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Korea kommt mit Respekt und langfristigen Ambitionen nach Le Mans

Bild: Martin Bormann
Bild: Martin Bormann

Genesis Magma Racing hält die Erwartungen bewusst im Rahmen, während sich das Team auf die bislang größte Herausforderung seiner Langstrecken-Rennsportgeschichte vorbereitet: die 24 Stunden von Le Mans vom 10. bis 14. Juni. Doch könnte die erste koreanische Marke überhaupt, die an der Sarthe antritt, für eine Überraschung sorgen?

 

Seit dem Start des Projekts Ende 2024 steht fest, dass der Neuling im Feld eine gewaltige Aufgabe vor sich hat. Genesis stieg in die Hypercar-Klasse der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft ein, und das in einer der härtesten und am stärksten besetzten Epochen der modernen Sportwagen-Geschichte. Dieser Zeitpunkt kommt jedoch nicht zufällig. Hinter dem zurückhaltenden Auftreten der Marke verbirgt sich ein klarer und langfristig angelegter Plan, die eigene Leistungsfähigkeit auf höchstem Niveau zu demonstrieren.

 

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Gegen etablierte Hersteller wie Alpine, Aston Martin, BMW, Cadillac, Ferrari, Peugeot und Toyota anzutreten, stellt bereits eine enorme Herausforderung dar. Für die Premium-Marke des Hyundai-Konzerns markiert das Engagement jedoch nicht nur die erste Langstrecken-Saison, sondern überhaupt den ersten Einsatz im internationalen Motorsport. Allein dieser Umstand unterstreicht die bisherigen Leistungen des Teams.

Trotz der typischen Kinderkrankheiten eines neuen Projekts erreichte Genesis bei seinem Debüt in Imola mit beiden Fahrzeugen das Ziel. Dasselbe gelang auch beim zweiten Saisonlauf in Spa-Francorchamps.

 

Noch wichtiger war das Ergebnis in den Ardennen. Dank einer klugen Strategie und einer starken Leistung erreichte der von André Lotterer, Luis Felipe Derani und Mathys Jaubert pilotierte #17 GMR-001 Platz acht. Derani verteidigte die Position in der Schlussphase gegen den Cadillac #12, den Toyota #8 und den Alpine #36, obwohl seine Reifen bereits deutlich abbauten.

 

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Bereits im Qualifying hatte Mathieu Jaminet im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 19 den Rückstand auf die Spitze gegenüber Imola spürbar reduziert. Im Rennen fuhren lediglich der Peugeot #93, der Aston Martin #007 sowie die beiden BMW Hypercars schnellere Rundenzeiten als Jaubert. Weitere Anzeichen dafür, dass das Potenzial des Fahrzeugs vorhanden ist.

 

Le Mans stellt allerdings eine völlig andere Herausforderung dar. Mit einer Renndistanz von 24 Stunden dauert der Klassiker viermal länger als die bisherigen Saisonrennen. Nicht nur Geschwindigkeit entscheidet über Erfolg oder Misserfolg, sondern vor allem Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, Zwischenfälle zu vermeiden. Genau dieser Aspekt könnte Genesis in die Karten spielen. Das Team zählt zu lediglich vier Hypercar-Herstellern, die in der Saison 2026 bislang eine hundertprozentige Zielankunftsquote vorweisen können.

 

„Die 24 Stunden von Le Mans sind für jedes Team und jeden Fahrer das Highlight des Jahres“, erklärte Mathieu Jaminet. „Für mich ist dieses Rennen immer etwas ganz Besonderes. Als Franzose spürt man die Unterstützung der Fans besonders intensiv. Nach den ersten beiden Rennen wissen wir, dass der GMR-001 großes Potenzial besitzt. Gleichzeitig hatten wir kleinere Probleme, an deren Lösungen das Team intensiv gearbeitet hat. Wenn wir ohne Schwierigkeiten die Zielflagge sehen, wäre das bereits ein Erfolg. Dann sollten wir auch das Tempo haben, um mit einigen Konkurrenten zu kämpfen.“

 

Luis Felipe Derani mahnt dennoch zur Zurückhaltung. „Mit dem Ergebnis in Spa hatten wir nicht gerechnet. Deshalb bleiben wir auf dem Boden. Wir wollen Le Mans mit Respekt und Demut angehen. Es wird die größte Herausforderung, die wir bisher erlebt haben. Gleichzeitig haben wir bereits gezeigt, dass wir bereit sind, jede Aufgabe anzunehmen. Unser Ziel lautet, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln und den GMR-001 weiterzuentwickeln. Alles, was darüber hinauskommt, betrachten wir als Bonus.“

 

 

Text: NRingInfo

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