
Es gibt Rennen, die eine Saison prägen. Und es gibt Rennen, die für ein Team mehr sind als nur ein Höhepunkt im Kalender. Für ROWE RACING gehören die 24 Stunden von Spa seit vielen Jahren in diese zweite Kategorie. Wenn am kommenden Wochenende auf dem Circuit de Spa‑Francorchamps der Saisonhöhepunkt der GT World Challenge Europe ausgetragen wird, reist die Mannschaft aus St. Ingbert erneut mit einer besonderen Geschichte, klaren Ambitionen und viel Rückenwind in die belgischen Ardennen.
Kaum ein Team hat den GT‑Klassiker in Spa in den vergangenen Jahren so stark geprägt wie ROWE RACING. Fünfmal stand die Mannschaft in den letzten zehn Jahren auf dem Gesamtpodium – so häufig wie kein anderes Team. Zu den drei Gesamtsiegen in den Jahren 2016, 2020 und 2023 und den zweiten Plätzen 2018 und 2019 kommen noch weitere Top‑10‑Ergebnisse. Diese Bilanz hat ROWE RACING den Ruf als Spa-Spezialist eingebracht. 2026 soll dieser Ruf erneut bestätigt werden.
Nach zwei Jahren, in denen das Podium knapp verpasst wurde beziehungsweise ein Fahrzeug kurz vor Rennende auf Podestkurs ausfiel, ist das Ziel klar: ROWE RACING will zurück auf die große Bühne von Spa. Der dritte Platz bei den 24h Nürburgring, die ebenso wie die 24 Stunden von Spa zur Intercontinental GT Challenge zählen, gibt dem Team zusätzlichen Rückenwind für den zweiten großen Langstreckenklassiker innerhalb weniger Wochen. Im #98 BMW M4 GT3 EVO treten Augusto Farfus, Jake Dennis und Raffaele Marciello mit dem Anspruch an, im Kampf um den Gesamtsieg eine wichtige Rolle zu spielen. Zugleich bietet das Rennen die Möglichkeit, die Position in der Fahrer- und Teamwertung des GT World Challenge Europe Endurance Cup weiter zu verbessern. Marciello weiß bereits, wie sich ein Spa‑Sieg anfühlt: Der Schweizer gewann den Langstreckenklassiker 2022. Für Farfus und Dennis wäre ein Gesamterfolg in den Ardennen eine Premiere.
Auch das Schwesterauto mit der #998 kommt mit berechtigten Ambitionen nach Spa. Jens Klingmann, der Belgier Ugo de Wilde bei seinem Heimspiel und Tim Tramnitz wollen nach zwei dritten Plätzen in den ersten beiden Saisonrennen in Le Castellet und Monza auch beim Saisonhöhepunkt im Gold Cup um die vorderen Positionen kämpfen. De Wilde stand bei seinem Spa‑Debüt 2024 bereits als Zweiter auf dem Podium. Klingmann war 2018 Teil der ROWE RACING Crew, die in Spa den zweiten Gesamtrang einfuhr.
Der Circuit de Spa‑Francorchamps zählt zu den großen Prüfsteinen im internationalen GT‑Sport. La Source, Eau Rouge/Raidillon und Blanchimont gehören zu den berühmtesten Streckenabschnitten der Welt. Mit 7,004 Kilometern ist die Formel‑1‑Strecke in den belgischen Ardennen die längste im Kalender der GT World Challenge Europe – und eine der anspruchsvollsten. Die Kombination aus hohen Geschwindigkeiten, starken Höhenunterschieden, wechselhaften Bedingungen und minimaler Fehlertoleranz macht Spa zu einem Rennen, in dem reine Pace allein nicht reicht. Entscheidend wird sein, über 24 Stunden sauber zu arbeiten, Risiken richtig einzuschätzen und in den vielen strategischen Schlüsselphasen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Klassische Kiesbetten lassen an vielen Stellen kaum Raum für Fehler. Hinzu kommt das Risiko von Reifenschäden auf den teils scharfkantigen Randsteinen. Full-course-yellow-Phasen und Safety-Car-Einsätze können den Rennverlauf jederzeit verändern und die ohnehin komplexe Strategie zusätzlich beeinflussen.
