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Hart erkämpfte Meisterschaftspunkte für Schubert Motorsport bei DTM-Hitzeschlacht auf dem Lausitzring

Bild: Alex Trienitz
Bild: Alex Trienitz

Das fünfte Wochenende in der DTM-Saison 2023 bot Schubert Motorsport bei hochsommerlichen Temperaturen erneut zwei herausfordernde Rennen. Vom 18. bis 20. August gastierte die prestigeträchtige Rennserie auf dem Lausitzring und das BMW M Motorsport Team aus Oschersleben musste im Kampf um die Tabellenführung gehörig die Krallen ausfahren. Vor 43.000 Zuschauern steuerten Sheldon van der Linde und René Rast die beiden BMW M4 GT3 der Titelverteidiger an beiden Tagen in die Punkte. Nachdem die beiden BMW-Werksfahrer am Samstag mit den Plätzen fünf und acht alles herausgeholt hatten, rollten sie das Feld am Sonntag nach einem schwierigen Qualifying von hinten auf.

Die Ausbeute in den Rennen auf dem 3,478 Kilometer langen Lausitzring sorgte dafür, dass der Abstand von Schubert Motorsport zum Gesamtführenden konstant blieb. Unter dem Strich büßte die Truppe von Torsten Schubert in der Teamwertung nur zwei Zähler auf die Spitze ein und liegt nun 32 Punkte zurück. Im Fahrerklassement befindet sich Sheldon van der Linde als Vierter ebenfalls weiter im Titelrennen. René Rast ist Achter. Weiter geht es für Schubert Motorsport in der DTM mit dem sechsten Rennwochenende vom 8. bis 10. September auf dem Sachsenring.

Der amtierende DTM-Champion erlebte wie schon am Nürburgring ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Am Samstag holte er sowohl im Qualifying als auch im Rennen das Maximum für sich und sein Team heraus. Auf Startplatz sechs war der 24-Jährige einmal mehr der bestplatzierte BMW-Pilot im Grid. Die gute Ausgangslage nutzte er im ersten Lauf über 60 Minuten plus eine Runde optimal aus. Mit der zweitschnellsten Rundenzeit im Feld der 28 DTM-Piloten behauptete er sich zu Beginn hinter der Spitze. Der Hitze bei über 30 Grad Celsius auf dem Lausitzring bot er mit perfektem Reifenmanagement und einem reibungslosen Boxenstopp auch in der zweiten Rennhälfte die Stirn und wurde dafür im Ziel mit Platz fünf belohnt.

 

 

Am Sonntag erwartete Sheldon van der Linde abermals ein regelrechter Kraftakt. Das Zeittraining wurde durch eine späte rote Flagge zu einem Shootout über fünf Minuten. Im dichten Verkehr erwischte der Südafrikaner keine optimale Runde und landete damit in Startreihe elf. In den Untiefen des Mittelfeldes stand ihm im zweiten Rennen ein kampfbetonter Nachmittag bevor. Mit viel Durchsetzungsvermögen und der Power seines BMW M4 GT3 bahnte er sich den Weg nach vorne. Durch einen frühen Boxenstopp verschaffte ihm der Kommandostand von Schubert Motorsport freie Fahrt. Die Taktik ging auf, sodass van der Linde nach dem Boxenstoppfenster an den Punkterängen kratzte. In der zweiten Rennhälfte überholte er noch drei Konkurrenten und ergatterte als 13. wertvolle Zähler für die Gesamtwertung.

Sheldon van der Linde: "Ehrlich gesagt war ich selten so entnervt wie nach diesem Sonntag. Die Startphase lief super und die zweite Runde war wirklich optimal, denn da habe ich drei oder vier Autos überholt. Aber dann wurde ich in Kurve sechs massiv abgedrängt und habe vier Plätze verloren. Danach hing ich im Mittelfeld fest und es war sehr schwierig, sich daraus zu befreien. Der Samstag war mit dem Top-5-Resultat letztendlich unser Highlight und das Wochenende so abzuschließen, gibt einem nicht das allerbeste Gefühl. Aber zum Glück haben wir am Sachsenring bald die nächste Chance. Dort wollen wir stark zurückkommen."

