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20-Stunden-Zusammenfassung: BMW, Cadillac und Toyota liefern sich packenden Dreikampf um den Sieg

Bild: Martin Bormann
Bild: Martin Bormann

Vier Stunden vor Rennende der 94. 24 Stunden von Le Mans spitzt sich der Kampf um den Gesamtsieg dramatisch zu. Cadillac, BMW und Toyota liegen innerhalb von weniger als zehn Sekunden und machen den Erfolg unter sich aus. Während Cadillac trotz eines Rückschlags die Führung behauptet, drängen beide Toyota auf die Spitze und BMW bleibt mit einem schnellen Rennwagen in Schlagdistanz.

 

Cadillac verliert Vorteil, bleibt aber vorn

Seit der letzten Rennzusammenfassung musste Cadillac einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Die führende Startnummer zwölf von Cadillac Hertz Team JOTA wurde während einer Full-Course-Yellow-Phase wegen zu hoher Geschwindigkeit mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.

 

Da gleichzeitig ein regulärer Tankstopp anstand, verlor das Team wertvolle Zeit und brachte die Konkurrenz wieder ins Spiel. Zunächst zog der BMW M Hybrid V8 mit der Nummer 20 vorbei. Wenig später tauchte auch die Toyota Nummer acht im Rückspiegel des Cadillac auf.

 

Brendon Hartley nutzte die bessere Traktion seines Toyota auf den schnellen Passagen und setzte sich kurz vor Indianapolis gegen den Cadillac durch. Das Rennen schien plötzlich wieder völlig offen.

 

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Toyota greift mit beiden Fahrzeugen an

Beim folgenden Boxenstopp kontrollierte Toyota vorsorglich zweimal die linke Vorderachse der Nummer acht. Die zusätzlichen Arbeiten kosteten Zeit und ermöglichten dem Schwesterauto mit der Nummer sieben den Positionsgewinn während der Boxenstopp-Phase.

 

Nachdem die Mannschaft keine Schäden feststellen konnte, kehrten beide Toyota zurück auf die Strecke und profitierten wenig später von einer Safety-Car-Phase, die das Feld wieder zusammenschob.

 

Kamui Kobayashi witterte seine Chance. Bereits vier Runden nach dem Restart hing der zweimalige Le-Mans-Sieger im Heck des führenden Cadillac und markierte auf Runde 303 gleichzeitig die schnellste Rennrunde.

 

BMW verliert Führung durch Fehler bei der Boxeneinfahrt

Robin Frijns führte den BMW mit der Nummer 20 zwischenzeitlich an die Spitze des Feldes. Bei der Anfahrt zur Boxengasse verbremste sich der Niederländer jedoch und durchquerte das Kiesbett.

 

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Die anschließenden Kontrollen auf mögliche Beschädigungen verlängerten den Stopp und warfen BMW hinter Cadillac sowie beide Toyota zurück.

Vier Stunden vor Rennende trennten die vier führenden Fahrzeuge lediglich acht Sekunden.

 

Rückschläge für Cadillac, Genesis und Ferrari

Im Schwesterauto Nummer 15 setzte sich die Pechsträhne fort. Nach einer Full-Course-Yellow-Phase ließ sich der Geschwindigkeitsbegrenzer nicht mehr deaktivieren. Das Fahrzeug schleppte sich mit 80 km/h zurück an die Box.

 

Für den Cadillac Nummer 38 war das Rennen endgültig beendet. Nach anhaltenden Problemen mit der Servolenkung zog das Team um 8:00 Uhr die Reißleine und stellte das Fahrzeug ab.

 

Auch Genesis verlor eine Siegchance. Die Nummer 17 von André Lotterer, Luis Felipe Derani und Mathys Jaubert erlitt rund siebeneinhalb Stunden vor Rennende einen Aufhängungsschaden am Ausgang von Tertre Rouge. Das Fahrzeug musste geborgen werden und schied aus.

 

Eine Stunde später blieb zudem die Ferrari 499P mit der Nummer 50 aufgrund mutmaßlicher Elektrikprobleme in Tertre Rouge stehen.

