
Der Cadillac V-Series.R mit der Startnummer zwölf von Cadillac Hertz Team JOTA bestimmte die frühen Morgenstunden der 94. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Während BMW und Toyota den Rückstand in Grenzen halten wollen, verschaffte sich der goldene Hypercar an der Spitze zunächst etwas Luft. Doch bei noch acht verbleibenden Rennstunden bleibt weiterhin alles offen.
Cadillac setzt sich an der Spitze fest
Die größte Nachricht der Nacht betraf den Cadillac mit der Startnummer 38. Das Fahrzeug von Sébastien Bourdais, Earl Bamber und Jack Aitken kämpfte lange um die Führung, musste jedoch mit technischen Problemen in die Garage geschoben werden.
Nach rund 15 Minuten kehrte der Cadillac zwar auf die Strecke zurück, verlor jedoch entscheidend an Boden im Kampf um den Gesamtsieg. Für Bourdais bedeutet der Zwischenfall einen weiteren Rückschlag bei seinem Heimrennen.
Deutlich besser verlief die Nacht für das Schwesterauto mit der Nummer zwölf. Norman Nato, Will Stevens und Louis Delétraz spulten fehlerfreie Stints ab und etablierten den Cadillac an der Spitze des Feldes.
Toyota dürfte insbesondere auf den Fehler von Brendon Hartley zurückblicken. Der Ausritt des Neuseeländers in der Nacht kostete wertvolle Zeit und ermöglichte Cadillac, während der Boxenstopp-Phase die Führung zu übernehmen.
BMW bleibt in Schlagdistanz
Der BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 20 bleibt der härteste Verfolger des führenden Cadillac.
Die Mannschaft von BMW M Team WRT lag am Morgen lediglich rund 20 Sekunden zurück und hält damit alle Chancen auf den ersten Gesamtsieg in Le Mans seit mehr als 25 Jahren offen.
Strategisch könnte sich das Rennen noch einmal zuspitzen. Das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 15 dient nach seinen Problemen inzwischen als Testplattform für verschiedene Reifen- und Kraftstoffstrategien, um Erkenntnisse für die Nummer 20 zu gewinnen.
Der Cadillac von Wayne Taylor Racing mit der Startnummer 101 profitierte vom Rückfall des Schwesterwagens Nummer 38 und rückte auf Rang vier vor. Für einen Podiumsplatz fehlt aktuell allerdings noch etwas Tempo.
Alpine verteidigt die Top Fünf
Die Alpine A424 mit der Startnummer 35 behauptete sich während der Nacht in den Top Fünf. Das französische Team gehörte zu den wenigen Mannschaften, die den Medium-Reifen unter den kühleren Bedingungen effektiv nutzen konnten.
Allerdings wächst der Druck von hinten. Die Toyota GR010 Hybrid mit der Nummer sieben arbeitete sich im Verlauf der Nacht bis auf Platz sechs nach vorne und lieferte sich mehrere Duelle mit der Ferrari 499P mit der Nummer 51. Beide Fahrzeuge nähern sich zunehmend der Alpine an.
Die Vorjahressieger von AF Corse verbesserten sich mit der Ferrari Nummer 83 auf Rang acht. Dahinter folgt bereits der Genesis GMR-001 mit der Nummer 17.
Genesis sammelt weiter wichtige Erfahrungen
Genesis Magma Racing setzt seine erste Le-Mans-Teilnahme trotz einiger Schwierigkeiten fort.
Die Startnummer 19 blieb zunächst zwischen Mulsanne und Indianapolis stehen. Rund zwei Stunden später kam das Fahrzeug erneut in Tertre Rouge zum Stillstand. Kurz nach dem Neustart setzte der Antrieb erneut aus.
Letztlich gelang es dem Team jedoch, das Fahrzeug wieder in Gang zu bringen und das Rennen auf Rang 14 fortzusetzen.
Die Nummer 17 hält sich weiterhin innerhalb der Top Zehn und besitzt gute Chancen auf ein bemerkenswertes Debüt-Ergebnis.
Duqueine behauptet Führung in der LMP2
In der LMP2-Klasse kontrolliert das Duqueine Team weiterhin das Geschehen.
Die französische Mannschaft führt die Kategorie an, während Inter Europol Competition mit der Nummer 43 konstant Druck ausübt. Das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 343 komplettiert derzeit die Top Drei.
Proton Competition mit der Nummer neun und Vector Sport mit der Nummer 26 bleiben ebenfalls in Schlagdistanz.
Für Aufregung sorgte AO by TF Sport. Dane Cameron verbremste sich im Oreca mit der Nummer 99 auf dem Weg nach Mulsanne und schlug mit „Rocky“ in die Streckenbegrenzung ein. Die Folge war eine Slow Zone.
Kurz darauf drehte sich John Farano im Oreca von DKR Engineering in der Daytona-Schikane. Mehrere herannahende LMGT3-Fahrzeuge konnten dem stehenden Fahrzeug nur knapp ausweichen.
Selbst erfahrene Le-Mans-Piloten blieben nicht verschont. Kévin Estre verlor den Oreca von TDS Racing mit der Startnummer 14 in Indianapolis und rutschte in die Streckenbegrenzung.
Zwischenstand nach 16 Stunden
Cadillac Hertz Team JOTA kontrolliert derzeit das Rennen, doch BMW und Toyota bleiben in Reichweite. In der LMP2-Klasse führt weiterhin Duqueine Team, während sich die Abstände auch dort in Grenzen halten. Die letzten acht Stunden versprechen einen offenen Kampf um den Gesamtsieg und die Klassenerfolge.
Text: ACO Pressemeldung











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