· 

Manthey Racing steht vor Verkleinerung des Fahreraufgebots

Manthey, Grello, Thomas Preining, Porsche 911 R GT3,
Bild: Martin Bormann

Manthey Racing, eines der prägendsten Teams der DTM-Saison 2025, steht offenbar vor einer strukturellen Anpassung für das kommende Jahr. Wie Motorsport-Total berichtet, wird derzeit intern damit gerechnet, das Aufgebot 2026 trotz einer äußerst erfolgreichen Saison mit drei eingesetzten Porsche-Fahrzeugen auf zwei Autos zu reduzieren. Dieser Schritt erfolgt, obwohl das Team mit Ayhancan Güven den Fahrertitel gewann, die Teammeisterschaft sicherte und Nachwuchspilot Morris Schuring zum „Rookie of the Year“ gekürt wurde.

Manthey, Grello, Ayhancan Güven, Porsche 911 R GT3,
Bild: Martin Bormann

Auch wenn die sportliche Bilanz kaum besser hätte ausfallen können, spielen wirtschaftliche und organisatorische Faktoren bei der Entscheidungsfindung eine bedeutende Rolle. Manthey agiert in der DTM als Kundenteam von Porsche und ist damit in enger Abstimmung mit dem Hersteller. Die finale Entscheidung über die Fahreraufstellung liegt nicht allein beim Team. Patrick Arkenau, Bereichsleiter für Renneinsätze, machte deutlich, dass man aktuell von zwei Nennungen für die Saison 2026 ausgehe. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch, weiterhin eine starke Fahrerbesetzung stellen zu können.

Ein Verbleib von Thomas Preining gilt als wahrscheinlich, da er in den Planungen von Porsche und Manthey weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Anders gestaltet sich die Situation bei Ayhancan Güven. Obwohl er die DTM 2025 als Meister abschloss, könnte Porsche für ihn ein anderes Rennprogramm ins Auge fassen, möglicherweise mit internationalem Fokus. Beim jüngsten Reifentest in Paul Ricard deutete zudem die Teilnahme eines weiteren Fahrers darauf hin, dass Porsche bereits potenzielle Alternativen für die kommenden DTM-Einsätze prüft.

Manthey, Grello, Morris Schuring, Porsche 911 R GT3,
Bild: Martin Bormann

Trotz der bevorstehenden Reduktion zeigt sich Manthey Racing zuversichtlich. Man wolle den eingeschlagenen Erfolgsweg fortsetzen und betont, dass eine kompaktere Teamstruktur nicht zwangsläufig ein Nachteil sein müsse. Vielmehr sei entscheidend, mit einer starken und harmonischen Fahrerpaarung in die neue Saison zu gehen, um an die Erfolge des Jahres 2025 anzuknüpfen.

 

Text: NRingInfo

Kommentar schreiben

Kommentare: 0