
Ferrari hat am 25. Februar 2026 in Modena seine beiden Werks-Hypercars 499P für die kommende Saison der FIA World Endurance Championship (WEC) präsentiert und dabei den Fokus klar auf die Verteidigung des Weltmeistertitels gelegt. Die Italiener gehen mit einer Kombination aus Tradition, Erfahrung und einem leicht überarbeiteten Design in die Saison, die am 28. März 2026 in Lusail, Katar, beginnt. Was sich am Auto geändert hat, wer im Cockpit sitzt und wie das Team die Mammutaufgabe Titelverteidigung angeht, erfahrt ihr hier.
Der Ferrari 499P bleibt optisch ein echter Blickfang. Die klassische Rosso Scuderia-Lackierung trägt für 2026 erstmals einen glänzenden statt matten Anstrich, dazu kommen die traditionellen gelben Giallo-Modena-Akzente, die nun spitz zulaufend zum Heck führen und an Ferrari-Ikonen wie den 312 PB-Prototypen der siebziger Jahre erinnern. Die Modifikationen sind in erster Linie visuell, während sich die technischen Grundlagen im Vergleich zu 2025 kaum verändert haben. Ferrari verzichtet auf weitere Joker-Updates und setzt stattdessen auf Feinabstimmung und Datenanalyse, um das konkurrenzfähige Gesamtpaket weiter zu schärfen.
Auch in diesem Jahr bleiben die Cockpits beim Werksteam unverändert besetzt. Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen pilotieren weiterhin den #50-499P, während Alessandro Pier Guidi, James Calado und Antonio Giovinazzi im Schwesterauto #51 sitzen und ihren Weltmeistertitel verteidigen wollen. Die Kontinuität des Fahreraufgebots zeigt Ferraris Vertrauen in das bestehende Team und die Favoritenrolle in der Langstreckenweltmeisterschaft.
Ferrari blickt auf eine herausragende Saison 2025 zurück, in der beide Werksautos den Herstellerweltmeistertitel und mit dem #51-Auto auch die Fahrerweltmeisterschaft einfahren konnten – ein Erfolg, der den ersten Gesamttitel für Ferrari in der Langstrecken-Spitze seit über fünfzig Jahren markierte. Dieses historische Ergebnis soll 2026 bestätigt werden, auch wenn die Konkurrenz im Hypercar-Feld wächst und viele Konkurrenten ihre Fahrzeuge weiterentwickelt haben.
In seiner Ansprache betonte Antonello Coletta (Global Head of Endurance and Corse Clienti), dass das Ziel klar sei: die führende Position der Scuderia nicht nur zu behalten, sondern in jedem Rennen das Maximum an Ergebnissen herauszufahren. Der Ansatz des Teams lautet, die Saison rennen für rennen anzugehen und sich nicht auf vergangenen Erfolgen auszuruhen. Die Präsentation im Museo Enzo Ferrari spiegelte diese Entschlossenheit wider und unterstrich Ferraris Engagement im Langstreckensport.
Text: NRingInfo











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