
Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie startet in die zweite Saisonhälfte. Am kommenden Samstag (20. Juni) steht auf der legendären Nordschleife die 1. ADAC Eifel Trophy auf dem Programm. Ein Blick in die vorläufige Teilnehmerliste verspricht ein abwechslungsreiches Feld, das von internationalen Top-Piloten über ambitionierte Neulinge bis hin zu einer starken GT3-Präsenz reicht. Tickets gibt es ab 25 Euro unter VLN.de/tickets. Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer nicht vor Ort ist, kann den Renntag im kostenlosen Livestream auf VLN.de verfolgen.
Von Le Mans direkt in die Grüne Hölle: Kobayashi und Frijns greifen an
Nur eine Woche nach seinem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans wechselt Kamui Kobayashi von der Sarthe direkt auf die Nordschleife. Getreu dem Motto ‚Erst die Arbeit, dann das Vergnügen‘ greift der japanische Spitzenfahrer in der Eifel an. Kobayashi pilotiert den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 für das Team KCMG in der Klasse SP9 PRO. „Le Mans und die Grüne Hölle, das sind zwei vollkommen unterschiedliche Herausforderungen. Nach dem grandiosen Sieg freue ich mich jetzt darauf, nach einer tollen Erfahrung bei NLS3 wieder mit KCMG an den Start zu gehen“, sagt Kobayashi. „Mein Ziel ist es, mich auf der Nordschleife im GT3-Fahrzeug weiter zu verbessern. Das ist eine weitere großartige Gelegenheit, meinen Lernprozess auf dieser legendären Rennstrecke fortzusetzen. Mit einer rein japanischen Fahrerbesatzung sind wir zuversichtlich, dass wir einen erfolgreichen Renntag erleben werden.“ In Le Mans musste sich Robin Frijns auf Platz zwei Sieger Kobayashi geschlagen geben, in der Grünen Hölle kommt es jetzt zur Revanche. Der Niederländer pilotiert den BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport.
Nordschleifen-Debüts für Scott Speed und Tim Tramnitz
Neben Kobayashi bereichern weitere namhafte Piloten das Starterfeld und geben ihr Debüt in der NLS. Der ehemalige Formel-1- und Nascar-Fahrer Scott Speed startet für Mühlner Motorsport im Porsche 718 Cayman GT4 CS mit der Startnummer 999 in der Klasse CUP3. Ebenfalls neu ist Tim Tramnitz. Der deutsche Nachwuchsfahrer, der in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich in der FIA-Formel-3-Meisterschaft antrat und Mitglied des Red Bull Racing Nachwuchsteams war, ist seit diesem Jahr BMW-Werksfahrer. Er pilotiert den BMW M240i Racing Cup mit der Startnummer 651 für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels mit dem Ziel, die notwendigen Runden für seine Nordschleifen-Permit zu absolvieren. „Für mich als deutschen Fahrer ist das anstehende NLS-Debüt einfach eine riesige Sache. Zusammen mit BMW jetzt die Permit zu machen und hoffentlich bald im GT3 an den Start zu gehen, ist für mich ein absoluter Kindheitstraum“, sagt Tramnitz. „Jeder deutsche Motorsportler verbindet Rennsport einfach mit der Nordschleife – deshalb freue ich mich sehr darauf. Langfristig ist das Ziel ganz klar: Irgendwann im GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring um den Sieg mitzukämpfen!“
Volles GT3-Haus: Neue Fahrzeuge und AT-Premiere für équipe vitesse
Auch nach dem 24-Stunden-Rennen bleibt die Top-Klasse stark besetzt, sodass rund 20 GT3-Autos am Samstag die Startaufstellung bereichern. Auffällig ist dabei der Zuwachs an neuen Fahrzeugen in den AM- und Alternativ-Klassen. Zu den neuen Nennungen gehören der Audi R8 mit der Startnummer 6 von Pierre Lemmerz und Alexander Kroker (SP9 AM) sowie der Audi R8 LMS GT3 von Max Kruse Racing mit der Startnummer 11 in der Klasse AT 1. Ebenfalls neu in der AT 1 ist der zweite von der équipe vitesse eingesetzte Audi R8 LMS GT3 mit der Startnummer 18. Das Team stockt sein Programm auf und betreibt diesen GT3-Boliden mit umweltschonendem Racing eFuel 98 E10. Im Cockpit nimmt die erfahrene Rennfahrerin Carrie Schreiner gemeinsam mit Andreas Ziegler und Roland Froese Platz. Teamchefin Jil Herbst betont: „Der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen für die Zukunft des Motorsports ist uns ein großes Anliegen. Wir freuen uns sehr über diese hochkarätige Fahrerpaarung, die sich aus langjährigen Kontakten und unserem gemeinsamen Ziel der Frauenförderung im Rennsport ergeben hat.“ Der bekannte Schwesterwagen des Teams mit der Startnummer 50 tritt wie gewohnt in der Klasse SP9 AM an.
