
Beim DTM-Saisonfinale am Sonntag, dem 5. Oktober 2025, auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zeigte Fabio Scherer trotz schwieriger Bedingungen großen Einsatz. Der Schweizer Ford-Pilot blieb mit den Plätzen siebzehn und achtzehn zwar ohne Punkte, beendete seine zweite Saison im Ford Mustang GT3 jedoch mit Kampfgeist und Zuversicht.
Bereits das Freie Training am Freitag zeigte, dass das Wochenende kein einfaches werden würde. Die Anpassung der Balance of Performance erschwerte die Aufgabe zusätzlich, dazu kam ein technisches Problem am Ford Mustang. „Wir mussten uns Schritt für Schritt in das Wochenende hineinarbeiten“, erklärte der 26-jährige Luzerner nach dem Zeittraining. Trotz begrenzter Fahrzeit zeigte er in den Rennen seine ganze Routine.
Das erste Rennen am Samstag startete im strömenden Regen. Von Startplatz zweiundzwanzig kämpfte sich Scherer konsequent nach vorne, suchte Zweikämpfe und lieferte sich packende Duelle mit erfahrenen Piloten wie Timo Glock. Mit präzisem Fahrstil brachte er den Ford Mustang GT3 trotz eines technischen Defekts über die Distanz und sah auf Platz siebzehn die Zielflagge.
Am Sonntag folgte das letzte Rennen der DTM-Saison 2025. Nach einer Rückversetzung ging Scherer von Startplatz vierundzwanzig ins Rennen. Ein turbulenter Lauf mit mehreren Zwischenfällen, zwei Boxenstopps und einer beschädigten Karosserie forderte das gesamte Team. Trotz allem zeigte Scherer Entschlossenheit und beendete das Rennen auf Platz achtzehn. „Natürlich bin ich enttäuscht, aber wir haben als neues Team große Fortschritte gemacht“, erklärte der Schweizer nach der Zieldurchfahrt.
Vor der Kulisse von über 100 000 Zuschauern erlebte Scherer ein emotionales Wochenende auf dem Hockenheimring. Besonders die vielen Schweizer Fans sorgten für Gänsehautstimmung. „So viele Schweizer Flaggen auf den Tribünen zu sehen, war unglaublich. Diese Unterstützung gibt mir enorm viel Motivation“, sagte er sichtlich bewegt.
Trotz der Rückschläge zieht der Luzerner eine positive Bilanz der Saison. „Wir wussten, dass wir als neues Team Lehrgeld zahlen würden. Ab der zweiten Saisonhälfte konnten wir konstant in den Top-Ten mitfahren. Das verdanken wir der großartigen Arbeit der gesamten Crew.“ Nach einer kurzen Pause richtet Scherer den Blick bereits auf die kommende Saison: „Jetzt heißt es durchatmen – 2026 greifen wir wieder an.“
Text: NRingInfo








Kommentar schreiben