
Bei bestem Frühlingswetter gab es starke Rennaction auf der Strecke und ein umfangreiches Rahmenprogramm neben der Strecke. Für Rennen 1 bekam BOSS GP in diesem Jahr eine Bühne, die sonst nur die Formel 1 erhält. Mit einem ausgedehnten Grid Walk, einer Hommage an Jim Clark sowie der deutschen Nationalhymne wurde das Auftaktrennen entsprechend zelebriert. Highlight für viele war wieder einmal ganz klar der Auftritt von Ingo Gerstl (AUT, Team Top Speed) im Toro Rosso STR1, der in der Formel-1-Wertung zweimal den Siegerpokal übereicht bekam.
In der FORMULA-Klasse ging es gleich in der Anfangsphase von Rennen 1 heiß her zwischen den beiden führenden FORMULA-Autos von Simone Colombo (ITA) und Francisco Soldavini (ARG). Der erfahrenere Colombo übernahm zu Beginn die Führung vor dem 19-jährigen Rookie Soldavini. Dieser machte jedoch schnell klar, dass er vorbeiwollte, überschätzte sich aber am Eingang zur Mercedes-Arena und traf den GP2 von Colombo. Beide konnten noch an die Box zurückkehren, mussten dort jedoch ihre beschädigten Autos abstellen. Damit war der Weg frei für Marco Ghiotto (ITA) und Thomas Zeltner (SUI) vom Team Nardi Compressori. Gegen Ende des Rennens kam Zeltner bis auf eine halbe Sekunde heran, doch es reichte nicht mehr, um Teamkollege Ghiotto zu überholen. Dieser fügte seiner Laufbahn einen weiteren Laufsieg hinzu. Ein rundenlanges Duell lieferten sich Martin Kindler (SUI, Jenzer Motorsport) und Alexander Seibold (SUI, Seibold auto+sport) um den dritten Platz. Seibold verteidigte lange hart, doch kurz vor Schluss gelang Kindler in der Spitzkehre der entscheidende Angriff. Auf den Rängen fünf und sechs folgten die beiden Team-Top-Speed-Piloten Stephan Miller (AUT) und Erich Zech (GER).
Nicht minder aufregend war das zweite Rennen der FORMULA-Klasse. Erneut entwickelte sich ein Duell zwischen Colombo und Soldavini, das sich bis zur letzten Kurve zuspitzte. Noch einmal versuchte Soldavini an Colombo vorbeizugehen, doch es war vergebens. Colombo behauptete die Führung und gewann, während sich Soldavini ins Aus drehte. Davon profitierte erneut Ghiotto, der mit Rang zwei auch klar die Tabellenführung nach dem ersten Wochenende innehat. Teamkollege Zeltner wurde Dritter vor Landsmann Kindler und Seibold. Roland Rupprechter (AUT, R&B Wealth Management) kam, nachdem er am Samstag ausgerollt war, dieses Mal als guter Sechster über die Linie, vor Jens Renstrup (DEN, MM International) und Stephan Miller.
Die Klasse der WORLD SERIES-Autos, bestehend aus Fahrzeugen des Jahrgangs 2012 mit V8-Motoren von Gibson, war bei ihrer Premiere eine klare Sache für den Iren Paul O’Connell (HS Engineering). Am Samstag unterlief ihm ein Missgeschick, doch sein Vorsprung genügte, um die Führung trotz Drehers zu behalten. Nach dem Rennen drehte er zur Freude der Zuschauer auf der Südtribüne noch einige Donuts. Zum ersten Mal in einem World Series V8 saß Andreas Fiedler (GER, HS Engineering), der sich gut einfügte und zweimal Rang zwei belegte. Franz B. (AUT, Team Top Speed) konnte bei seinem BOSS GP-Debüt als Dritter ebenfalls zweimal aufs Podest fahren. Mit technischen Schwierigkeiten musste Marco Minelli (ITA, AM Sport System) am Samstag noch zuschauen, am Sonntag war er dann ganz nah am Podium dran. Mit Klassenrang vier gab es aber einen versöhnlichen Abschluss seines Wochenendes.
Karl Heinz Matzinger reaktivierte zusammen mit Team Hoffmann Racing den Dallara World Series T05 Turbo und mischte damit im Gesamtklassement weit vorne mit, in der OPEN-Klasse war er auch der Sieger am Samstag. Im Sonntagsrennen war der Österreicher dann in eine Startkollision verwickelt und musste das Rennen in Kurve eins beenden. Die SUPER LIGHTS-Wertung stand das ganze Wochenende über ganz im Zeichen von Stefan Scho (GER, Lola F3000 T91). Mit dem ältesten Boliden im Feld war er nicht nur einer der Fanlieblinge, sondern auch unschlagbar. Am Samstag ebenfalls am Podest: Debütant Frank Färber (GER, Färber Motorsport) im V6-Formel-Renault sowie Roberto Vanni (ITA) im 1996er-Formel-3000, eingesetzt von Walter Colacino Racing.
Die BOSS GP Racing Series setzt in vier Wochen ihre Tournee fort. Am Nürburgring im Rahmen des Nürburgring Classic stehen am 13. und 14. Juni 2026 die Saisonrennen drei und vier auf dem Programm.
Text: Boss GP Pressemitteilung











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