
Die LMGT3-Klasse der 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans vom 10. bis 14. Juni 2026 umfasst 25 Fahrzeuge von neun Herstellern. Aston Martin, BMW, Corvette, Ferrari, Ford, Lexus, Mercedes-AMG, McLaren und Porsche treten mit den besten Kundenteams der Welt an und kämpfen um den Klassensieg auf dem Circuit de la Sarthe.
Was ist die LMGT3-Klasse?
Die GT-Kategorie der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC basiert seit 2024 auf dem aktuellen FIA-GT3-Reglement und löste die bisherigen GTE-Fahrzeuge ab. Zugelassen sind ausschließlich Hersteller mit einer jährlichen Produktion von mehr als 2.500 straßenzugelassenen Fahrzeugen.
Für die WEC und die 24 Stunden von Le Mans erhalten die Fahrzeuge spezielle Anpassungen wie beleuchtete Startnummerntafeln und Führungslichter. Die Fahrerbesatzungen müssen mindestens einen Bronze-Piloten sowie einen weiteren Bronze- oder Silber-Fahrer umfassen.
Technische Eckdaten der LMGT3-Fahrzeuge:
Motor: Saugmotor bis 5,0 Liter oder Turbomotor bis 4,0 Liter
Leistung: rund 520 PS (abhängig von der Balance of Performance)
Bremsen: Stahlscheiben
Tankvolumen: 90 Liter
Mindestgewicht: 1.245 Kilogramm
Felgengröße: maximal 18 Zoll
Höchstgeschwindigkeit: rund 300 km/h
TF Sport setzt auf drei Corvette
TF Sport bringt gleich drei Corvette Z06 LMGT3.R nach Le Mans. Die Startnummern 33 und 34 kämpfen regulär in der WEC um Punkte, während die #2 durch den Titelgewinn in der European Le Mans Series 2025 ihr Le-Mans-Ticket erhielt.
Die #33 mit Ben Keating, Jonny Edgar und Nicky Catsburg belegt aktuell Rang vier in der LMGT3-Teamwertung. Die #34 von Peter Dempsey, Salih Yoluç und Charlie Eastwood liegt auf Position 13.
Garage 59 greift mit McLaren an
Garage 59 vertritt seit dieser Saison McLaren in der WEC. Die britische Mannschaft übernahm das Programm von United Autosports, das sich auf die Entwicklung des Hypercars konzentriert.
Die #10 mit Antares Au, Thomas Fleming und Marvin Kirchhöfer reist nach dem Sieg bei den Sechs Stunden von Spa-Francorchamps als einer der Favoriten an. Das Fahrzeug liegt aktuell auf Platz zwei der Meisterschaft. Die Schwesterwagen #58 von Alexander West, Finn Gehrsitz und Benjamin Goethe rangiert auf Position acht.
13 Autosport bringt vierte Corvette an den Start
Mit der #13 Corvette von Orey Fidani, Lars Kern und Matthew Bell wächst das Corvette-Aufgebot auf vier Fahrzeuge. Das Team trat im Vorjahr noch unter dem Namen AWA Racing an und erreichte mit derselben Fahrerpaarung Rang zehn in der LMGT3-Klasse.
Ferrari mit fünf Fahrzeugen stark vertreten
Ferrari stellt 2026 die größte Herstellerfraktion im LMGT3-Feld. Neben zwei Fahrzeugen von Vista AF Corse treten auch Kessel Racing und Richard Mille AF Corse mit Ferrari 296 LMGT3 Evo an.
Besondere Aufmerksamkeit erhält die #21 von François Heriau, Simon Mann und Werksfahrer Alessio Rovera. Das Trio belegte 2025 Rang zwei in der Meisterschaft und erreichte bei den 24 Stunden von Le Mans den zweiten Platz.
Die #54 von Thomas Flohr, Francesco Castellacci und Davide Rigon ergänzt das AF-Corse-Aufgebot.
Aston Martin hofft auf den ersten Le-Mans-Sieg
Der Aston Martin Vantage AMR LMGT3 zählt seit Jahren zu den Favoriten, wartet aber weiterhin auf den ersten Klassensieg in Le Mans.
