
Ben Dörr (Butzbach) fährt im dritten Jahr seine mit Abstand stärkste DTM-Saison – der Tabellenfünfte hat jetzt schon mehr Punkte auf dem Konto als 2024 und 2025 zusammen. Auf dem Dekra Lausitzring feierte Dörr seinen ersten Sieg und sorgte gleichzeitig für den ersten DTM-Erfolg von McLaren. Vor dem Rennwochenende auf dem Norisring in Nürnberg am kommenden Wochenende (3. bis 5. Juli) spricht der 21-Jährige von Dörr Motorsport über seine Entwicklung in der DTM, das Verhältnis zu Teamkollege Timo Glock und den besonderen Reiz des Norisrings.
Ben, wie groß ist die Vorfreude auf den Norisring?
Die ist riesig! Der Norisring ist mit seinen Betonwänden und Leitplanken sehr speziell. Man muss extrem präzise fahren, das macht den besonderen Reiz aus. Unserem McLaren kommt die Strecke nicht unbedingt entgegen. Trotzdem werden wir alles probieren, um auch an diesem Wochenende gut abzuschneiden. Die Strecke ist einfach cool, es macht jedes Jahr Spaß, dorthin zu kommen.
Wie blickst du mit einigen Tagen Abstand auf deinen ersten DTM-Sieg?
Wir sind natürlich alle super happy über unseren ersten Sieg in der DTM. Vor allem das Team hat sich unglaublich gefreut. Mit Startplatz zehn hatten wir nicht die besten Karten. Ich bin einfach überglücklich, dass es endlich mit dem ersten Sieg geklappt hat. Der Pokal steht bei mir zu Hause im Wohnzimmer direkt neben der Trophäe für den zweiten Platz in Zandvoort. Hoffentlich kommen über die Saison noch ein paar dazu.
Was sind die Gründe für dein Formhoch?
Ich fahre wesentlich mehr Rennen als in den Jahren zuvor, in denen ich ausschließlich in der DTM gestartet bin. In dieser Saison nehme ich beispielsweise auch in der GT World Challenge oder auch an einigen NLS-Rennen teil und habe deshalb deutlich mehr Fahrpraxis im McLaren. Das hilft sehr. Dazu habe ich natürlich in der DTM eine Menge gelernt und viel Erfahrung gesammelt. So konnte ich mich von Rennen zu Rennen verbessern und bin mittlerweile auf einem ziemlich guten Level.
Du bist in deinem dritten DTM-Jahr: In welchem Bereich hast du dich am meisten weiterentwickelt?
In der DTM ist Konstanz sehr wichtig, Schnelligkeit allein reicht nicht aus. In dieser Hinsicht habe ich die größten Fortschritte gemacht und mir unterlaufen kaum noch Fehler. Es gelingt uns auch immer besser, im Qualifying alles auf den Punkt zu bringen. Zudem verstehe ich den McLaren viel besser als zu Beginn und kann mögliche Probleme genauer einschätzen.
Welche Tipps würdest du DTM-Debütanten geben – worauf kommt es am meisten an?
Training ist alles. Das Niveau in der DTM ist extrem hoch. Da hilft nur viel Fahrzeit, sonst wird man nicht besser und kann nicht mithalten. Wichtig ist es auch, sich abends mit den Ingenieuren zusammenzusetzen und gemeinsam zu überlegen, was man verbessern kann. Man braucht aber Geduld und muss immer dranbleiben, dann klappt das auch in absehbarer Zeit mit guten Ergebnissen.
Ein großer Fan von Dörr Motorsport ist Bodybuilder-Legende Markus Rühl: Welche Fitness-Tipps hat er parat?
Markus ist super nah am Team und passt perfekt zu uns. Er hat an jedem Wochenende immer mal wieder kleine Tipps für mich, wie man sich auf ein Rennen optimal vorbereitet und an seiner Fitness arbeiten kann. Gerade bei den heißen Wetterverhältnissen auf dem Lausitzring hat er mir super Ratschläge gegeben, wann und was man als Sportler trinken sollte. Das war bei den Temperaturen im Auto eine große Hilfe.
Welche Rolle spielt Timo Glock in deiner Entwicklung?
Von Anfang an hat Timo mir ungemein geholfen. Für mich war in der DTM anfangs vieles neu, während Timo sehr viel Erfahrung mitgebracht hat. Das hat sich ausgezahlt und dem ganzen Team geholfen. Inzwischen bin ich auf einem sehr guten Level und wir harmonieren als Teamkollegen richtig gut. Wir tauschen uns regelmäßig aus: Jeder bringt seine Erfahrungen ein, das passt sehr gut.
Text: DTM Pressemitteilung











Kommentar schreiben