zehn Jahren Pause mit einem Gaststart zurück.

Auch Mercedes-AMG verfügt über ein starkes Aufgebot. Winward Racing verpasste in Monza durch eine Kollision ein mögliches Podiumsergebnis und dürfte auf Wiedergutmachung aus sein. 2Seas Motorsport bringt gleich zwei Fahrzeuge an den Start, während GetSpeed Team Dubai unter anderem auf den ehemaligen Gold-Cup-Sieger Mikaël Grenier setzt.

 

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Bei Aston Martin richten sich die Blicke auf Comtoyou Racing und Ecurie Ecosse Blackthorn. Besonders das Blackthorn-Team besitzt mit Aston-Martin-Routinier Jonny Adam, Bronze-Fahrer Giacomo Petrobelli, dem Silver-Cup-Sieger von 2025 Romain Leroux sowie Nachwuchstalent Lorcan Hanafin eine schlagkräftige Fahrerpaarung.

BMW besitzt mit insgesamt 25 Gesamtsiegen die erfolgreichste Bilanz in Spa-Francorchamps und möchte auch in der Bronze Cup eine Rolle spielen. Oman Racing by Century Motorsport setzt auf Ahmad Al Harthy, der seine erfolgreiche Karriere um einen weiteren prestigeträchtigen Erfolg ergänzen möchte. Paradine Competition vertraut bislang auf Darren Leung und James Kellett, gilt aber ebenfalls als ernstzunehmender Kandidat.

 

Tresor Attempto Racing gewann die Bronze Cup 2024 und bringt erneut viel Erfahrung mit. Das Team setzt auf den bewährten Audi R8 LMS GT3 und verstärkt sich für das Rennen mit dem ehemaligen Formel-2-Piloten Sergio Sette Camara.

 

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt JMW Motorsport bei seinem ersten Start bei den 24 Stunden von Spa. Thomas Kiefer gibt sein Debüt bei dem Langstreckenklassiker. Gemeinsam mit Spa-Routinier Rolf Ineichen, dem ehemaligen Rekordrundenhalter Tim Heinemann und dem französischen Nachwuchsfahrer Pierre-Louis Chovet möchte die Mannschaft direkt ein Ausrufezeichen setzen.

 

Die Ausgangslage in der Bronze Cup präsentiert sich vor dem Rennwochenende völlig offen. Zahlreiche Teams bringen starke Fahreraufgebote und viel Erfahrung mit nach Spa-Francorchamps. Wer nach 24 Stunden die Klassenwertung gewinnt, dürfte erst in den letzten Rennstunden feststehen.

 

 

Text: NRingInfo

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