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Newsletter: Hyperpole, Zukunftspläne und große Comebacks in Le Mans

Die Spannung vor dem Start der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans steigt weiter. Während BMW erstmals die Pole-Position für den Langstreckenklassiker eroberte, richteten FIA, ACO und IMSA den Blick bereits auf die Zukunft der Hypercar-Klasse. Gleichzeitig konkretisierten McLaren und Ford ihre Rückkehr in die Topklasse ab 2027. Die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Stunden im Überblick.

 

BMW schreibt Geschichte vor dem Start

Die Startaufstellung für die 24 Stunden von Le Mans steht fest und die Hypercar-Klasse präsentiert sich so offen wie selten zuvor. Fünf verschiedene Hersteller führten im Laufe der Trainingswoche mindestens eine Session an. BMW sicherte sich durch Dries Vanthoor erstmals in der Geschichte des Rennens die Pole-Position. Seine Runde von 3:22,564 Minuten bedeutete zugleich einen neuen Hypercar-Streckenrekord.

 

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Cadillac bestätigte mit drei Fahrzeugen in den Top Ten seine starke Form. Die schnellste Runde von Jack Aitken wurde zwar wegen eines Verfahrensfehlers gestrichen, dennoch zählt die Marke zu den Favoriten. Auch Alpine überzeugte mit konstanten Leistungen und startet aus der zweiten Reihe. Ferrari und Toyota hielten sich hingegen eher im Hintergrund. Die erfahrenen Le-Mans-Sieger gelten dennoch als Kandidaten für die entscheidenden Rennstunden.

 

Für Aufsehen sorgte zudem Genesis Magma Racing. Bei der ersten Teilnahme qualifizierten sich beide GMR-001 für Hyperpole 2. Die Fahrzeuge starten von den Positionen sechs und neun. In der LMP2-Klasse geht IDEC Sport von der Pole aus ins Rennen, während in LMGT3 Aston Martin durch Mattia Drudi die Bestzeit setzte. Porsche reist als Titelverteidiger mit den Startnummern 91 und 92 erneut als einer der Favoriten an.

 

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FIA, ACO und IMSA stellen Hypercar-Zukunft vor

Bei der traditionellen Pressekonferenz vor dem Rennen präsentierten FIA, ACO und IMSA die Eckpunkte der Hypercar-Regeln ab 2030. Künftig soll eine gemeinsame technische Plattform für alle Hersteller gelten. Ziel sind kontrollierbare Budgets, eine stärkere Markenidentität und eine langfristige Stabilität der Klasse.

 

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Regeln wird Wasserstoff. Erstmals vereinbarten FIA und ACO offiziell den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen in der Spitzenklasse des Langstreckensports. Die künftigen H2-Hypercars sollen auf dem gleichen technischen Fundament wie konventionelle Fahrzeuge aufbauen.

 

Außerdem wurde der FIA-WEC-Kalender für 2027 vorgestellt. Die Saison umfasst neun Rennen auf vier Kontinenten. Silverstone kehrt zurück, während Bahrain seinen Vertrag bis 2036 verlängerte. Zudem bestätigte die ACO die Einführung eines Asian Le Mans Cup sowie neue Hypercar-Programme in der Asian Le Mans Series.

 

Bild: McLaren
Bild: McLaren

McLaren bereitet Rückkehr in die Topklasse vor

2027 kehrt McLaren erstmals seit mehr als einem Vierteljahrhundert in die höchste Kategorie der 24 Stunden von Le Mans zurück. Mit dem neuen MCL-HY will die Marke an den legendären Gesamtsieg von 1995 anknüpfen.

 

Der Hybridprototyp erhält ein von McLaren entwickeltes V6-Biturbo-Triebwerk und ein Hybridsystem mit bis zu 520 kW Leistung. Das Chassis stammt von Dallara. Unterstützt wird das Projekt von United Autosports, während James Barclay die Rolle des Teamchefs übernimmt.

 

Bereits bestätigt wurden Mikkel Jensen und der amtierende Langstrecken-Weltmeister Laurens Vanthoor als Fahrer. McLaren knüpft damit bewusst an die eigene Geschichte an und möchte langfristig wieder um Gesamtsiege kämpfen.

 

Bild: Ford
Bild: Ford

Ford nennt weitere Fahrer für das Hypercar-Projekt

Auch Ford konkretisiert seine Rückkehr in die Topklasse. Die Amerikaner gaben weitere Fahrer für das Hypercar-Programm 2027 bekannt. Neu dabei sind Matt Campbell, Nick Yelloly und Tom Blomqvist. Gemeinsam mit Mike Rockenfeller, Logan Sargeant und Sebastian Priaulx bilden sie das bisherige Fahreraufgebot.

 

Ford setzt auf ein Hypercar mit 5,4-Liter-V8-Saugmotor und Oreca-Chassis. Das erklärte Ziel lautet Gesamtsieg in Le Mans. Dabei kommt es möglicherweise zu einer Neuauflage eines der berühmtesten Duelle der Motorsportgeschichte. Seit Ferraris aktuelle Erfolgsserie mit drei Gesamtsiegen in Folge richtet sich der Blick bereits auf das mögliche Kräftemessen zwischen Ford und Ferrari ab 2027.

 

Blick voraus

Bevor die Zukunft Realität wird, steht zunächst die Gegenwart im Mittelpunkt. Mit BMW auf Pole, einem engen Feld in allen Klassen und zahlreichen Herstellern in Schlagdistanz verspricht die 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans eines der offensten Rennen der vergangenen Jahre zu werden.

 

 

Text: NRingInfo

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