Der fünfte Lauf der DTM-Saison 2026 führte Emil Frey Racing in die Motorsport Arena Oschersleben – wie im Vorfeld erwartet, wartete dort ein anspruchsvolles Wochenende auf das Team, denn die BoP-Situation stellte die beiden Ferrari 296 GT3 Evo vor keine leichte Aufgabe.
Rennen 1 – Samstag, 25. Juli 2026
Im ersten Qualifying des Wochenendes sicherte sich Matteo Cairoli im #14 Ferrari einen guten achten Startplatz, während Teamkollege Thierry Vermeulen den #69 Ferrari auf Position 16 ins Rennen brachte. Gleich beim Start war Geschick gefragt: Matteo Cairoli wich dem vor ihm ins Gras geratenen Jules Gounon im #48 Mercedes gekonnt aus, verlor dabei jedoch mehrere Positionen und reihte sich auf Rang 14 wieder ins Renngeschehen ein. Thierry Vermeulen nutzte das Startchaos hingegen zu seinem Vorteil und gewann sofort drei Positionen. Im weiteren Rennverlauf lieferte sich Matteo Cairoli einen sehenswerten Positionskampf mit Ben Dörr im #25 McLaren, ehe er als Erster der Gruppe an die Box kam. Die Emil Frey Racing Crew fertigte den Italiener in blitzschnellen 6,0 Sekunden ab – kurz darauf folgte Thierry Vermeulen mit einer noch schnelleren Standzeit von 5,9 Sekunden. Damit erzielte Emil Frey Racing zum bereits vierten Mal in dieser Saison die schnellste Boxenstoppzeit im gesamten Feld. Nach den Stopps lagen der #69 Ferrari auf Platz 11 und der #14 Ferrari auf Rang 13. In der Schlussphase zeigte Thierry Vermeulen nochmals seine Stärke und überholte Ricardo Feller im #90 Porsche, um schliesslich als Neunter die Zielflagge entgegenzunehmen. Matteo Cairoli sicherte sich mit Platz 11 weitere wichtige Punkte in der Meisterschaftswertung.

Rennen 2 – Sonntag, 26. Juli 2026
Ins zweite Rennen des Wochenendes starteten die beiden Emil Frey Racing Piloten von den Plätzen 8 (#14 Ferrari) und 11 (#69 Ferrari) – wie in der DTM üblich, mit bereits gebrauchten Reifen. Bei warmen 28 Grad behauptete Matteo Cairoli beim Start seine achte Position, während Thierry Vermeulen im Startgetümmel zwei Plätze verlor und anschliessend auch dem #64 Ford von Finn Wiebelhaus im Positionskampf weichen musste. Auch Matteo Cairoli geriet früh unter Druck und konnte Platz 8 gegen Ricardo Feller im #90 Porsche nicht halten. Kurz vor dem ersten Boxenstoppfenster versuchte Ben Dörr im #25 McLaren ein mutiges Überholmanöver am #69 Ferrari, was Thierry Vermeulen dazu zwang, die Schikane zu umfahren. Die gesamte Gruppe, die um Platz 15 kämpfte, kam daraufhin gemeinsam an die Box. Die Emil Frey Racing Crew fertigte den Niederländer in 6,3 Sekunden ab – der Zweikampf mit Dörr setzte sich in der Boxengasse fort, den Thierry Vermeulen auf der Outlap jedoch für sich entscheiden konnte. Matteo Cairolis Stopp dauerte 6,5 Sekunden, der Italiener kehrte ins Rennen zurück und lieferte sich einen engen Kampf mit Jules Gounon im #48 Mercedes um Platz 9. Mit noch 22 verbleibenden Rennminuten setzte kurzzeitig Regen ein – nicht genug, um einen Reifenwechsel auf Regenreifen zu rechtfertigen. Als das zweite Boxenstoppfenster öffnete, kam Matteo Cairoli herein und kehrte nach einem Boxenstopp von 6,2 Sekunden wieder auf die Strecke zurück. In der Schlussphase zeigte der Italiener nochmals Kampfgeist und überholte Nicki Thiim im #7 Aston Martin beherzt, um sich zwischenzeitlich Platz 7 zu sichern. Auch Thierry Vermeulen absolvierte mit 6,1 Sekunden erneut einen starken Stopp. Am Ende belegte Matteo Cairoli den zehnten Platz, Thierry Vermeulen klassierte sich auf Rang 15. Für den Italiener, der in dieser Saison bereits zwei DTM-Rennen für sich entscheiden konnte, war es die erste Rückkehr nach Oschersleben seit acht Jahren.
TEAMSTIMMEN - Emil Frey Racing
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal
„Es war ein schwieriges Wochenende für uns. Bereits im Qualifying fehlte uns die Pace und im Rennen mussten wir sehr hart kämpfen, um die Positionen halten zu können. Das Highlight waren klar unsere Boxenstopps, die einmal mehr sehr, sehr stark waren – das war schön zu sehen. Wir hoffen, in den nächsten Rennen wieder angreifen zu können."
Jürg Flach, Technischer Direktor
„Wie bereits im Vorfeld erwartet, war es kein einfaches Wochenende für uns – die Konkurrenz durch Porsche, Mercedes, Lamborghini und McLaren war deutlich spürbar. Umso erfreulicher war Matteos starker achter Startplatz am Samstag, den wir so nicht erwartet hatten. Mit einer geschlossenen Teamleistung konnten wir daraus im ersten Rennen einen neunten Platz für Thierry machen. Für den Sonntag hatten wir uns nach der BoP-Anpassung bessere Startpositionen erhofft, die wir leider nicht wie erwartet umsetzen konnten. Die Boxenstopps waren einmal mehr auf höchstem Niveau – 5,9 Sekunden am Samstag sprechen für sich."
FAHRERSTIMMEN - Emil Frey Racing
Matteo Cairoli (Italien)
„Am Samstag war ich beim Start zur falschen Zeit am falschen Ort und verlor dadurch viele Positionen – das war natürlich ärgerlich. Am Sonntag kam ich besser durch die erste Runde, aber wir mussten uns das gesamte Rennen über verteidigen. Insgesamt lag das Wochenende deutlich unter meinen Erwartungen – umso mehr, da Oschersleben eine Strecke ist, die ich wirklich mag. Aber ich blicke bereits voller Vorfreude auf den Nürburgring, wo ich definitiv wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen möchte."
Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Wir hatten uns mehr von diesem Wochenende erhofft und die Pace war leider nicht da, wo wir sie haben wollten. Am Samstag konnten wir jedoch sieben Positionen gutmachen – das war eine starke Leistung des gesamten Teams. Am Sonntag machten uns die gebrauchten Reifen das Leben schwer und wir konnten mit der Konkurrenz einfach nicht mithalten. Immerhin nehmen wir Punkte mit. Ich werde nun analysieren, wo ich in den Zweikämpfen hätte besser agieren können – aber klar ist auch, dass uns an Speed gefehlt hat, und das müssen wir für die kommenden Rennen in den Griff bekommen."
Text: Emil Frey Racing Pressemitteilung











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