Die Rennwoche beginnt am Dienstag, 23. Juni, um 14.40 Uhr mit einer zweistündigen Testsession. Am Mittwochabend folgt die traditionelle Parade der Fahrzeuge von der Rennstrecke ins Zentrum von Spa. Dort stehen eine Autogrammstunde und das Fahrerbriefing auf dem Programm, bevor der Tross zurück an die Strecke fährt.
Am Donnerstag, 25. Juni, wird es für Teams und Fahrer besonders arbeitsintensiv. Das erste Freie Training findet von 10.10 bis 11.40 Uhr statt, das zweite Freie Training folgt von 16.10 bis 17.10 Uhr. Zwischen 19.45 und 21.35 Uhr absolvieren die Fahrer das Qualifying, bevor von 21.55 bis 23.25 Uhr das Nachttraining ansteht. Am Freitag, 26. Juni, kämpfen ab 15.05 Uhr die 20 schnellsten Fahrzeuge des Qualifyings in der Superpole im Einzelzeitfahren um die Pole Position, den ROWE Pole Position Award und die endgültige Startaufstellung. Der Start zu den 24 Stunden von Spa erfolgt am Samstag, 27. Juni, um 16.30 Uhr.
Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Kaum ein Rennen ist für ROWE RACING so eng mit Erfolg verbunden wie die 24 Stunden von Spa. Drei Siege und zwei zweite Plätze in den vergangenen zehn Jahren sprechen eine klare Sprache und zeigen, dass wir dort wissen, worauf es ankommt. Gleichzeitig haben uns die beiden vergangenen Ausgaben auch gezeigt, wie schmal der Grat bei diesem Rennen ist: Zweimal waren wir nah an einem weiteren Top-Ergebnis, zweimal hat am Ende nicht viel gefehlt. Nach dem Podium beim Intercontinental‑GT‑Rennen auf dem Nürburgring gehen wir mit Rückenwind nach Spa. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen mit beiden Fahrzeugen in der Spitzengruppe mitfahren und um Podiumsplätze kämpfen. Während die 24 Stunden auf dem Nürburgring für die Fahrer aufgrund der Strecke, des Verkehrs und der großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Klassen eine extreme Herausforderung sind, fordert Spa vor allem das Team in jeder einzelnen Position. Strategie, Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Präzision müssen über 24 Stunden hinweg auf höchstem Niveau stimmen. Genau für solche Rennen arbeiten wir. Genau diese Herausforderungen lieben wir im Motorsport.““
Augusto Farfus (#98 BMW M4 GT3 EVO, ROWE RACING): „Spa ist immer etwas Besonderes. Es wird das letzte 24-Stunden-Rennen des Jahres 2026 sein. Wir waren immer sehr konkurrenzfähig. Im vorigen Jahr waren wir ganz nah am Podium, aber dann hat es für uns nicht ganz gereicht. Derzeit sind wir in der GT World Challenge in der Meisterschaft sehr gut unterwegs. Daher ist Spa ein wichtiger Lauf für die Punktewertung. Wir müssen uns also auf das Rennen konzentrieren, aber auch darauf, gute Punkte für die Meisterschaft zu holen.“
Tim Tramnitz (#998 BMW M4 GT3 EVO, ROWE RACING): „Es wird mein erstes 24-Stunden-Rennen. Allein diese Erfahrung wird für mich sehr wertvoll sein, und es wird sicher auch viel Spaß machen. Ich freue mich unheimlich auf das Wochenende. Mit Ugo und vor allem Jens habe ich auch zwei Teamkollegen neben mir, die mir echt viel mitgeben können und mich gut unterstützen, auch was die Vorbereitung angeht. Ich habe mir viele Onboard-Videos angeschaut, auch die Rennen der letzten Jahre, um mich so gut wie möglich auf das für mich größte Rennen des Jahres vorzubereiten. Das ist definitiv mein Saisonhighlight.“
Text: Rowe Racing Pressemitteilung











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