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DAS QUALIFYING IN ITALIEN: GIROLAMI SCHLÄGT AZCONA IM KAMPF UM DIE POLE

Bild: FIA WTCR
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Néstor Girolami sicherte sich mit der schnellsten Rundenzeit im Q3-Shootout auf dem Autodromo Vallelunga Piero Taruffi die Poleposition für das erste Rennen und verwies damit Mikel Azcona auf den zweiten Platz.

Für den Fahrer aus dem Team Der ALL-INKL.COM Münnich Motorsport ist es die zweite Poleposition der Saison. Die Top 5 wurden von Norbert Michelisz, Nathanaël Berthon und Esteban Guerrieri komplettiert.

„Ich habe alles gegeben!“, freute sich Girolami. „Wir wussten, wir würden stark auf dieser Strecke sein. Die Arbeit der zwei Testtage hat sich wirklich ausgezahlt. Ich möchte mich bei Honda und beim Team für die harte Arbeit bedanken. Uns ist klar, dass dies die letzte Möglichkeit ist, den Rückstand auf Azcona zu verringern, um noch weiterhin eine Chance auf die Meisterschaft haben. Wir müssen diese 40-Punkte-Lücke irgendwie schließen. Dafür haben wir heute einen guten ersten Schritt gemacht. Morgen warten zwei lange Rennen auf uns.“

 

„Das Auto ist fantastisch und unsere Pace auf eine Runde ist extrem stark. Die vergangenen Rennen haben gezeigt, wie sehr wir unter der Hitze im Rennen leiden. Wir werden also in den Rennen langsamer sein, weswegen wir im Qualifying wichtige Punkte holen müssen.“

Bild: FIA WTCR
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Der schnellste Mann im 20-minütigen Q1 war allerdings Esteban Guerrieri. Bei extremen Streckentemperaturen um die 50 Grad Celsius und schweißtreibenden 40 Grad Celsius Lufttemperatur fuhr der Mann aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport eine 1:15.140 Minuten und war damit schneller als Attila Tassi aus dem Team LIQUI MOLY Engstler und der amtierende, von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader Mikel Azcona.

 

Yvan Muller war der erste Fahrer, der es nicht in das Q2 schaffte. Am Ende musste er sein Qualifying aufgeben, um seinen Teamkollegen bei Cyan Racing Yann Ehrlacher nicht aus dem Qualifying zu werfen. Der amtierende „König“ des WTCR, der gleichzeitig Mullers Neffe ist, kam als Zwölfter eine Runde weiter, während er selbst auf Platz 13 ausschied.

Bild: FIA WTCR
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Ebenfalls sichtlich enttäuscht war Rob Huff. Für den Meisterschaftsvierten aus dem Team Zengő Motorsport reichte es nur für Platz 14. Dahinter landeten Thed Björk aus dem Team Cyan Performance Lynk & Co und Tiago Monteiro aus dem Team LIQUI MOLY Engstler. Für Björk wird es im ersten Rennen allerdings ganz nach hinten gehen, nachdem der Schwede aufgrund eines Unfalls mit Azcona in Vila Real eine Strafversetzung um drei Plätze nach hinten aufgebrummt bekommen hatte.

Im 10-minütigen Q2 gab dann Néstor Girolami mit einer 1:15.083 Minuten das Tempo vor, hinter ihm landete sein Teamkollege Esteban Guerrieri. Beide Fahrer schafften es in der Hektik allerdings nicht, im finalen Run der Session eine weitere Zeit zu setzen. Doch auch die restlichen Fahrer schafften es im Gedränge nicht, auf eine weitere schnelle Runde zu gehen, weswegen die erste Runde der Honda-Fahrer ausreichte, um vorne zu bleiben.

Die restlichen drei Plätze im Q3-Shootout gingen an Mikel Azcona, Norbert Michelisz und Nathanel Berthon. Platz zehn und die damit einhergehende Reverse-Grid-Pole geht an Yann Ehrlacher, der zusammen mit seinem Teamkollegen, Santiago Urrutia, das zweite Rennen aus der ersten Startreihe beginnen wird. Platz sechs belegte Attila Tassi. Doch der Ungar wird nach einem Vergehen unter gelber Flagge während des ersten Freien Trainings für das erste Rennen um drei Plätze nach hinten versetzt. Die beiden Fahrer aus dem Team Comtoyou Audi Sport, Mehdi Bennani und Gilles Magnus, belegten die Plätze sieben und acht. Ma Qing Hua fuhr mit seinem Lynk & Co auf Platz 11, Tom Coronel auf Platz 12.

 

Berthon war der erste, der im Q3-Shootout antrat. Der Franzose legte eine saubere Runde hin und setzte eine Bestzeit von 1:15.341 Minuten. Danach kam Norbert Michelisz, der unbedingt seine erste Pole der Saison einfahren wollte. Nachdem er im ersten Sektor noch langsamer gewesen war, konnte er die Zeit von Berthon im zweiten und dritten Sektor knacken. Am Ende war der Ungar um 0,061 Sekunden schneller.

Bild: FIA WTCR
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Azcona war der dritte der fünf Piloten, der seine Runde drehte. Auch der amtierende, von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader war im ersten Sektor langsamer, doch dann fuhr er in den letzten beiden Sektoren die absolut schnellste Zeit. Am Ende war er um 0,228 Sekunden schneller als Teamkollege Michelisz. Da dies zwischenzeitlich die schnellste Runde des Qualifyings war, sah alles danach aus, als würde der Spanier die maximale Punkteausbeute im Qualifying einfahren.

 

Nur noch die beiden Honda-Piloten von ALL-INKL.COM Munnich Motorsport konnten Azcona den Tag verderben. Den ersten Angriff führte Esteban Guerrieri. Doch mit einem Abstand von 0,466 Sekunden war er deutlich langsamer als Azcona. „Ich habe mir die Daten angesehen, um zu verstehen, was genau passiert ist. Ich habe bereits im flachen ersten Sektor zwei Zehntel verloren. Ich weiß nicht, was das Problem ist, aber es ist, was es ist.“

Damit hing alles an Néstor Girolami. Der Argentinier warf besonders in den Kurven 8 und 9 alles in die Waagschale und wurde dafür belohnt: Mit einer 1:14.811 Minuten fuhr er eine sensationelle Zeit, die einzige unter 1:15 Minuten an diesem Wochenende und 0,241 Sekunden schneller als Mikel Azcona, der dadurch nicht mehr die maximale Ausbeute von zehn Punkten für das Qualifying erhielt. Dennoch konnte er mit diesem Ergebnis den Vorsprung auf Santiago Urrutia vor den beiden Rennen am Sonntag auf 24 Punkte ausbauen.

Das erste Rennen in Italien beginnt am Sonntagvormittag um 11:55 Uhr, Rennen 2 folgt um 17:10 Uhr.

 

Tet: FIA WTCR Pressemeldung

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