
Vier Stunden nach dem Start der Rolex 6 Hours of São Paulo am Sonntag, 12. Juli 2026, liefern sich BMW und Alpine auf dem Autódromo José Carlos Pace in Interlagos einen packenden Kampf um die Spitze der Hypercar-Klasse. Während BMW die Führung verteidigt, sorgt Ferrari weiter für Druck. In der LMGT3-Kategorie kontrolliert Racing Team Turkey by TF Corvette das Rennen und baut den Vorsprung kontinuierlich aus.
Antonio Felix da Costa prägte mit dem Alpine A424 über weite Strecken die dritte und vierte Rennstunde, verfolgte dabei jedoch eine andere Boxenstrategie als die Konkurrenz. Raffaele Marciello schloss im BMW M Hybrid V8 auf, setzte den Portugiesen unter massiven Druck und zog in Kurve vier kurz vorbei. Ein kleiner Fehler ermöglichte da Costa allerdings die direkte Antwort und die Rückkehr an die Spitze. Erst nach dem Boxenstopp des Alpine übernahm Marciello endgültig die Führung. Charles Milesi stieg anschließend in den Alpine ein und setzte die Verfolgung fort.
Hinter den Spitzenreitern rückte Alessandro Pier Guidi im Ferrari 499P mit der Startnummer 51 bis auf weniger als zwei Sekunden an die Spitze heran. Kurz darauf verlor Ferrari jedoch wertvolle Zeit, nachdem das Fahrzeug beim Verlassen der Boxengasse Streckenbeschilderung einsammelte. Der amtierende Weltmeister konnte die Fahrt dennoch fortsetzen. Auch Cadillac erlebte eine turbulente Phase. Will Stevens kassierte nach einer Kollision mit dem Lexus von Akkodis ASP eine Fünf Sekunden Strafe. Später erhielt der AF Corse Ferrari mit der Startnummer 83 zusätzlich eine Zehn Sekunden Strafe nach einer Berührung mit dem Aston Martin von Heart of Racing.
In der LMGT3-Klasse behauptete Racing Team Turkey by TF Corvette die Kontrolle über das Rennen. Peter Dempsey vergrößerte den Vorsprung an der Spitze, während sich dahinter mehrere Hersteller spannende Positionskämpfe lieferten. Der Lexus von Akkodis ASP arbeitete sich nach einer frühen Kollision auf Rang zwei vor, lag durch die unterschiedlichen Strategien jedoch nur virtuell auf dieser Position. Der Proton Competition Ford Mustang mit Ben Tuck verteidigte den zweiten Platz im Klassement vor dem Manthey Porsche mit Richard Lietz. Auch Team WRT mischte mit dem BMW im Brasilien Design weiter im Spitzenfeld mit.
Mehrere Zwischenfälle sorgten zusätzlich für Spannung. Sean Gelael und Rui Andrade lieferten sich ein Duell, das den Iron Lynx Mercedes AMG nach einer Berührung in Kurve vier ins Drehen brachte. Kurz darauf drehte der Aston Martin mit Tom Gamble den zweiten Iron Lynx Mercedes um, wofür die Rennleitung eine Zehn Sekunden Strafe aussprach. Gleichzeitig rückten dunkle Regenwolken näher an die Strecke, sodass die Schlussphase des Rennens unter wechselhaften Bedingungen stattfinden könnte.
Text: NRingInfo











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