
Mit dem Start der 78. CrowdStrike 24 Hours of Spa am Samstag, 27. Juni, um 16:30 Uhr richtet sich der Fokus auf die Pro-Kategorie. Insgesamt 18 Fahrzeuge aus neun Herstellern kämpfen dort um den Gesamtsieg beim größten GT-Rennen der Welt. Da ausschließlich professionelle Fahrer ohne Einschränkungen bei der Fahrereinstufung antreten, gilt die Pro-Klasse erneut als Favorit auf den Gesamterfolg.
Rein zahlenmäßig verfügen BMW, Mercedes-AMG und Porsche über die stärkste Präsenz. Alle drei Hersteller schicken jeweils drei Pro-Fahrzeuge ins Rennen. Besonders BMW reist mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz an. Team WRT und ROWE Racing vereinen gemeinsam fünf Gesamtsiege seit 2011 auf sich.
Für Team WRT soll in diesem Jahr eine lange Durststrecke enden. Das belgische Team gewann zuletzt 2014 und verpasste seitdem mehrfach knapp den Triumph. Die größten Hoffnungen ruhen auf dem BMW M4 GT3 mit der Startnummer 32. Dort teilen sich Sprint-Cup-Champion Charles Weerts, Kelvin van der Linde und Titelverteidiger Jordan Pepper das Cockpit. Auch die Startnummer 46 mit Valentino Rossi, Max Hesse und Dan Harper zählt zum erweiterten Favoritenkreis.
ROWE Racing setzt auf die Startnummer 98 mit Raffaele Marciello, der 2022 bereits in Spa gewann. Das deutsche Team feierte seit 2016 drei Gesamtsiege und gehört traditionell zu den stärksten Mannschaften im Feld.
Mercedes-AMG reist mit viel Rückenwind nach Belgien. Nach Erfolgen bei den Bathurst 12 Hour und den ADAC Ravenol 24h Nürburgring zählt die Marke aus Affalterbach erneut zu den Topfavoriten. Das Team Mann-Filter führt aktuell zudem die Gesamtwertung der GT World Challenge Europe an. Maro Engel jagt dabei weiterhin seinen ersten Gesamtsieg in Spa.
Weitere starke Mercedes-AMG-Aufgebote stellen Verstappen Racing und GetSpeed. Verstappen Racing setzt auf die ehemaligen Spa-Sieger Jules Gounon und Dani Juncadella, während GetSpeed mit Maxime Martin und Maxi Götz ebenfalls zwei frühere Gewinner ins Rennen schickt.
Auch Porsche verfügt über mehrere aussichtsreiche Kandidaten. Lionspeed GP bringt mit Ricardo Feller, Thomas Preining und Bastian Buus eine der schnellsten Fahrerkombinationen des Feldes an den Start. Boutsen VDS hofft beim Heimspiel unter anderem mit Alessio Picariello auf den großen Wurf. Hinzu kommt ein zusätzliches Pro-Fahrzeug von Schumacher CLRT mit Frédéric Makowiecki, Ayhancan Güven und Matt Campbell.
Aston Martin peilt nach den Erfolgen von 1948 und 2024 den dritten Gesamtsieg der Markengeschichte an. Comtoyou Racing vertraut erneut auf die Siegerbesatzung von 2024 mit Nicki Thiim, Marco Sørensen und Mattia Drudi. Walkenhorst Motorsport setzt unter anderem auf Christian Krognes, der 2018 bereits in Spa gewann.
Ferrari wartet seit dem Sieg 2021 auf den nächsten Erfolg. Dennoch zählt AF Corse mit zwei Pro-Fahrzeugen erneut zu den Favoriten. Besonders die Startnummer 51 mit Alessio Rovera, Tommaso Mosca und dem Spa-Sieger von 2021, Nicklas Nielsen, besitzt großes Potenzial.
McLaren jagt weiterhin den ersten Gesamtsieg und sogar das erste Podium bei den 24 Stunden von Spa. Die größten Hoffnungen ruhen auf Garage 59 und Marvin Kirchhöfer, der sich im vergangenen Jahr die Pole-Position sicherte und seit mehreren Jahren zu den stärksten GT3-Piloten Europas zählt.
Für Ford rückte HRT Ford Performance nach der Pole-Position in Monza verstärkt in den Fokus. Arjun Maini könnte dabei Geschichte schreiben und als erster indischer Fahrer das Rennen gewinnen.
Audi vertraut bei Eastalent Racing auf die Erfahrung von Christopher Haase und Markus Winkelhock. Letzterer zählt gemeinsam mit Jules Gounon zu den einzigen zweifachen Spa-Siegern im diesjährigen Starterfeld. Für den Audi R8 wäre es der erste Erfolg seit 2017.
Besonders spannend gestaltet sich die Situation bei Lamborghini. Nach dem Triumph im vergangenen Jahr feiert der neue Temerario GT3 sein Debüt bei einem 24-Stunden-Rennen. Sowohl das TGI Team by GRT als auch Rutronik Racing setzen auf hochkarätige Fahrer. Titelverteidiger Mirko Bortolotti und Luca Engstler wollen dem neuen Fahrzeug direkt den ersten großen Erfolg bescheren.
Eine Prognose fällt angesichts der Leistungsdichte schwer. Neun Hersteller, zahlreiche Werksfahrer und mehrere ehemalige Sieger sorgen für eines der stärksten GT3-Felder der vergangenen Jahre. Wer sich am Sonntag in die Siegerliste einträgt, entscheidet sich erst nach 24 Stunden Rennaction in den Ardennen.
Text: NRingInfo











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