
Malthe Jakobsen bestätigte heute (8. Mai) in Spa-Francorchamps seinen Status als einer der vielversprechendsten Nachwuchsfahrer der FIA World Endurance Championship und fuhr mit einer beeindruckenden Runde zur ersten Pole-Position von Peugeot in der Serie.
Zu Beginn des Hypercar-Qualifyings hatte ein solches Ergebnis noch unwahrscheinlich gewirkt, als sich der Däne auf seiner Outlap aus der Box am Ausgang von Raidillon bei hoher Geschwindigkeit drehte. Glücklicherweise vermied er einen Einschlag, musste jedoch wegen Vibrationen an die Box zurückkehren, um einen frischen Satz Reifen aufzuziehen.Fest entschlossen, seinen Fehler wiedergutzumachen, kehrte Jakobsen anschließend auf die Strecke zurück und markierte die zweitschnellste Zeit zwischen den beiden Alpine Hypercars. Im zehnminütigen Hyperpole-Shootout setzte sich der 22-Jährige schließlich an die Spitze der Zeitenliste im #94 Team Peugeot TotalEnergies 9X8 Hypercar, den er sich mit Nachwuchstalent Théo Pourchaire und dem ehemaligen FIA World Endurance Champion Loïc Duval teilt.
Das Ergebnis bedeutete die erste Pole-Position für „The Lions“ in einer internationalen Langstreckenrennserie seit 15 Jahren und die erste Pole in einem Weltmeisterschaftswettbewerb seit 1992. Jakobsen zeigte sich erwartungsgemäß begeistert über seinen Schlagzeilen-Erfolg. „Das war definitiv nicht der ideale Start in die Session!“, sagte er scherzend. „Eine Bodenwelle überraschte mich und leider drehte ich mich. Zum Glück traf ich nichts, aber in solchen Momenten bleibt das Herz für einen Augenblick stehen und ich spürte sofort einige Vibrationen. Wir entschieden uns für einen Boxenstopp und neue Reifen. Zum Glück blieb genug Zeit für zwei Aufwärmrunden und eine richtige schnelle Runde. Die Pause zwischen Qualifying und Hyperpole half außerdem dabei, tief durchzuatmen und den Fokus zurückzubekommen. „Es ist das beste Gefühl, mit wenig Sprit und neuen Reifen über diese Strecke zu fahren, und ich freue mich sehr für das Team. Das gibt allen einen großen Motivationsschub, weiter hart zu arbeiten. Es zeigt wirklich, dass trotz der schwierigen vergangenen Jahre alles möglich ist und man niemals aufgeben sollte.“
Wie bereits beim Saisonauftakt in Imola im vergangenen Monat lagen die Zeiten an der Spitze des Feldes extrem eng beieinander. Weniger als acht Hundertstelsekunden trennten die ersten drei Fahrzeuge auf der 7,004 Kilometer langen „Ardennen-Achterbahn“, während nur 0,664 Sekunden die kompletten Top zehn voneinander trennten. Will Stevens machte Jakobsen den Kampf um die Pole am schwersten. Der Brite brachte den #12 Cadillac Hertz Team JOTA nach der Bestzeit im dritten Freien Training auf Startplatz zwei und lag lediglich 0,043 Sekunden hinter dem Peugeot-Piloten.

Das Alpine Endurance Team konnte seine starke Pace aus dem ersten Teil der Session letztlich nicht komplett wiederholen, dennoch starten die beiden markanten blauen A424 Hypercars nach starken Runden der Franzosen Charles Milesi und Jules Gounon aus der zweiten Startreihe in das morgige Sechs-Stunden-Rennen. Bei seinem Serien-Debüt unterstrich Jack Aitken mit Platz fünf die Stärke des Cadillac V-Series.R. Dahinter folgten die beiden Valkyrie Hypercars des Aston Martin THOR Teams sowie der bestplatzierte Ferrari 499P. Antonio Fuoco erreichte im #50 Ferrari-Prototyp lediglich Rang acht.
Der Italiener blieb sogar der einzige Ferrari-Pilot im Hyperpole-Finale, da seine Markenkollegen Robert Kubica im #83 und Titelverteidiger Antonio Giovinazzi im #51 den Sprung in die Top zehn verpassten. Zum enttäuschten Kreis gehörte auch Tabellenführer Toyota. Kamui Kobayashi landete im #7 GR010 Hybrid auf Platz zwölf, während Brendon Hartley im Imola-Siegerfahrzeug mit der #8 sogar 1,5 Sekunden auf die Bestzeit verlor und nur Rang 16 belegte. Das TotalEnergies 6 Hours of Spa-Francorchamps, der zweite Lauf der FIA-WEC-Saison 2026, startet morgen, Samstag, 9. Mai, um 14:00 Uhr MESZ.
Text: WEC Pressemitteilung











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