SCHERER DOMINIERT DIE NACHT IN SPA – TECHNISCHER DEFEKT KOSTET DEN LOHN

Bild: Martin Bormann
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Es sind Stunden, die zeigen, wozu Fabio Scherer fähig ist: Der Schweizer übernimmt in den Nachtstunden die Führung bei den CrowdStrike 24 Hours of Spa, behauptet sie souverän gegen die stärkste GT3-Konkurrenz Europas. Ein technischer Defekt in den frühen Morgenstunden des Sonntags macht das verdiente Resultat für HRT Ford Racing zunichte – und bringt Scherer zum dritten Mal in dieser Saison um den Lohn einer überzeugenden Leistung.

GEZIELTE VORBEREITUNG AUF ANSPRUCHSVOLLEM TERRAIN

HRT Ford Racing reist mit klarer Zielsetzung nach Spa-Francorchamps. Das Fahrertrio Fabio Scherer, Arjun Maini und Thomas Drouet hat den gemeinsamen Einsatz beim 24h-Rennen am Nürburgring hinter sich, kennt die Abläufe und ist entschlossen, dieses Mal das Potenzial des Pakets vollständig auszuschöpfen. Die Ambitionen sind gross – die Bedingungen anspruchsvoll: Über das gesamte Wochenende werden auf dem Circuit de Spa-Francorchamps Temperaturen von über 40 Grad gemessen.

Bild: Martin Bormann
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SUPERPOLE SICHERT AUSSICHTSREICHE AUSGANGSPOSITION
Im Qualifying liefern alle drei Fahrer saubere, schnelle Runden. Arjun Maini absolviert die abschliessende Superpole und sichert dem Team damit einen starken zwölften Startplatz – der nach Änderungen an der Spitze des Feldes auf Position zehn korrigiert wird. «Für ein 24h-Rennen ist das eine sehr solide Ausgangslage. Wichtig ist es, irgendwo vorne dabei zu sein. Unser Fokus liegt auf dem Rennen», sagt Scherer.

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FÜHRUNG IN DER NACHT, DEFEKT IM MORGENGRAUEN

Am Samstag um 16.30 Uhr übernimmt Maini den Start und bringt den Ford Mustang GT3 mit der Startnummer 64 sicher durch eine turbulente Anfangsphase. Zahlreiche Zwischenfälle und Gelbphasen prägen die ersten Rennstunden. Als Scherer das Steuer übernimmt, arbeitet er sich mit gleichmässig starken Zeiten überlegt nach vorne. «In der Anfangsphase geht es darum, seinen Platz zu finden: saubere Runden, konstante Leistung und kein unnötiges Risiko», erklärt Scherer. Drouet verteidigt anschliessend die erkämpfte Position in den Top fünf und gibt das Fahrzeug in guter Ausgangslage weiter. Die entscheidende Phase folgt nach Mitternacht. Scherer steigt zum zweiten Mal ins Cockpit, das Team spielt konsequent eine andere Boxenstrategie und nutzt einen Stopp unter dem Safety Car optimal aus. Der Zeitgewinn katapultiert Scherer an die Führung. Der Schweizer übernimmt die Führung und verteidigt sie Runde für Runde gegen ein Spitzenfeld der GT3-Elite, das ihm dicht im Nacken liegt. Maro Engel auf dem Mercedes hält sich auf Position zwei und baut konstant Druck auf. Das Publikum verfolgt das Duell gebannt, Scherer beantwortet jeden Angriff mit konstanten, fehlerfreien Runden. «Maro kenne ich aus der DTM – er ist ein routinierter, sehr guter Fahrer. Ich konnte in dieser Phase konstant schnelle und saubere Runden zeigen und ihn damit hinter mir halten. Diese Zweikämpfe sind für mich das Schönste an unserem Sport», erklärt Scherer – und beweist damit, dass er sich nicht nur mit den besten GT3-Fahrern messen, sondern zu ihnen zählen darf. In den frühen Morgenstunden wendet sich das Blatt. Eine Durchfahrtsstrafe kostet das Team Zeit und Positionen – der Mustang fällt zurück, bleibt aber in der Leadlap. Scherer übernimmt erneut und arbeitet sich mit sauberer Leistung zurück in Richtung Top Ten. Kurz bevor er sie erreicht, kommt die bittere Nachricht aus dem Fahrzeug: technischer Defekt. Der Mustang rollt aus. Das Rennen ist vorbei. «Das erneute abrupte Rennende ist sehr frustrierend – für mich, meine Kollegen und das ganze Team. Wir haben uns so intensiv vorbereitet und ein anstrengendes Wochenende in der Hitze weitgehend durchgekämpft. Ich bin mir nicht sicher, ob wir nach der Durchfahrtsstrafe nochmals einen Weg bis ganz nach vorne gefunden hätten, aber ein Podium wäre auf jeden Fall in Reichweite gewesen. Und das hätten wir mehr als verdient», so Scherer.

Bild: Martin Bormann
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SOMMERPAUSE VOR NÄCHSTEM ANLAUF

Zunächst steht nun eine Sommerpause an, bevor vom 28. bis 30. August mit dem GTWC Nürburgring der nächste Lauf des GT World Challenge Europe Endurance Cups wartet – und damit eine neue Gelegenheit, das einzulösen, was das Trio in Spa über Stunden bereits angedeutet hat. «Wir geben nicht auf: Wir haben auch dieses Rennen wieder gezeigt, zu was wir fähig sind – und wir werden das Ding schon noch nach Hause bringen», gibt sich Scherer kämpferisch.

 

Text: Fabio Scherer Pressemitteilung

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