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TOYOTA FEIERT SECHSTEN GESAMTSIEG BEI DEN 24 STUNDEN VON LE MANS

Bild: Martin Bormann
Bild: Martin Bormann

Toyota Racing hat die 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans mit einer fehlerfreien Strategie gewonnen und damit den ersten Gesamtsieg seit 2022 eingefahren. Für den japanischen Hersteller ist es bereits der sechste Triumph an der Sarthe. Damit zieht Toyota in der ewigen Siegerliste mit Bentley gleich.

 

Vor Hunderttausenden Zuschauern an der Strecke und Millionen Fans weltweit sicherten sich Kamui Kobayashi, Mike Conway und Nyck de Vries im Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer sieben den Gesamtsieg. Nach einem packenden Vierkampf bis in die Schlussphase verwiesen sie den BMW M Hybrid V8 mit der Nummer 20, den Schwester-Toyota mit der Nummer acht sowie den Cadillac V-Series.R mit der Nummer zwölf auf die weiteren Plätze.

 

Für Kobayashi war es der zweite Le-Mans-Gesamtsieg. Mike Conway feierte ebenfalls seinen zweiten Triumph an der Sarthe. Nyck de Vries schrieb Motorsportgeschichte und bescherte den Niederlanden den ersten Le-Mans-Gesamtsieg seit 38 Jahren.

BMW belohnt starke Aufholjagd mit Platz zwei

 

Lange deutete alles auf einen Toyota-Doppelsieg hin. Doch BMW M Team WRT gab nie auf und kämpfte sich bis auf Rang zwei nach vorne.

 

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Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde sicherten sich mit der Nummer 20 nicht nur den zweiten Gesamtrang, sondern auch wichtige Punkte für die FIA WEC-Gesamtwertung.

 

Toyota musste sich mit Platz drei für die Nummer acht begnügen. Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa verloren durch kleinere Fehler und einige strategische Rückschläge die Chance auf den Gesamtsieg.

 

Cadillac verpasste den großen Wurf zwar erneut, hinterließ mit Platz vier aber einen starken Eindruck. Louis Delétraz, Will Stevens und Norman Nato gehörten über die gesamte Rennwoche zu den Hauptdarstellern und bestätigten das Potenzial des amerikanischen Herstellers.

 

Inter Europol Competition gewinnt die LMP2-Klasse

In der LMP2-Kategorie setzte sich Inter Europol Competition durch.

Jakub Smiechowski, Tom Dillmann und Nicholas Yelloly gewannen im Oreca 07-Gibson mit der Startnummer 43 das vorletzte Le-Mans-Rennen für die aktuelle LMP2-Generation.

Lange sah das Duqueine Team wie der sichere Sieger aus. Ein Ausritt ins Kiesbett und später ein Defekt in der Schlussphase warfen die Mannschaft jedoch entscheidend zurück. Auch Forestier Racing by Panis mischte bis zum Ende im Kampf um den Klassensieg mit.

 

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Corvette kehrt an die Spitze der LMGT3 zurück

In der LMGT3-Klasse feierte TF Sport mit der gelben Corvette Z06 LMGT3.R den Klassensieg.

 

Ben Keating, Jonny Edgar und Nicky Catsburg setzten sich nach einer starken Nachtleistung durch und brachten Corvette zurück auf die oberste Stufe des Podiums in Le Mans.

 

Akkodis ASP Team sorgte mit Platz zwei für das erste Le-Mans-Podium von Lexus in der GT-Kategorie. Der Aston Martin Vantage AMR LMGT3 von Heart of Racing komplettierte als Dritter das Podium.

 

So entwickelte sich das Rennen

Bereits in den ersten Rennstunden zeigte Toyota seine Strategie. Durch frühe Boxenstopps und freie Fahrt arbeitete sich der Hersteller nach vorne und kontrollierte zeitweise das Geschehen.

 

Ferrari blieb zunächst im Rennen um den vierten Le-Mans-Sieg in Folge, während BMW seine starke Form von der Pole-Position bestätigte. Cadillac hielt sich zunächst im Hintergrund, blieb aber stets in Schlagdistanz.

