
Aufgrund eines technischen Problems im Qualifying starteten der niederländische Fahrer Morris Schuring und seine Teamkollegen Dorian Boccolacci und Alessio Picariello beim Saisonauftakt der GT World Challenge Europe powered by AWS auf dem südfranzösischen Circuit Paul Ricard weit hinten im 58 Fahrzeuge starken Starterfeld. Mit hohem Tempo und einer guten Strategie konnte das Trio im Sechs-Stunden-Rennen am Samstagabend viele Plätze gutmachen. Das führte zur elften Position in der Gesamtwertung und zum achten Platz im Pro-Cup, der besten Platzierung eines Teams mit dem in diesem Jahr verbesserten Porsche 911 GT3 R. „Ein wildes Rennen. Wir haben zwar noch Dinge, an denen wir arbeiten können, aber wir nehmen auf jeden Fall viele
positive Aspekte mit“, sagte Schuring.
Der 21-jährige Fahrer verbrachte fast eine Woche in Südfrankreich, denn vor dem Rennwochenende gab es einen offiziellen zweitägigen Test der Serienorganisation,
bei dem die Teams reichlich Gelegenheit hatten, zu testen und Erfahrungen zu
sammeln. Rundenzeiten sagen bei einem solchen Test nicht unbedingt viel aus, da die Teams unterschiedliche Testprogramme absolvieren, aber für Schuring und seine Teamkollegen im Porsche 911 GT3 R
von Boutsen VDS war es positiv zu sehen, dass sie sich inmitten der starken Konkurrenz mit insgesamt zehn verschiedenen Marken im Feld gut vorne behaupten konnten. „Die Bedingungen waren ideal,
herrliches Frühlingswetter mit Sonne und angenehmen Temperaturen, und das auch noch in einer schönen Umgebung. Ich habe es wirklich genossen“, sagte Schuring.
Diese Situation hielt auch im freien Training am Freitag an, was Anlass zu Optimismus für das Qualifying gab, das am Samstag am frühen Nachmittag stattfand. Jeder der drei Fahrer im Team musste
einen der Qualifikationsdurchgänge bestreiten, woraufhin die Durchschnittszeit pro Fahrzeug über die Positionen in der Startaufstellung für das Rennen entschied. Schuring war der erste Fahrer,
der in den Porsche mit der Startnummer 2 stieg, doch es war sofort klar, dass er nicht die volle Leistung des Sechszylinder-Boxermotors im Porsche nutzen konnte. Im Nachhinein stellte das Team
ein Problem mit dem Drosselklappensensor als Ursache fest. Nachdem auch die Teamkollegen Boccolacci und Picariello ihre Rundenzeiten gefahren waren, belegte das Team den 53. Platz. „Dann müssen
wir eben von dort aus unseren Aufholkampf starten“,
nahm Schuring es gelassen.
Das gelang gut. Boccolacci übernahm die ersten zwei Stunden des Rennens und brachte das Auto bereits weit nach vorne im Feld, auch dank der Strategie, mit der das Team einen etwas anderen
Rhythmus als die meisten Konkurrenten einhielt. Anschließend fuhr Picariello, woraufhin Schuring den Schlussabschnitt des Rennens bestritt. „Wir lagen wieder in den Top Ten, als es gegen Ende des
Rennens noch einmal zu einer Neutralisation kam. Diese wollten wir für einen Boxenstopp nutzen, aber zu diesem Zeitpunkt war die Boxengasse noch geschlossen, weshalb wir dafür später eine
Strafe
erhielten. Schade, ein unnötiger Fehler, der hätte vermieden werden können. Sonst wären wir Achter in der Gesamtwertung geworden, so wurden wir Elfter“, sagte Schuring.
Die nächste Veranstaltung der GT World Challenge Europe findet Anfang Mai in Brands Hatch in der britischen Grafschaft Kent statt, wo zwei Sprintrennen von jeweils einer Stunde auf dem Programm stehen. Zuvor fährt Schuring jedoch bereits nächste Woche in den Qualifikationsrennen für das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.
Text: Morris Schuring Pressemitteilung











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