
Das dritte DTM-Wochenende der Saison 2026 auf dem Lausitzring bescherte Emil Frey Racing ein Wochenende der Gegensätze – und am Ende einen grossen Erfolg. Das von extremer Hitze und einem plötzlichen Wolkenbruch geprägte erste Rennen am Samstag endete für Thierry Vermeulen enttäuschend, nachdem eine nachträgliche Strafe ihn um wichtige Punkte brachte. Am Sonntag drehte das Team den Spiess jedoch um: Matteo Cairoli kämpfte sich im #14 Ferrari 296 GT3 Evo zu seinem zweiten Saisonsieg und übernahm damit die Führung in der DTM-Fahrerwertung. Thierry Vermeulen rundete das Wochenende mit Platz 14 im zweiten Rennen ab. Vor rund 56.000 Zuschauern in der Niederlausitz präsentierte sich Emil Frey Racing auch dank seiner erneut guten Boxenstopp-Arbeit von seiner starken Seite.
Rennen 1 – Samstag, 20. Juni 2026
Das Qualifying zum ersten der beiden DTM-Rennen am Lausitzring fand unter extremer Hitze statt. Matteo Cairoli sicherte sich Startplatz 7, Thierry Vermeulen ging von Position 13 ins Rennen. Kurz vor dem Start setzte heftiger Regen ein und verwandelte den Lausitzring in eine anspruchsvolle Regenschlacht – Fahrer und Fahrzeuge wurden bereits in der Startaufstellung ordentlich nass. Das Rennen startete daher mit leichter Verspätung und zunächst zwei Runden hinter dem Safety Car. Matteo Cairoli, der mit Regenreifen auf dem #14 Ferrari 296 GT3 Evo startete, arbeitete sich früh nach vorne und lag zwischenzeitlich auf Platz 6, ehe ein weiterer Safety-Car-Einsatz – ausgelöst durch einen im Kiesbett steckengebliebenen Porsche – das Renngeschehen erneut unterbrach. Die Renndistanz wurde daraufhin auf 55 Minuten plus drei Runden neu festgelegt. Beim Re-Start konnte sich Matteo Cairoli bis auf den dritten Rang vorarbeiten. Der Sieger aus Zandvoort, Matteo Cairoli, kam mit den ersten früh an die Box und wurde in 6,5 Sekunden abgefertigt. Thierry Vermeulen hingegen blieb bis zur letzten Chance auf der Rennstrecke: Der Undercut funktionierte und der #69 Ferrari von Thierry Vermeulen lag auf einem guten sechsten Platz. In den Schlussminuten geriet Thierry Vermeulen zunehmend unter Druck von gleich zwei Mercedes-AMG-Piloten, Lucas Auer (#22) und Jules Gounon (#48), verteidigte seine Position jedoch erfolgreich und kam als Siebter über die Ziellinie. Eine nachträglich verordnetet Strafe versetzte den Niederländer allerdings auf Platz 13. Matteo Cairoli erzielte mit Platz 8 weitere Punkte in der Meisterschaftswertung.
