
Die legendären Suzuka 1000km feiern an diesem Wochenende ihr lang erwartetes Comeback im internationalen Langstreckenkalender. Erstmals seit 2019 kehrt Japans traditionsreichstes Sommer-Ausdauerrennen zurück – und das gleich als vierte Saisonstation der Intercontinental GT Challenge powered by Pirelli (IGTC). Insgesamt 33 GT3-Boliden von acht Herstellern nehmen den Klassiker in Angriff.
Die Ausgangslage vor dem vorletzten Lauf der Saison verspricht Hochspannung: BMW liegt nach zwei Siegen zu Saisonbeginn in der Herstellerwertung in Führung, während die Werksfahrer Augusto Farfus und Kelvin van der Linde nur durch zwei Punkte an der Spitze der Fahrerwertung getrennt sind. Auch im Independent Cup ist noch alles offen: Dort teilen sich Ralf Bohn und Kenny Habul nach Erfolgen in Spa und Bathurst die Tabellenführung.
Mit 26 Fahrzeugen von BMW, Ferrari, Mercedes-AMG und Porsche stellen die vier eingeschriebenen IGTC-Hersteller den Großteil des Feldes. Dabei gilt: Nur die jeweils zwei bestplatzierten Autos pro Marke sammeln Punkte für die Herstellerwertung, während Fahrer ihre Zähler nach dem bekannten Top-10-Schema einfahren.
Für zusätzliche Brisanz sorgt die Tatsache, dass Suzuka gleichzeitig den größten Independent-Cup-Auftritt seit der IGTC-Premiere 2016 verzeichnet. Neben Bohn und Habul treten auch Antares Au, Adrian D’Silva und Jonathan Hui an, um wichtige Punkte im Titelkampf einzusammeln, bevor das große Saisonfinale im Oktober in Indianapolis steigt.
Doch nicht nur die IGTC-Marken jagen Punkte. Auch Audi, Callaway, Chevrolet und Nissan sind mit von der Partie, wenn auch ausschließlich auf Gesamtsieg und Klassenerfolge fokussiert. Besonders die japanischen Fans dürfen sich auf starke Auftritte lokaler Teams freuen, die ihre Heimstärke auf der legendären Achterbahn von Suzuka ausspielen wollen.
Am Sonntagabend wird sich zeigen, ob bereits vorzeitig Meistertitel vergeben werden – oder ob der Kampf um die Intercontinental-Krone bis zum Showdown in den USA weitergeht. Sicher ist schon jetzt: Die Rückkehr der Suzuka 1000km verspricht Motorsport auf allerhöchstem Niveau.
Text: IGTC








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