Das Heart Of Racing Team setzt die #23 für Gray Newell, Eduardo Barrichello und Jonny Adam sowie die #27 für Ian James, Zacharie Robichon und Mattia Drudi ein. Die #27 erreichte 2025 die Hyperpole und verpasste den Podesterfolg im Rennen nur knapp.
BMW und Team WRT mit gemischten Vorzeichen
Team WRT gewann die Sechs Stunden von Imola mit der #69 von Anthony McIntosh, Parker Thompson und Daniel Harper. In Spa verlief das Wochenende dagegen deutlich schwieriger.
Die #32 mit Darren Leung, Sean Gelael und Augusto Farfus liegt aktuell auf Rang neun der Meisterschaft. Die #69 belegt Platz drei.
Kessel Racing setzt auf Le-Mans-Erfahrung
Die Schweizer Mannschaft startet zum sechsten Mal in Le Mans. Die #57 mit Takeshi Kimura, Conrad Laursen und Daniel Serra reist mit Rückenwind aus der European Le Mans Series an.
Die #74 von Dustin Blattner, Lorenzo Patrese und Dennis Marschall erhielt ihre Einladung durch den Titelgewinn in der GT-Klasse der Asian Le Mans Series 2025/26.
Ford sammelt wichtige Erfahrungen
Proton Competition setzt zwei Ford Mustang LMGT3 ein. Die Fahrzeuge dienen gleichzeitig als Entwicklungsplattform für das geplante Hypercar-Projekt von Ford, das 2027 in die Topklasse zurückkehren soll.
Sebastian Priaulx fährt die #77 gemeinsam mit Eric Powell und Ben Tuck. Die #88 teilen sich Stefano Gattuso, Giammarco Levorato und Ex-Formel-1-Pilot Logan Sargeant.
Racing Spirit Of Léman vor zweitem Start
Das französische Team bestreitet seine zweite Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans. Die #59 wird von Clément Mateu, Marius Fossard und Valentin Hasse Clot pilotiert.
Mercedes-AMG mit drei Fahrzeugen vertreten
Nach der Rückkehr von Mercedes-AMG im Vorjahr bringt Iron Lynx diesmal drei Fahrzeuge an den Start.
Die #61 fährt mit Martin Berry, Rui Andrade und Maxime Martin. Die #62 tritt als Team Qatar by Iron Lynx mit Abdulla Al-Khelaifi, Julian Hanses und Giuliano Alesi an. Die #79 teilen sich Johannes Zelger, Matteo Cressoni und Lin Hodenius.
Lexus setzt auf Erfahrung und Nachwuchs
Akkodis ASP startet zum dritten Mal mit dem Lexus RC F LMGT3 in Le Mans. Die #87 erreichte im Vorjahr Platz fünf.
Besonders stark besetzt erscheint die #78 mit Tom Van Rompuy, Hadrien David und Jack Hawksworth. Die #87 wird von Petru Umbrărescu, Clemens Schmid und Le-Mans-Sieger José María López gefahren.
Porsche geht als Titelverteidiger ins Rennen
Manthey Racing gewann die LMGT3-Kategorie sowohl 2024 als auch 2025 und reist erneut als Favorit nach Frankreich.
Die #92 mit Yasser Shahin, Riccardo Pera und Richard Lietz führt derzeit die Meisterschaft an. Die #91 teilen sich James Cottingham, Timur Boguslavskiy und DTM-Champion 2025 Ayhancan Güven.
Richard Mille AF Corse komplettiert das Ferrari-Aufgebot
Mit der #150 stellt Richard Mille AF Corse den fünften Ferrari im Feld. Lilou Wadoux bestreitet gemeinsam mit Custodio Toledo und Riccardo Agostini ihre vierte Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans.
Insgesamt verspricht die LMGT3-Klasse erneut eines der spannendsten Felder des gesamten Rennens. Neun Hersteller, 13 Teams und 25 Fahrzeuge kämpfen um den prestigeträchtigen Klassensieg bei einem der größten Motorsportereignisse der Welt.
Text: 24h Le Mans Pressemeldung











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