Rennen 2 – Sonntag, 21. Juni 2026
Auch das Qualifying zum zweiten Rennen am Lausitzring fand bei erneut grosser Hitze statt. Matteo Cairoli sicherte sich mit Startplatz 2 einen Rang in der ersten Reihe, während Teamkollege Thierry Vermeulen von Position 15 aus ins Rennen ging. Nach dem Start behielten beide Piloten ihre Positionen, doch nach der zweiten Runde sorgten Teile auf der Strecke für eine Safety-Car-Phase. Nach dem Restart lieferte sich Matteo Cairoli ein enges Duell um Platz 2 mit Nicki Thiims Aston Martin (#7), während sich Thierry Vermeulen sukzessive nach vorne arbeitete. In der ersten Boxenstopp-Phase war Matteo Cairoli einer der Ersten, die an die Box kamen, kurz darauf folgte Thierry Vermeulen – der bis dato Führende Arjun Maini blieb am längsten draussen. Der Pilot des #14 Ferrari setzte nach seinem Stopp die schnellste Rennrunde und übernahm nach Abschluss der Stoppserie die Führung - nachdem die Emil Frey Racing Mannschaft mit einem Stopp von 7,1 Sekunden erneut deutlich schneller war als Maini mit einer Standzeit von 9,3 Sekunden. Schärfster Verfolger an der Spitze blieb dennoch der Ford-Pilot Maini, der sich auf Platz 2 hauchdünn an Matteo Cairoli heranarbeitete. Als es in die zweite Boxenstopp-Runde ging, kam erneut zuerst Thierry Vermeulen herein. Nach einer wiederholt guten Boxenstopp-Arbeit der Emil Frey Racing Mannschaft konnte Matteo Cairoli mit komfortablem Abstand die Führung behaupten. Der Vorsprung des Italieners im #14 Ferrari von 2,5 Sekunden schmolz in der Schlussphase jedoch zusehends: Nicki Thiim war auf seinen frischeren Reifen – Matteo Cairolis Satz war zu diesem Zeitpunkt rund zehn Runden älter – spürbar schneller. Am Ende behielt Matteo Cairoli jedoch die Oberhand und feierte seinen zweiten Saisonsieg, mit dem er zugleich die Führung in der Fahrerwertung übernahm – und das trotz der extremen Hitze ganz ohne einen Schluck zu trinken. Thierry Vermeulen beendete das Rennen auf Platz 14.
TEAMSTIMMEN - Emil Frey Racing
Lorenz Frey-Hilti, Team Principal
„Was für ein Abschluss zu diesem Hitzeschlacht-Wochenende. Die Aston Martin und Fords waren extrem stark, aber Matteo Cairoli konnte nach einem starken Kampf noch als erster über die Ziellinie fahren. Thierry Vermeulen hatte etwas Pech an diesem Wochenende - wenn man in der DTM im Qualifying zu weit hinten landet, dann ist das sehr schwierig im Rennen. Dann kam noch die Strafe am Samstag nach dem Rennen hinzu, die das gute Punkteergebnis zu Nichte machte. Aber wir sind sehr zufrieden und blicken gespannt auf den Norisring, wo wir versuchen werden, gut vorbereitet wieder anzugreifen.“
Jürg Flach, Technischer Direktor
„Am Samstag startete Thierry Vermeulen bei Nässe auf Slicks und daher hatte er für heute keinen neuen Reifen übrig. Das Qualifying ist bei ihm leider nicht wunschgemäss verlaufen, so war es von Startplatz 15 und der Hitze sehr schwierig! Ich bin sehr glücklich, dass wir heute mit Matteo Cairoli, einer guten Strategie und einem guten Setup ein sensationelles Resultat einfahren konnten!“
Matteo Cairoli (Italien)
„Es war ein wirklich intensives Rennen – ich denke das intensivste auch bezüglich des Druckes der Gegner, das ich bislang hatte. Der Zweikampf mit Nicki Thiim war wirklich toll, aber ab einem Punkt dachte ich, alles arbeitet gegen mich: die Temperatur im Auto, die Bremsen, alles! Ich gab alles, um keine Fehler zu machen und wir wurden dann mit dem zweiten Sieg in diesem Jahr belohnt, was dem ganzen Team noch mal zusätzlich Motivation gibt.“
Thierry Vermeulen (Niederlande)
„Wir hatten das ganze Wochenende ein wirklich gutes Auto und am Samstag machten wir einen grossen Sprung mit einer starken Strategie auf den Slicks. Jedoch bekam ich nachträglich noch eine Strafe wegen einem Kontakt während des Rennens und verlor viele Punkte. Das Auto war am Sonntag im Qualifying gut, aber meine Performance war nicht da - bei den engen Abständen landet man dann einfach weit hinten. Glückwunsch an das Team und an Matteo für den starken Sieg. Das zeigt einfach, dass die ganze harte Arbeit sich auszahlt und wir auf einem sehr guten Weg sind.“
Text: Emil Frey Racing Pressemitteilung











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