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Acht-Stunden-Zusammenfassung: Vierkampf um die Spitze geht in die Nacht von Le Mans

Bild: Martin Bormann
Bild: Martin Bormann

Toyota, BMW und Cadillac bestimmen nach acht Rennstunden das Geschehen an der Spitze der 24 Stunden von Le Mans 2026. Während Toyota und BMW jeweils nur noch ein Fahrzeug im Kampf um den Gesamtsieg haben, hält Cadillac mit zwei Autos alle Trümpfe in der Hand. Kurz vor Mitternacht lagen die ersten vier Fahrzeuge lediglich 45 Sekunden auseinander, ehe die erste Safety-Car-Phase des Rennens das Feld wieder zusammenführte.

 

Cadillac erhöht den Druck auf Toyota und BMW

Toyota setzte seinen ungewöhnlichen Strategieansatz aus der Anfangsphase erfolgreich fort. Die Startnummer acht von Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryo Hirakawa arbeitete sich von Startplatz 15 an die Spitze vor und behauptete sich auch während der verschiedenen Boxenstopp-Zyklen konstant in der Führungsgruppe.

 

BMW reagierte und passte seine Strategie zunehmend an die des Toyota an. Gegen Ende der achten Rennstunde lieferten sich der Toyota GR010 Hybrid und der BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 20 ein direktes Duell um die Führung. Um 23:00 Uhr Ortszeit trennten beide Fahrzeuge lediglich wenige Zehntelsekunden.

 

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Toyota zeigte Vorteile in den langsamen Kurven, während BMW auf den schnellen Abschnitten Zeit gutmachen konnte. Nach einem weiteren Boxenstopp-Zyklus behauptete Toyota die Führung, da die Mannschaft weniger Energie nachfüllte und dadurch kürzer stand.

 

Im Hintergrund lauerten die beiden Cadillac V-Series.R von Hertz Team JOTA. Besonders die Startnummer 38 mit Earl Bamber, Jack Aitken und Sébastien Bourdais präsentierte sich äußerst stark. Nachdem das Team früher als im Vorjahr auf die weichere Reifenmischung gewechselt hatte, setzte Bamber in Runde 123 mit 3:26,370 Minuten die bis dahin schnellste Rennrunde.

 

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Während die Nummer 38 den Toyota unter Druck setzte, hielt die Schwesterwagen mit der Nummer zwölf den BMW permanent in Reichweite. Als kurz vor Ablauf der achten Stunde das erste Safety Car ausrückte, nutzten alle Spitzenteams die Gelegenheit für einen weiteren Boxenstopp.

 

Rückschlag für BMW

Für die Pole-Setter von BMW verlief die Dunkelheit nicht ohne Probleme. Die Startnummer 20 geriet nach einer Berührung mit einem LMP2-Fahrzeug in Schwierigkeiten. Dabei löste sich ein Reifen von der Felge, wodurch der BMW stark an Tempo verlor und eine komplette Runde über den 13,626 Kilometer langen Kurs zurück zur Box schleichen musste.

 

Wenig später verschwand das Fahrzeug erneut in der Garage, wo die Mannschaft umfangreiche Reparaturen durchführte. Trotz des Zeitverlustes blieb der BMW in Schlagdistanz zur Spitze.

 

Ferrari arbeitet sich nach vorne

Ferrari verkürzt den Rückstand langsam, benötigt aber weiterhin Hilfe durch Zwischenfälle der Konkurrenz. Die Startnummer 50 von AF Corse liegt auf Rang sechs, während sich die Nummer 51 nach einer früheren Durchfahrtsstrafe wegen einer Kollision mit einem LMP2-Fahrzeug wieder nach vorne kämpft.

Die Vorjahressieger von AF Corse mit der Nummer 83 zeigten nach schwierigen Trainings eine starke Aufholjagd und verbesserten sich auf Rang neun. Dahinter folgen die beiden Genesis-Hypercars.

 

Auch die zweite Toyota-Startnummer sieben arbeitet sich trotz eines schwierigen Rennbeginns zunehmend in die Top Ten vor.

 

Für Aston Martin verläuft das Rennen bislang weniger erfolgreich. Die beiden Valkyrie-Hypercars liegen lediglich auf den Positionen zwölf und 15.

 

Duqueine behauptet Führung in der LMP2-Klasse

In der LMP2-Kategorie verteidigte das Duqueine Team die Spitzenposition bis in die Nachtstunden. Forestier Racing by Panis und die beiden Fahrzeuge von Inter Europol Competition hielten den Druck aufrecht, wobei die polnische Mannschaft auf längere Stints setzte.

 

Nächster Verfolger bleibt die Startnummer 343 von Inter Europol Competition. Dahinter schob sich Vector Sport auf Podiumskurs vor CLX Motorsport und Forestier Racing by Panis.

 

Heart of Racing übernimmt die LMGT3-Spitze

Die erste Safety-Car-Phase wurde durch einen Zwischenfall in der LMGT3-Klasse ausgelöst. Die Ferrari 296 LMGT3 Evo mit der Startnummer 54 kollidierte nach einem Duell mit einem Ford Mustang. Das Ferrari-Fahrzeug drehte sich anschließend im Bereich vor Tertre Rouge ins Kiesbett und musste geborgen werden.

 

Von dieser Situation profitierte Heart of Racing. Das Team kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen Rückfall zurück an die Spitze der LMGT3-Kategorie. Die Aston Martin Vantage AMR mit der Nummer 27 führt vor dem Ferrari von Kessel Racing mit der Startnummer 74 und dem Vista-AF-Corse-Ferrari mit der Nummer 21.

 

Für Aufsehen sorgt außerdem Proton Competition. Die Ford Mustang LMGT3 mit der Nummer 77 arbeitete sich unauffällig durch das Feld und zählt inzwischen zu den Kandidaten für einen Podestplatz.

 

Stand nach acht Stunden

Hypercar

Toyota GR010 Hybrid #8 – 129 Runden

BMW M Hybrid V8 #20 +2:17,750 Minuten

Cadillac V-Series.R #12 +2:19,797 Minuten

Cadillac V-Series.R #38 +2:22,089 Minuten

Ferrari 499P #50 +4:04,001 Minuten

 

LMP2

Oreca 07-Gibson #30 Duqueine Team

 

LMGT3

Aston Martin Vantage AMR LMGT3 #27 Heart of Racing

 

Ausfälle

Corvette Z06 LMGT3.R #13 Thirteen Autosport (Orey Fidani, Lars Kern, Matthew Bell) – Technischer Defekt

 

Mercedes-AMG LMGT3 #61 Iron Lynx (Martin Berry, Rui Andrade, Maxime Martin) – Aufhängungsschaden

 

Text: ACO Pressemeldung

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