
Die Iron Dames kündigten am 27.11.2024 ihren Ausstieg aus der FIA World Endurance Championship an. Die Mannschaft beendet nach dem Saisonfinale 2025 ihr Engagement in der Langstreckenserie. Das Team reagiert auf strategische Veränderungen und interne Herausforderungen im Umfeld von DC Racing Solutions. Dieser Schritt überrascht, weil die Equipe zuvor mit starken Ergebnissen und einem klaren Ziel für mehr Vielfalt im Motorsport aufgefallen war.
Die Iron Dames setzten seit 2021 ein rein weibliches Fahrertrio in der internationalen Langstreckenszene ein und etablierten sich schnell als feste Größe. Die Crew erzielte im November 2023 ihren größten Erfolg, als sie im Saisonfinale in Bahrain triumphierte und den Klassensieg im Porsche neun-elf RSR neun-zehn erntete. Diese Leistung untermauerte das Potenzial des Programms und lenkte viel Aufmerksamkeit auf das Thema Frauenförderung im Profi-Motorsport.

Im Verlauf der folgenden Jahre passte die Mannschaft ihr Projekt an die neuen GT-Regeln an und steuerte nacheinander unterschiedliche GT3-Fahrzeuge. Der Lamborghini Huracán GT3 Evo zwei und später der Porsche neun-elf GT3 R von Manthey Racing prägten die jüngste Phase. Besonders beim Klassiker von Le Mans zeigte die Crew starke Leistungen und kämpfte 2024 lange um Spitzenränge, bevor sie die Ziellinie auf dem vierten Platz überquerte.
Hinter den Kulissen wuchsen jedoch die Schwierigkeiten. Die Struktur des übergeordneten Organisationsteams DC Racing Solutions geriet ins Wanken, da mehrere verknüpfte Projekte ins Stocken gerieten. Diese Entwicklung führte zu Unsicherheiten und zwang die Verantwortlichen der Iron Dames dazu, das WEC-Programm neu zu bewerten. Das Team erklärte, man bereite derzeit neue Konzepte für andere Rennserien vor und wolle die Grundidee des Projekts weitertragen.
Mit dem angekündigten Rückzug endet ein Kapitel, das viele Fans für richtungsweisend hielten. Die Iron Dames zeigten, dass ein professionelles Frauenteam in der Spitze der Langstreckenwelt konkurrenzfähig auftreten kann. Ob dieser Impuls ausreicht, um künftig mehr weibliche Beteiligung im internationalen Langstreckensport zu verankern, bleibt offen. Die Motorsportwelt blickt gespannt darauf, wohin sich das Projekt ab 2026 entwickelt.
Text: NRingInfo








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