 

René Rast (GER)

BMW M4 GT3 - #33

Qualifying 1: P11 - Rennen 1: P8

Qualifying 2: P15 - Rennen 2: P11

 

 

Für René Rast waren beide Rennen auf dem Lausitzring von harten Duellen geprägt. Der dreifache DTM-Meister stellte seinen BMW M4 GT3 im Zeittraining am Samstag für Rennen eins in die sechste Startreihe. Von dort aus machte er in der Startphase zwei Positionen gut und hielt im ersten Stint im Verfolgerfeld den Anschluss. In der 18. Runde leistete die Pitcrew von Schubert Motorsport mit dem Reifenwechsel in 7,3 Sekunden einmal mehr ganze Arbeit und schickte Rast auf Rang neun wieder auf die Strecke. In der zweiten Rennhälfte machte der 36-Jährige aus Minden noch einen weiteren Platz gut und beendete seine Aufholjagd nach 44 Runden als Achter.

 

 

Der Sonntag markierte den 100. DTM-Start für den Routinier und ähnlich wie sein Teamkollege hatte auch Rast im Rennen viel Arbeit vor sich. Zwar zog er sich in der hektischen Qualifikation als schnellster der vier BMW-Piloten im DTM-Feld aus der Affäre, kam dabei aber nicht über die achte Startreihe hinaus. Im ersten Stint musste auch er die Ellenbogen ausfahren, um Boden gutzumachen. Bis zum Reifenwechsel im 16. Umlauf hatte er sich auf Platz zwölf vorgearbeitet.  Ein weiterer sauberer Boxenstopp der Schubert Motorsport-Crew brachte ihn für die zweite Rennhälfte in eine gute Position. Bis zur Zielflagge kämpfte sich Rast auf Rang elf vor und nahm dafür vier Meisterschaftspunkte mit.

 

René Rast: "Am Start konnte ich das Momentum des BMW nutzen und einige Autos überholen, aber nach Kurve eins ging es drunter und drüber und ich habe wieder etwas an Boden verloren. Es wurde im Mittelfeld wirklich sehr hart gefahren. Wir sind teilweise zu viert nebeneinander auf der Start- und Zielgeraden gewesen und das war schon etwas haarig. Wenn sich da jemand falsch bewegt, kann das ins Auge gehen, aber es ist alles gutgegangen. Letztendlich war nicht mehr drin. Uns hat ein bisschen die Pace gefehlt, aber wir sind in beiden Rennen vorgekommen und haben ein paar Punkte mitgenommen. Es wäre enttäuschend gewesen, nach so harten Rennen mit leeren Händen dazustehen."

 

Teammanager Marcel Schmidt: "Es ist schwierig, mit dem Wochenende zufrieden zu sein, obwohl wir hier als Team eine gute Leistung gezeigt haben. Wir hatten auf dem Lausitzring mit unserem Auto keine leichte Aufgabe und haben am Samstag das Beste aus den Möglichkeiten gemacht. Das zweite Rennen wurde vom Qualifying bestimmt. In der entscheidenden Phase war die Track Position für uns nicht optimal und das hat uns ein besseres Resultat verbaut. Sheldon und René haben bei der harten Gangart im Mittelfeld wieder sehr eindrucksvoll ihre Klasse unter Beweis gestellt. Es ist ihrer guten Übersicht zu verdanken, dass wir am Sonntag noch Punkte eingefahren haben. Da waren einige Aktionen dabei, bei denen das Rennen ganz schnell vorbei sein kann. Sie haben stets richtig entschieden und Schaden vom Auto abgewendet. Diese Punkte können am Ende entscheidend sein und wir haben auch wieder gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Am Sachsenring werden wir alles geben, um den Rückstand in der Meisterschaft zu verkürzen."

 

Text: Schubert Motorsport Pressemeldung