 

Mit Einbruch der Dunkelheit entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Toyota, BMW und Cadillac. Die beiden Cadillac von Hertz Team JOTA arbeiteten sich kontinuierlich nach vorne, während Ferrari durch mehrere Probleme zurückfiel.

 

Am Morgen schien der Cadillac mit der Nummer zwölf das Rennen unter Kontrolle zu haben. Doch eine Durchfahrtsstrafe nach einem Verstoß während einer Full-Course-Yellow-Phase kostete die Führung und brachte Toyota sowie BMW zurück ins Spiel.

BMW übernahm zwischenzeitlich die Spitze, verlor jedoch durch einen Ausritt von Robin Frijns bei der Einfahrt zur Boxengasse wertvolle Zeit.

 

Toyota nutzte die Gelegenheit. Kamui Kobayashi führte die Nummer sieben wieder an die Spitze und kontrollierte das Rennen in der Schlussphase. Trotz aller Gegenwehr von BMW ließ sich Toyota den Sieg nicht mehr nehmen.

 

Rückschläge für Genesis, Ferrari und Duqueine

Genesis Magma Racing musste bei seinem Le-Mans-Debüt einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Die Nummer 17 von André Lotterer, Luis Felipe Derani und Mathys Jaubert fiel nach einem Aufhängungsschaden aus.

 

Ferrari verlor die Nummer 50 durch technische Probleme und musste die Hoffnungen auf die Nummer 51 sowie die privat eingesetzte Nummer 83 verlagern.

In der LMP2-Klasse erlitt Duqueine Team kurz vor Schluss einen Defekt und verlor damit die Führung. Inter Europol Competition nutzte die Chance konsequent.

 

Drama auch in der LMGT3-Klasse

Die LMGT3-Kategorie blieb bis zum Ende spannend.

Eine Safety-Car-Phase nach dem schweren Unfall von Ayhancan Güven im Manthey-Porsche mit der Nummer 91 rückte das Feld noch einmal eng zusammen. Corvette verteidigte jedoch die Führung und brachte den Klassensieg ins Ziel.

 

Endstand der 94. 24 Stunden von Le Mans

Gesamtwertung

Toyota GR010 Hybrid #7 – Toyota Gazoo Racing – Mike Conway / Kamui Kobayashi / Nyck de Vries – 381 Runden

BMW M Hybrid V8 #20 – BMW M Team WRT – Robin Frijns / René Rast / Sheldon van der Linde +10,913 Sekunden

Toyota GR010 Hybrid #8 – Toyota Gazoo Racing – Sébastien Buemi / Brendon Hartley / Ryo Hirakawa +20,417 Sekunden

Cadillac V-Series.R #12 – Cadillac Hertz Team JOTA +32,381 Sekunden

Ferrari 499P #51 – Ferrari AF Corse +2:22,423 Minuten

 

Klassensieger

LMP2: Oreca 07-Gibson #43 – Inter Europol Competition – Jakub Smiechowski / Tom Dillmann / Nicholas Yelloly – 361 Runden

LMGT3: Corvette Z06 LMGT3.R #33 – TF Sport – Ben Keating / Jonny Edgar / Nicky Catsburg – 336 Runden

Schnellste Rennrunde

Ryo Hirakawa (Toyota GR010 Hybrid #8) – 3:25,041 Minuten auf Runde 306

 

Ausfälle

Oreca 07-Gibson #30 – Duqueine Team

Ferrari 499P #50 – Ferrari AF Corse

Porsche 911 GT3 R LMGT3 #91 – Manthey DK Engineering

Genesis GMR-001 Hypercar #17 – Genesis Magma Racing

Ford Mustang LMGT3 #77 – Proton Competition

Cadillac V-Series.R #38 – Cadillac Hertz Team JOTA

Mercedes-AMG LMGT3 #79 – Iron Lynx

Ferrari 296 LMGT3 Evo #54 – Vista AF Corse

Mercedes-AMG LMGT3 #61 – Iron Lynx

 

Corvette Z06 LMGT3.R #13 – Thirteen Autosport

 

Text: ACO Pressemeldung

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