
Die 24 Stunden von Le Mans nehmen Fahrt auf. Nach dem Testtag ging es am Mittwoch auf dem Circuit de la Sarthe mit den ersten offiziellen Trainings, dem ersten Nachtlauf und den Vorbereitungen auf die Hyperpole weiter. Cadillac, Toyota und BMW setzten sportliche Akzente, Ferrari überzeugte in der Boxengasse, Jamie Chadwick schrieb im Genesis Hypercar Geschichte und Goodyear stellte die Weichen für die Zukunft der LMGT3-Klasse. Auch das Rahmenprogramm mit Road to Le Mans, Ferrari Challenge und Porsche Carrera Cup Brasil lieferte erste Bestzeiten.
Cadillac dominiert das erste freie Training
Cadillac startete stark in die offizielle Rennwoche und belegte im ersten freien Training die ersten beiden Plätze. Earl Bamber setzte im #38 Cadillac von Hertz Team JOTA mit 3:23.786 Minuten die Bestzeit. Dahinter folgte der #101 Cadillac von Wayne Taylor Racing, ehe René Rast den #20 BMW M Hybrid V8 auf Rang drei brachte. In der LMP2-Klasse führte Doriane Pin im #30 Oreca von Duqueine Team, während Jack Hawksworth den #78 Lexus von Akkodis ASP an die Spitze der LMGT3-Kategorie fuhr.
Toyota setzt Bestzeit im Nachttraining
Am Abend übernahm Toyota das Kommando. Kamui Kobayashi brachte den #7 Toyota GR010 Hybrid im zweiten freien Training mit 3:26.096 Minuten an die Spitze. Dahinter folgten der #83 Ferrari von AF Corse, der #101 Cadillac, der #36 Alpine und der #12 Cadillac. In der LMP2-Klasse setzte Forestier Racing by Panis die Bestzeit, während Team WRT mit dem #32 BMW M4 LMGT3 Evo die LMGT3-Wertung anführte. Genesis Magma Racing zeigte bei seinem Le-Mans-Debüt weitere Fortschritte und schob sich im Nachttraining auf Rang sechs.

Jamie Chadwick schreibt Hypercar-Geschichte
Jamie Chadwick absolvierte am Testtag ihre ersten Runden im #17 Genesis GMR-001 Hypercar und wurde damit zur ersten Frau am Steuer eines Hypercars in Le Mans. Die Britin drehte fünf Runden und sprach anschließend von einem wichtigen Schritt für Fahrerinnen im Langstreckensport. Chadwick kennt den Kurs bereits aus dem Vorjahr, als sie in der LMP2-Klasse für IDEC Sport startete.
Ferrari gewinnt die Pit Stop Challenge
AF Corse setzte in der Boxengasse ein Ausrufezeichen. Die Mechaniker des #83 Ferrari 499P gewannen die fünfte Pit Stop Challenge mit einem Reifenwechsel in 8,870 Sekunden. In der LMP2-Klasse siegte CLX Motorsport mit dem #37 Oreca in 10,600 Sekunden. Team WRT erreichte mit dem #69 BMW M4 LMGT3 ebenfalls 8,870 Sekunden und sicherte sich damit den LMGT3-Erfolg.

Goodyear bleibt bis 2029 LMGT3-Reifenpartner
Goodyear bleibt bis 2029 exklusiver Reifenlieferant der LMGT3-Klasse in der FIA WEC. Ab 2027 führt der Hersteller eine neue Generation der Goodyear Racing Eagle Reifen ein. Slicks und Regenreifen sollen 66 Prozent nachhaltige Materialien enthalten und gleichzeitig Performance, Konstanz und ein breites Arbeitsfenster bieten.
Sieben besondere Le-Mans-Regeln
Le Mans lebt auch von besonderen Regeln. Ein Fahrer darf sich im Rennen nicht weiter als zehn Meter vom stehenden Fahrzeug entfernen, sonst droht die Wertung als Aufgabe. Fahrzeuge dürfen nicht geschoben werden, die letzte Runde muss in unter sechs Minuten absolviert werden und ein Fahrer muss sein Auto grundsätzlich ohne fremde Hilfe wieder starten können. Auch im Fahrerlager gelten Besonderheiten: Die Rennwagen dürfen in der Garage nicht vollständig verborgen werden, damit Fans weiterhin Einblicke erhalten.

Rahmenprogramm startet mit ersten Bestzeiten
Auch die Serien im Rahmenprogramm absolvierten ihre ersten Trainings. Bei Road to Le Mans führte Brutal Fish by Campos mit der #12 Ligier die LMP3-Wertung an, während Stefan Aust und Felipe Fernandez-Laser in Pro-Am vorne lagen. In der GT3-Klasse setzte sich der #10 Aston Martin durch. In der Ferrari Challenge Trofeo Pirelli Europe fuhr Sergio Paulet die Bestzeit, während Marçal Müller im Porsche Carrera Cup Brasil mit 4:05.281 Minuten die schnellste Runde des Tages markierte.
Text: NRingInfo











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