Neuer Anlauf: Mario Fuchs greift wieder an
Seinen zweiten Versuch in der NLS nimmt Mario Fuchs in Angriff, nachdem er im Vorjahr bei seinem Debüt noch vorzeitig durch einen technischen Defekt gestoppt wurde. Gemeinsam mit Eugen Weber und Axel Duffner bringt er den Mitsubishi Lancer CT9A mit der Startnummer 333 in der Klasse SP3T an den Start, mit dem er kürzlich das RCN-Rennen im Rahmen des 24-Stunden-Rennens gewinnen konnte. Fuchs blickt optimistisch auf das bevorstehende Rennwochenende: „Der Start war eigentlich schon länger geplant, aber durch Terminüberschneidungen, die Vorbereitungen auf das 24h-Rennen und die speziellen technischen Zusatzbestimmungen hat es erst jetzt geklappt. Unser Mitsubishi ist extrem wartungsintensiv, weshalb eine komplette Saison finanziell leider nicht machbar ist. Aber die fantastische Zuschauerkulisse, die vielen Fan-Anfragen und die tolle Organisation der NLS haben uns einfach gepackt. Zudem haben Eugen Weber und Axel Duffner enormen Druck gemacht, dass wir dieses Projekt endlich umsetzen. Wir freuen uns riesig und hoffen auf ein langes, erfolgreiches Rennen.“
Abwechslungsreiches Rahmenprogramm rund um den Ring
Das Rennwochenende bietet zudem ein vielseitiges Programm abseits der Nordschleife. Im Historischen Fahrerlager startet ab 10:00 Uhr die zweite Veranstaltung der NLS Jugend-Kart-Meisterschaft 2026, bei dem Nachwuchsfahrer im E-Kart durch die Pylonen wedeln. Gleichzeitig zeigen die Nachwuchsfahrer des ADAC Slalom Youngster Cup (ADAC Mittelrhein) auf dem Hubschrauberlandeplatz im Fahrerlager sportliche Präzision auf dem Asphalt. Im Bereich der alten Südschleife gastiert zudem der ADAC Clubsport Rallyesprint Cup der Region Mitte mit den Wertungsläufen drei und vier, bei dem junge Motorsport-Talente im engen Teamwork eine spektakuläre Wertungsprüfung auf wechselndem Untergrund absolvieren. Aber nicht nur Motorsport ist angesagt: In der ring°arena finden parallel die ‚STAGE National Championships‘ im Cheerleading statt.
Tickets für das Rennwochenende kosten 25 Euro (Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung.
Das Zeittraining zur Ermittlung der Startplätze findet am Samstagmorgen von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Das vierstündige Langstreckenrennen wird pünktlich um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream auf VLN.de ein oder verfolgt das Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.
Text: NLS Pressemeldung











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