
Das TGI Team by GRT hat am vergangenen Wochenende (24. bis 26. Juli) bei der DTM in Oschersleben erneut einen Meilenstein im GT3-Sport gefeiert. Nachdem das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team im Jahr 2015 in der Blancpain GT Series in Monza gleich beim Debüt den ersten Sieg mit dem Lamborghini Huracán GT3 holte, gelang am Sonntag auch der weltweit erste Triumph mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. Von Startplatz sechs eroberte Mirko Bortolotti mit unantastbarer Pace, einem perfekt exerzierten Overcut und einem schnellen zweiten Pitstop den Premierenerfolg für den Nachfolger des legendären Lamborghini Huracán GT3. Sowohl für das TGI Team by GRT als auch für den Italiener bedeutete dies den fünften Sieg in der DTM. Für das Gespann aus Team und Fahrer war es bereits der 20. gemeinsame Triumph in der seit 2015 bestehenden Partnerschaft und zugleich der erste zusammen in der DTM.
Nach dem Unfall von Maximilian Paul am Norisring war das Team in der Magdeburger Börde nur mit einem Auto für Mirko Bortolotti am Start. Der winklige Kurs von Oschersleben mit einer Länge von nur 3,667 Kilometer war für die Mannschaft von Gottfried Grasser in der Vergangenheit stets ein gutes Pflaster. Im Vorjahr gelang mit dem Lamborghini Huracán GT3 EVO2 ein Podium, in der Saison 2024 ein Sieg. Bei sommerlichen Bedingungen zeigte Mirko Bortolotti schon in den Trainings am Freitag, dass auch der Lamborghini Temerario GT3 auf diesem Layout seine Stärken ausspielen kann. Im ersten Training landete er als bestplatzierter Lamborghini-Pilot auf Platz drei, in der zweiten Session wurde er Fünfter. Diese Form bestätigte der DTM-Champion von 2024 im Qualifying am Samstagmorgen mit Startplatz sieben im 20 Fahrzeuge starken DTM-Feld. Das erste Rennen über 55 Minuten plus eine Runde wurde in Oschersleben wieder einmal von der Track Position bestimmt. In der Startrunde ließ Bortolotti wie üblich nichts anbrennen und machte zwei wichtige Positionen gut. Den fünften Platz behauptete er bis zum Pitstop nach 25 Minuten. Die Pitcrew vom TGI Team by GRT leistete mit 6,9 Sekunden hervorragende Arbeit, der Undercut gegen die direkte Konkurrenz ging jedoch gerade so nicht auf. Im zweiten Stint übte Bortolotti kontinuierlich Druck auf die Rivalen auf den Plätzen drei und vier aus, fand jedoch keinen Weg vorbei. Nach 40 Runden belegte er Platz fünf, nur eine Sekunde hinter dem Drittplatzierten.

Am Sonntag war es bei Temperaturen um 26 Grad Celsius erneut warm, jedoch stark bewölkt. Im zweiten Qualifying stellte Mirko Bortolotti den sechsten Startplatz sicher. Die Lehren aus dem ersten Lauf veranlassten das Team, für das Rennen eine Offset-Strategie zu wählen. Beim Start hielt Bortolotti seine Position zunächst, setzte im ersten Stint aber einen gewagten Overcut um. Erst in der 16. Runde kam er kurz vor Schluss des ersten Boxenstopp-Fensters zum Reifenwechsel. In freier Fahrt hatte er im Fernduell gegen die Konkurrenz genug Zeit gutgemacht, wodurch er vier Plätze gewann und nach dem Pitstop als Zweiter zurück auf die Strecke kam. Bis zur zweiten Boxenstopp-Phase 15 Minuten vor Schluss fuhr er eine Lücke von drei Sekunden auf den Leader zu. Für den letzten Pitstop kam die Spitzengruppe geschlossen an die Box. Die Crew vom TGI Team by GRT arbeitete schneller als der Gegner und Bortolotti übernahm dadurch die Führung. In den letzten zehn Minuten bis zur Zielflagge fuhr der 36-Jährige Lamborghini Factory Driver einen Vorsprung von drei Sekunden auf seine Verfolger heraus und machte nach 39 Runden den historischen ersten Sieg für den Lamborghini Temerario GT3 perfekt. Im kommenden Monat geht es für das TGI Team by GRT mit zwei Veranstaltungen auf dem Nürburgring weiter. Vom 14. bis 16. August gastiert das von Lamborghini Squadra Corse unterstützte Team für das sechste Rennwochenende in der DTM auf der legendären Rennstrecke in der Eifel. Zwei Wochen später steht dort vom 28. bis 30. die vierte Station im diesjährigen GT World Challenge Europe Powered by AWS Endurance Cup mit einem 3-Stunden-Rennen auf dem Programm.
#63 Mirko Bortolotti (ITA)
Qualifying 1: P7 - Rennen 1: P5
Qualifying 2: P6 - Rennen 2: P1


Mirko Bortolotti: "Den allerersten Sieg für den Lamborghini Temerario GT3 zu holen, ist etwas ganz Besonderes. Ich bin ungemein stolz darauf, gemeinsam mit GRT ein weiteres Stück Geschichte geschrieben zu haben. Es war von Anfang bis Ende eine makellose Leistung, und alle Beteiligten haben hervorragende Arbeit geleistet. Wir haben einmal mehr bewiesen, dass wir bereit sind, selbst die kleinste Chance zu ergreifen, sobald sie sich uns bietet. Dieses Ergebnis ist eine Belohnung für all die harte Arbeit, die in dieses Projekt geflossen ist. Teil eines so wichtigen Meilensteins zu sein, ist etwas, worauf ich immer stolz sein werde."
Gottfried Grasser, Teamchef: "Es war ein absolutes Traumwochenende. Das Sonntagsrennen ist perfekt gelaufen, es war von Mirko und der Crew eine fantastische Leistung. Dieser Erfolg ist dem gesamten Team zu verdanken. Fahrer, Pitstops, Strategie - für einen Sieg muss immer alles funktionieren und wir haben diesmal alles zusammengebracht. Für uns alle war es ein wirklich großer Moment. Wir haben vor über zehn Jahren den ersten Triumph für den Huracán GT3 geholt und das nun mit dem Temerario GT3 wiederholt. Auf unsere gemeinsame Geschichte mit Lamborghini sind wir unbeschreiblich stolz. Nach dem bisher sehr herausfordernden Jahr war das wirklich Balsam auf unsere Seelen. Wir hätten vor allem Max in Oschersleben nur zu gerne an unsere Seite gehabt, denn auch er ist ein Teil dieses Erfolges. Seine Genesung läuft gut und wir hoffen sehr, ihn dieses Jahr noch zurück im Auto zu sehen. Bei aller Euphorie bleibt zu sagen, dass mit diesem Einzelresultat natürlich nicht alle Probleme gelöst sind. Wir haben was die Performance des Autos angeht immer noch nicht alle Antworten gefunden, das sehen wir in den Qualifyings und auch auf bestimmten Rennstrecken immer wieder. Es wartet also immer noch viel Arbeit auf uns."
Text: Grasser Racing Pressemitteilung











Kommentar schreiben