 

Damit ruhen die Ferrari-Hoffnungen nun auf der Werksmannschaft mit der Nummer 51 sowie dem privat eingesetzten AF-Corse-Fahrzeug mit der Nummer 83, das sich trotz schwieriger erster Rennhälfte in die Top Fünf vorarbeiten konnte.

 

Alpine kämpft um Platz sieben

Für Alpine entwickelte sich das Heimrennen zunehmend schwierig. Während die A424 in den kühleren Nachtstunden noch überzeugen konnte, fehlte bei steigenden Temperaturen das Tempo der führenden Toyota und Ferrari.

 

Die Mannschaft konzentriert sich daher auf die Verteidigung von Platz sieben.

Aston Martin darf dagegen weiter auf ein Top-Ten-Ergebnis hoffen. Die Nummer 007 liegt auf Rang acht vor dem Cadillac von Wayne Taylor Racing und der zweiten Alpine.

 

Duqueine unter Druck in der LMP2

Auch in der LMP2-Kategorie bleibt die Entscheidung offen.

Das Duqueine Team führte die Klasse lange souverän an, verlor nach einem Ausritt ins Kiesbett jedoch einen Großteil seines Vorsprungs. Gemeinsam mit einer Safety-Car-Phase rückten die beiden Fahrzeuge von Inter Europol Competition wieder bis auf wenige Sekunden heran.

 

Fünf Sekunden trennten vier Stunden vor Rennende die Nummer 30 von Duqueine sowie die beiden Inter-Europol-Oreca mit den Startnummern 343 und 43.

Für Proton Competition sorgte Jonas Ried mit der Nummer neun für eine kuriose Szene. Nach einem Ausritt durch die Wiese in der Ford-Schikane blieb ein Werbeschild an der Front seines Oreca hängen. Erst nach einem zusätzlichen Halt in Tertre Rouge konnten die Streckenposten das Schild entfernen.

 

Safety Car sorgt für Spannung in LMGT3

In der LMGT3-Klasse endete das Rennen für den Porsche 911 GT3 R mit der Nummer 91 von Manthey DK Engineering vorzeitig.

 

Ayhancan Güven verlor aufgrund eines Defekts an der Lenkung am Ausgang der Daytona-Schikane die Kontrolle über das Fahrzeug und schlug heftig in die Leitplanken ein. Der Türke blieb unverletzt, das Rennen war jedoch beendet.

 

Die anschließende Safety-Car-Phase dauerte fast eine Stunde und verdichtete das Feld vor dem Finale noch einmal deutlich.

 

Vier Stunden vor Schluss führte die Corvette Nummer 33 von TF Sport. Dahinter lagen der Aston Martin Nummer 23 von Heart of Racing sowie der Lexus Nummer 78 von Akkodis ASP Team innerhalb von nur zehn Sekunden.

 

Top Fünf nach 20 Stunden

Cadillac V-Series.R #12 – Cadillac Hertz Team JOTA – 314 Runden

Toyota GR010 Hybrid #8 – Toyota Gazoo Racing +1,834 Sekunden

Toyota GR010 Hybrid #7 – Toyota Gazoo Racing +2,284 Sekunden

BMW M Hybrid V8 #20 – BMW M Team WRT +8,919 Sekunden

Ferrari 499P #51 – Ferrari AF Corse +36,340 Sekunden

 

Klassenführende

LMP2: Oreca 07-Gibson #30 – Duqueine Team

LMGT3: Corvette Z06 LMGT3.R #33 – TF Sport

 

Schnellste Runde

Ryo Hirakawa (Toyota GR010 Hybrid #8) – 3:25,041 Minuten

 

Ausgeschiedene Fahrzeuge

Ferrari 499P #50 – Ferrari AF Corse

Porsche 911 GT3 R LMGT3 #91 – Manthey DK Engineering

Genesis GMR-001 Hypercar #17 – Genesis Magma Racing

Ford Mustang LMGT3 #77 – Proton Competition

Cadillac V-Series.R #38 – Cadillac Hertz Team JOTA

Mercedes-AMG LMGT3 #79 – Iron Lynx

Ferrari 296 LMGT3 Evo #54 – Vista AF Corse

Mercedes-AMG LMGT3 #61 – Iron Lynx

 

Corvette Z06 LMGT3.R #13 – Thirteen Autosport

 

Text: ACO Pressemeldung

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