Maxime Martin vor Jubiläum: 20. Start bei den 24 Stunden von Spa

Bild: Max Bermel
Bild: Max Bermel

Für Maxime Martin schließt sich bei den CrowdStrike 24 Hours of Spa 2026 ein besonderer Kreis. Der Belgier steht vor seinem 20. Start beim größten GT-Rennen der Welt und verbindet mit dem Ardennenklassiker zahlreiche persönliche Erinnerungen. Nach Siegen bei den Bathurst 12 Hour und den 24 Stunden auf dem Nürburgring reist der Mercedes-AMG-Werksfahrer zudem als einer der erfolgreichsten Langstreckenpiloten der aktuellen Saison nach Spa-Francorchamps.

 

Die Zahlen sprechen für sich. Martin kam 1986 zur Welt, debütierte 2006 bei den 24 Stunden von Spa und feierte 2016 seinen ersten Gesamtsieg. Nun könnte er zehn Jahre später den nächsten großen Erfolg bei seinem Heimrennen hinzufügen.

 

Der Name Martin gehört seit Jahrzehnten zur Geschichte des Rennens. Sein Vater Jean-Michel Martin gewann die 24 Stunden von Spa viermal, sein Onkel Philippe Martin zweimal. Schon als Kind besuchte Maxime regelmäßig die Rennstrecke und erinnert sich besonders an den vierten Sieg seines Vaters im Jahr 1992.

 

„Das Rennen war für unsere Familie immer etwas Besonderes. Wir gehören zu den wenigen Familien, die mit zwei Generationen Siege feiern konnten. Als Belgier bedeutet mir dieses Rennen ohnehin sehr viel. Heute ist es zudem das größte GT-Event der Welt“, erklärte Martin.

 

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Sein eigener Weg in den Motorsport verlief ungewöhnlich. Statt Kartfahren stand zunächst Tennis im Mittelpunkt. Erst vergleichsweise spät begann Martin mit dem Rennsport. Bereits in seiner zweiten Saison gelang ihm dennoch der Start bei den 24 Stunden von Spa. 2006 debütierte er im Alter von 20 Jahren in einem Porsche eines belgischen Teams.

 

Der erste Klassensieg folgte 2009 mit Matech Competition und einem Ford GT3. In den Jahren danach entwickelte sich Martin mit BMW und Marc VDS zu einem regelmäßigen Anwärter auf den Gesamtsieg. Mehrfach verhinderten jedoch technische Probleme oder unglückliche Zwischenfälle den großen Erfolg.

 

Besonders die Jahre vor seinem ersten Gesamtsieg blieben in Erinnerung. 2014 zerstörte die Kollision mit einem Hasen die Siegchancen, 2015 platzte beim führenden Fahrzeug der Motor. Ein Jahr später gelang schließlich der Durchbruch. Gemeinsam mit ROWE Racing gewann Martin 2016 die 24 Stunden von Spa im BMW M6 GT3.

 

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„Wir starteten damals nur von Platz 20 und gehörten nicht zu den Schnellsten. Aber wir machten keine Fehler, erhielten keine Strafen und trafen die richtigen strategischen Entscheidungen. Nach all den Rückschlägen war dieser Sieg etwas ganz Besonderes“, sagte Martin.

 

Mit seiner Erfahrung kennt der Belgier die Besonderheiten des Rennens wie kaum ein anderer Fahrer im Feld. Für ihn stellt Spa die größte Herausforderung aller GT-Langstreckenrennen dar.

 

„Das ist das körperlich anspruchsvollste 24-Stunden-Rennen der Welt. Fast alle Fahrzeuge bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau. Man fährt praktisch Runde für Runde auf Qualifying-Niveau. Die Position auf der Strecke ist enorm wichtig und man muss ständig Risiken abwägen“, beschrieb Martin.

 

Neben dem sportlichen Aspekt lobt er auch die Entwicklung der Veranstaltung. Das Rennen habe sich in den vergangenen Jahren zu einem großen Familienfestival entwickelt, das Motorsportfans aller Generationen anziehe.

 

Für die Zukunft bleibt das Ziel klar. „Ein weiterer Sieg wäre ein Traum. Mein Vater hat viermal gewonnen. Mir fehlen also noch drei Erfolge, um mit ihm gleichzuziehen. Dafür bleiben nicht mehr unendlich viele Jahre. Ein Sieg mit Mercedes-AMG würde mir sehr viel bedeuten“, erklärte Martin.

 

Ob ihm ausgerechnet bei seinem 20. Start der zweite Gesamtsieg gelingt, entscheidet sich am kommenden Rennwochenende auf dem Circuit de Spa-Francorchamps.

 

 

Text: SRO Pressemeldung

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