
Das 6-Stunden-Rennen von São Paulo, der vierte Lauf der FIA World Endurance Championship 2026, endete mit einem hervorragenden zweiten Platz für den Ferrari 499P mit der Startnummer 51 des offiziellen Ferrari AF Corse Teams. Die amtierenden Fahrer-Weltmeister Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi sicherten dem springenden Pferd den ersten Podiumsplatz in der Hypercar-Topklasse in Interlagos. Beim Fallen der Zielflagge belegte die Startnummer 83 von AF Corse mit den Ferrari-Werksfahrern Yifei Ye und Phil Hanson sowie Robert Kubica den fünften Platz. Die Startnummer 50 mit Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen überquerte die Ziellinie auf Rang sieben.
Das Rennen
Die brasilianische Rennstrecke galt aufgrund ihres Streckenlayouts als eine der größten Herausforderungen für den Ferrari 499P. Der lediglich 4,309 Kilometer lange Kurs weist ständige Höhenunterschiede sowie Streckenabschnitte auf, auf denen Überholmanöver besonders schwierig sind. Ferrari nutzte dennoch die aggressiven Strategien des Teams beim Reifenmanagement und der Boxenstopp-Abfolge optimal aus und vermied gleichzeitig Fehler. Dieser Ansatz ermöglichte es den Fahrern, das Maximum aus dem verfügbaren Paket herauszuholen. Von Startplatz elf aus begann Antonio Giovinazzi im Ferrari 499P mit der Startnummer 51 eine bemerkenswerte Aufholjagd. Das Fahrzeug etablierte sich während der letzten drei Rennstunden im Kampf um die Top drei. Alessandro Pier Guidi übernahm das Steuer in den mittleren Stints, bevor James Calado den Einsatz mit dem ersten Podiumsplatz des 499P bei den 6 Stunden von São Paulo abschloss. Die Mannschaft der Startnummer 50, die mit Miguel Molina aus der dritten Startreihe ins Rennen ging, fiel nach zwei Strafen in der Rennmitte während der Fahrzeit von Nicklas Nielsen bis auf Rang 15 zurück. Dank einer entschlossenen Leistung kämpfte sich das Trio wieder in die Nähe der Podiumsplätze. Zehn Minuten vor Rennende kollidierte Antonio Fuoco im Kampf um Platz fünf in Kurve eins mit einem Konkurrenten und drehte sich. Am Ende erreichte er dennoch Rang sieben und sammelte wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft. Der AF Corse Ferrari mit der Startnummer 83 erwischte mit Yifei Ye einen starken Start und verbesserte sich von Platz zehn auf Rang drei. Anschließend übernahm Phil Hanson die mittleren Stints, bevor Robert Kubica das Rennen beendete und den Ferrari als Fünfter ins Ziel brachte.
Die Zahlen
Das Ergebnis des Trios der Startnummer 51 markiert den ersten Podiumsplatz des Ferrari 499P in Interlagos. Das bisher beste Resultat auf dieser Strecke war der fünfte Platz im Jahr 2024 mit derselben Fahrerpaarung. Pier Guidi, Calado und Giovinazzi feierten damit ihren zweiten Podiumsplatz der Saison nach Rang zwei in Imola sowie Ferraris dritten Podiumsplatz des Jahres nach Platz drei von Fuoco, Molina und Nielsen in Spa. Seit seinem Renndebüt im Jahr 2023 sammelte der Ferrari 499P insgesamt 24 Podiumsplatzierungen.
Die Situation
Mit den Ergebnissen der beiden Werksfahrzeuge sammelte Ferrari insgesamt 24 Punkte für die Hersteller-Weltmeisterschaft. Pier Guidi, Calado und Giovinazzi fügten ihrem Konto in der Fahrer-Weltmeisterschaft 18 Punkte hinzu. Fuoco, Molina und Nielsen sowie Ye, Hanson und Kubica verließen Brasilien mit sechs beziehungsweise zehn Punkten.
Nächste Runde
Die FIA World Endurance Championship gastiert als Nächstes auf dem Circuit of The Americas in Austin (USA), der am 6. September das Rennen Lone Star Le Mans austrägt.
Nicklas Nielsen (#50)
„Es war ein ziemlich schwieriges Rennen für uns. Der positive Aspekt war der deutliche Fortschritt, den wir mit dem Auto im Vergleich zum vergangenen Jahr gesehen haben. Das Ergebnis entsprach nicht unseren Hoffnungen und leider gehören schwierige Tage dazu. Jetzt richtet sich unser Fokus auf das nächste Rennen, bei dem wir zurückschlagen wollen.“
James Calado (#51)
„Wir haben ein großartiges Ergebnis erzielt. Wir hätten nie erwartet, an diesem Wochenende auf das Podium zu fahren. Dass uns das mit einem nahezu perfekt ausgeführten Rennen gelungen ist, macht uns stolz. Es ist außerdem ein ausgezeichnetes Ergebnis für die Weltmeisterschaft. Jetzt reisen wir nach Austin, wo wir wissen, dass wir konkurrenzfähig sein können. Dort müssen wir das Ergebnis maximieren und weiterhin unser Bestes geben, denn wir haben gesehen, dass sich dieser Ansatz auszahlt. Schließlich hätte niemand erwartet, dass ein Ferrari hier in Brasilien den zweiten Platz erreicht. Deshalb müssen wir weiterkämpfen.“
Antonello Coletta
Global Head of Endurance und Corse Clienti
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis auf einer Strecke, die sicherlich nicht zu den günstigsten für den 499P zählt. Das Team hat mit hervorragenden Strategien unglaubliche Arbeit geleistet. Ohne diese hätten wir den zweiten Platz und den Kampf um die Spitzenpositionen nicht erreicht. Dennoch bleibt etwas Enttäuschung über die Durchfahrtsstrafe für die Startnummer 50 und den Zwischenfall im letzten Stint, der das Auto um eine mögliche Podiumsplatzierung brachte. Auch die Startnummer 83 zeigte eine starke Leistung und spielte in der Anfangsphase eine führende Rolle, beschädigte jedoch nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug die Fahrzeugnase und musste das Rennen in diesem Zustand beenden, was eindeutig ein Nachteil war. Wir reisen motiviert nach Hause und richten unseren Fokus bereits auf den nächsten Lauf in Austin.“
Ferdinando Cannizzo
Head of Endurance Race Cars
„Wir haben als Team hervorragende Arbeit geleistet. Die intensive Analyse des Rennens vom vergangenen Jahr und das Verständnis dafür, wie wir unsere Fahrzeuge auf einer Strecke verbessern können, die für uns stets zu den schwierigsten zählt, haben sich ausgezahlt. Die Zuverlässigkeit des 499P war tadellos, ebenso das Setup, das Energiemanagement und die Ausführung in den verschiedenen Rennphasen. Obwohl unsere Autos weiter hinten starteten, gelang es uns, sie dank der Leistungsfähigkeit des 499P und einer riskanten, aber stets kalkulierten Strategie in die Spitzengruppe zu bringen und um das Podium zu kämpfen. Auch die Fahrer lieferten eine starke Leistung ab. Mit all diesen Aspekten können wir wirklich zufrieden sein.“
Text: Ferrari Pressemitteilung











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