
Die Autos, die eine Rennsport-Revolution ausgelöst haben, kehren am kommenden Wochenende (11.–12. April) zurück auf die Strecke, wenn die GT3 Revival Series ihr Debüt auf dem Circuit Paul Ricard feiert. Die neue Meisterschaft wurde von der SRO Motorsports Group und Peter Auto ins Leben gerufen und richtet sich an die erste Generation von GT3-Fahrzeugen. Gleichzeitig markiert sie den 20. Jahrestag des ersten Rennens der Kategorie, das im Mai 2006 in Silverstone stattfand. Doch es handelt sich nicht um eine Museumsveranstaltung. Ein hochkompetitives Feld mit 31 Fahrzeugen bestreitet den Saisonauftakt, bei dem eine große Vielfalt an Fahrzeugen in zwei 50-minütigen Rennen antritt. Hier ist alles, was du über das Premieren-Event wissen musst.
Wer darf in der GT3 Revival Series starten?
Alle Teilnehmer dieses Wochenendes wurden zwischen 2006 und 2013 homologiert. Das Feld teilt sich in zwei Klassen auf, mit sieben Pro-Am-Teilnehmern und einem großen Am-Feld mit 24 Fahrzeugen. Die Pro-Am-Crews bestehen größtenteils aus einem Profi-Fahrer (von der FIA als Gold oder Silber eingestuft) und einem Amateur (Bronze). Zusätzlich tritt ein einzelner Bronze+-Fahrer im Pro-Am-Feld an. Das Am-Feld umfasst acht Zweierbesetzungen sowie 16 Solo-Fahrer. Neben den Klassenwertungen kämpfen 19 Fahrzeuge um den Iron Cup. Dieser geht an die bestplatzierte Crew mit einem kombinierten Alter von 100 Jahren oder mehr oder an den besten Solo-Fahrer ab 60 Jahren.
Welche Fahrzeuge gehen beim Auftakt an den Start?
GT3 stand schon immer für Vielfalt, und diese Tradition setzt sich auch in Paul Ricard fort. Insgesamt neun Hersteller gehen an den Start. Der Audi R8 stellt mit sieben Fahrzeugen das größte Aufgebot. Dieses Modell gilt als Synonym für GT3 und sammelte mehr Siege in der GT World Challenge als jeder andere Hersteller. Zudem gewann es zwischen 2011 und 2017 viermal die CrowdStrike 24 Hours of Spa. Jeweils fünf Fahrzeuge stellen der Aston Martin V12 Vantage und der Porsche 997 GT3 R. Ferrari zählt ebenfalls zu den beliebten Modellen mit insgesamt fünf Fahrzeugen: vier 458 und ein F430.
Außerdem stehen drei BMW Z4 am Start, ein Modell, das 2015 in Spa gewann. Zwei Ford GT ergänzen das Feld. Einzelstarter von Corvette (Z6), Lamborghini (Gallardo) und Mercedes (SLS AMG) komplettieren das erste Teilnehmerfeld.
Wer fährt in Circuit Paul Ricard?
Das Feld umfasst zahlreiche erfahrene Rennfahrer. Pierre Hirschi tritt gemeinsam mit seinem Sohn Pierre im selben BMW Z4 an, den er bereits in der GT World Challenge und der FFSA GT Championship eingesetzt hat. Jean-Luc Beaubelique startet im Ferrari 458 zusammen mit seinem Stammkollegen Jim Pla. Weitere bekannte Namen sind der britische GT-Rennsieger Adam Balon, der GT4-Europe-Klassensieger Pascal Huteau sowie der Gründer von Spark Models, Hughes Ripert. Zudem finden sich mehrere Familien-Duos im Feld, darunter Michel und Anne-Sophie Nourry, Benjamin und Mauro Ricci sowie Jacques und Emil Caumes. Bei den Profis sticht Alvaro Parente hervor, der mehrere große GT3-Erfolge vorweisen kann. Auch Phil Keen zählt zu den erfolgreichsten Fahrern der britischen GT-Geschichte. Lindsay Brewer startet in ihrer ersten Saison außerhalb Nordamerikas gemeinsam mit Iron Dame Célia Martin in einer reinen Frauenbesetzung. Eine vollständige Übersicht bietet die Starterliste.

Wie sieht der Zeitplan für das Auftaktwochenende aus?
Das Wochenende beginnt mit zwei 45-minütigen Sitzungen. Das Freie Training startet am Freitag um 18:30 Uhr, das Pre-Qualifying folgt am Samstag um 11:10 Uhr. Letzteres kann zur Festlegung der Startaufstellung genutzt werden, falls das Qualifying nicht stattfinden kann. Das Qualifying ist für Samstag um 16:40 Uhr angesetzt und besteht aus zwei jeweils 15-minütigen Sitzungen. Bei Zwei-Fahrer-Teams fährt jeder Pilot eine Session und startet anschließend das entsprechende Rennen. Solo-Fahrer bestreiten beide Sessions und starten beide Rennen. Jeder Pole-Setter erhält einen Punkt für die Meisterschaft. Beide Rennen finden am Sonntag statt und dauern jeweils 50 Minuten. Ein verpflichtender Boxenstopp zwischen der 20. und 30. Minute beinhaltet einen Fahrerwechsel, außer bei Solo-Startern. Fahrzeuge müssen eine Mindeststandzeit einhalten. Die drei Erstplatzierten des vorherigen Rennens erhalten zusätzlich eine Erfolgsstrafe. Die Punktevergabe erfolgt nach dem üblichen Schema von 25 Punkten für den Sieg bis zu einem Punkt für Platz zehn. Ein ähnliches Format gilt für alle weiteren Rennwochenenden, auch wenn sich die Zeiten ändern können. Aktuelle Zeitpläne finden sich auf der Website der GT3 Revival Series.
Was steht in dieser Saison noch an?
Die Saison umfasst fünf Rennwochenenden. Nach dem Auftakt folgen zwei große historische Events: Spa Classic (22.–24. Mai) und Le Mans Classic (3.–5. Juli). Die letzten beiden Veranstaltungen finden im Rahmen der GT World Challenge Europe statt. Der Nürburgring empfängt das Feld am 29.–30. August, bevor das Finale am 3.–4. Oktober auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya steigt.
Wo kann man die Rennen verfolgen?
Ganz einfach: Alle Rennen werden live auf dem GT World YouTube-Kanal übertragen. Der Stream steht kostenlos zur Verfügung und lässt sich weltweit abrufen. Zusätzlich wird auch das erste Qualifying der Serie live aus Paul Ricard übertragen.
Text: SRO Pressemitteilung











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