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DER MUT UND DER RUHM: STARTLISTE FÜR DIE 24 STUNDEN VON LE MANS VERÖFFENTLICHT

Bild: Martin Bormann
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Nicht weniger als 62 Fahrzeuge und Crews werden in knapp vier Monaten um eine der begehrtesten Trophäen im Motorsport kämpfen, nachdem die offizielle Starterliste für die 94. Ausgabe der 24 Hours of Le Mans (10.–14. Juni) veröffentlicht wurde – und damit die Bühne für einen fesselnden, kompromisslosen Kampf durch Tag und Nacht bereitet ist. Als vierter Lauf der FIA World Endurance Championship-Saison 2026 bedarf Le Mans kaum einer Vorstellung. Seit seiner Premiere im Jahr 1923 ist das Rennen ein Drittel der legendären „Triple Crown“ des Motorsports – neben dem Monaco Grand Prix und dem Indianapolis 500 in den USA. Es gilt als ultimative Prüfung von Geschwindigkeit, Können und vor allem Ausdauer. Was einst vor allem eine Bewährungsprobe für Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen war, hat sich inzwischen zu einem 24-Stunden-Sprint entwickelt – so weit fortgeschritten ist die moderne Motorsporttechnologie. Das zeigte sich besonders 2024 und 2025, als der Sieg jeweils mit etwas mehr als 14 Sekunden Vorsprung entschieden wurde. Vor zwei Jahren beendeten sogar neun Hypercars das Rennen in derselben Runde – jeder Fehler wird vergrößert, jede Verzögerung kann die Siegchancen zunichtemachen.

Bild: Martin Bormann
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In der Topklasse Hypercar steht erneut ein Titanenduell bevor. Ferraris 499P-Prototyp ist in Le Mans seit seinem Debüt 2023 ungeschlagen, und die „Scuderia“ peilt den vierten Triumph in Folge an – die Werksteams #50 und #51 sowie der privat eingesetzte #83 AF Corse konnten jeweils einen Sieg verbuchen. Doch 2026 dürfte die Herausforderung noch größer werden. Cadillac schrieb im Vorjahr Geschichte, als die Marke ihre erste Pole-Position in Le Mans holte – zugleich die erste eines amerikanischen Herstellers seit fast sechs Jahrzehnten. Die beiden Vollzeit-Cadillac Hertz Team JOTA V-Series.R werden durch einen zusätzlichen Einsatz von Cadillac WTR ergänzt, womit das Hypercar-Feld auf 18 Fahrzeuge anwächst. Auch Peugeot und Alpine streben nach einem großen Erfolg vor heimischem Publikum, nachdem 2025 enttäuschend verlief. Peugeots letzter Sieg in Le Mans datiert aus dem Jahr 2009 mit dem 908 HDi, während Alpines Durststrecke bis 1978 zurückreicht. Toyota, mehrfacher Weltmeister, gewann Le Mans von 2018 bis 2022 fünfmal in Folge und hat sein überarbeitetes TR010 Hybrid Hypercar im Winter deutlich weiterentwickelt, um wieder die Oberhand zu gewinnen. BMW geht in seine dritte Saison mit dem M Hybrid V8 und verfolgt ebenfalls ambitionierte Ziele. Aston Martins Valkyrie zeigte im vergangenen Jahr starke Fortschritte, und die Hyundai-Premiummarke Genesis feiert nach intensiver Entwicklungsarbeit ihr Debüt. Mit einem Staraufgebot an Fahrern angeführt vom zweifachen Weltmeister und dreifachen Le-Mans-Sieger André Lotterer meint es die koreanische Marke ernst. Neben erfahrenen Piloten wie Lotterer stehen zahlreiche junge Talente bereit, sich im Hypercar-Feld zu beweisen. Der frühere FIA-Formel-2-Champion Théo Pourchaire startet für Peugeot, während Victor Martins 2026 mit Alpine sein Langstrecken-Debüt gibt – beide dürfen sich auf begeisterte Unterstützung aus der Heimat freuen.

Bild: Martin Bormann
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In der LMGT3-Kategorie treten 25 Fahrzeuge gegeneinander an – bekannt für packende Zweikämpfe und enges Racing. 2025 gewannen fünf der neun Marken mindestens ein Rennen in der FIA WEC, die übrigen vier erreichten Podiumsplätze. In Le Mans überquerten die ersten vier Fahrzeuge sogar in derselben Runde die Ziellinie.

Ein spannender Neuzugang ist der ehemalige Williams-F1-Pilot Logan Sargeant, der als Rookie für Proton Competition im Ford Mustang startet. Die 18 regulären Meisterschaftsteams werden durch sieben zusätzliche Einsätze ergänzt, darunter dritte Fahrzeuge für TF Sport (Corvette) und Iron Lynx (Mercedes-AMG). Hinzu kommen unter anderem ein kanadisch eingesetzter Corvette von 13 Autosport, ein Aston Martin Vantage von Racing Spirit of Léman sowie mehrere Ferrari 296. Einer davon wird von Lorenzo Patrese pilotiert – Sohn des ehemaligen F1-Vizeweltmeisters Riccardo Patrese.

Ihr gemeinsames Ziel: den amtierenden Weltmeister Manthey zu entthronen, dessen Porsche 911 seit Einführung der LMGT3-Klasse in Le Mans als Maßstab gilt.

In der LMP2-Kategorie schließlich gehen 19 Prototypen an den Start, darunter bekannte Namen aus der FIA WEC: Grégoire Saucy, der künftige McLaren-Hypercar-Fahrer Mikkel Jensen, der neu ernannte Peugeot-Testfahrer Alex Quinn, die amtierende F1-Academy-Championesse Doriane Pin, der zweimalige Le-Mans-Gesamtsieger Romain Dumas – erstmals seit drei Jahren wieder am Start – sowie Pietro Fittipaldi und Enzo Trulli.

Mit einem herausragenden Starterfeld in allen drei Klassen – und jedem einzelnen Teilnehmer hochmotiviert, Motorsportgeschichte zu schreiben – entsteht eine neue Legende. Spannung, Dramatik und unvergessliche Momente sind garantiert!

 

Text: WEC Pressemitteilung

Bild: FIA WEC
Bild: FIA WEC

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