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FIA WTCR Vila Real: Doppelsieg für Lynk&Co in Lauf 1, Rob Huff gewinnt das 100. FIA WTCR Rennen

Bild: FIA WTCR
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DAS ERSTE RENNEN IN PORTUGAL: DOPPELSIEG FÜR LYNK & CO

Bild: FIA WTCR
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In einem spannenden ersten Rennen in Portugal fuhren Santiago Urrutia und Yann Ehrlacher auf dem Stadtkurs von Vila Real einen Doppelsieg für Lynk & Co ein.

 

Santiago Urrutia aus dem Team Cyan Performance Lynk & Co gewann das Rennen von der Poleposition aus. Allerdings verlor der Uruguayer zwischenzeitlich die Führung an Ehrlacher, nachdem er seine Joker-Runde absolviert hatte. Doch das Team intervenierte im Anschluss und wies den amtierenden „König“ des WTCR an, die Position zurückzugeben.

Die beiden Lynk & Co erwischten einen sauberen Start und setzten sich sofort vom Drittplatzierten, Néstor Girolami, ab. Urrutia absolvierte bereits in der dritten Rennrunde seine Joker-Runde, woraufhin Ehrlacher pushte und die Joker-Runde direkt danach konterte – mit Erfolg. Doch kurz darauf bekam er die Anweisung, seinen Lynk-&-Co-Kollegen wieder vorbeizulassen.

Urrutia hatte bereits vor dem Rennen durchblicken lassen, dass es eine „Strategie“ für das Rennen geben würde. „Yann und ich waren schnell genug, das Rennen zu kontrollieren“, sagte Urrutia. „Ich habe vor dem Rennen bereits gesagt, wir haben eine Strategie, der wir folgen werden. Und das hat super funktioniert. Wir haben viele Punkte für die Fahrer- und die Teammeisterschaft geholt. Danke an Cyan, danke an Yann und an alle anderen. Wir haben unseren Job erledigt und sind so in das Ziel gekommen, wie wir gestartet sind – auf eins und zwei. Das freut mich vor allem für das Team.“

Bild: FIA WTCR
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Yann Ehrlacher hingen wirkte alles andere als glücklich. „Ich bin ein professioneller Fahrer und befolge die Anweisungen des Teams. Wie gesagt, es gab eine vorher abgesprochene Strategie“, sagte Ehrlacher. „Wir haben die maximale Punktzahl für das Team geholt und genau das war das Ziel. Das haben wir erreicht und konzentrieren uns jetzt auf das zweite Rennen.“

„Aber dennoch war es nicht ganz klar, um ehrlich zu sein“, sagte Ehrlacher über die Strategie. „Wir wollten in der gleichen Reihenfolge in die erste Kurve einbiegen, um eine Kollision, wie wir sie bereits in der Vergangenheit hatten, zu vermeiden. Aber dieses Szenario war nicht abgesprochen. Ich hatte eine gute Pace und bin ein richtiges Rennen gefahren, aber dann kam die Stallorder. Ich muss mich wie ein Profi verhalten und es akzeptieren, ohne etwas zu sagen. Immerhin bin ich ein paar Runden für die Führungsrundenstatistik gefahren, aber mehr konnte ich leider nicht tun. Es fällt mir schwer, auf der Geraden Vollgas zu geben.“

„Es ist ärgerlich, den Sieg auf diese Art und Weise zu verlieren, aber ich freue mich wirklich über die vielen Punkte, die für Cyan geholt haben. Das ist das Wichtigste, auch wichtiger als die Fahrermeisterschaft. Ich hoffe nur, dass es auch dazu beiträgt, dass am Ende des Jahres ein blaues Auto an der Spitze der Meisterschaft steht. Welches ist egal.“

 

Hinter den Spitzenreitern musste Girolami einiges investieren, um den Hyundai Elantra N TCR von Norbert Michelisz hinter sich zu halten und den Podiumsplatz einzufahren. „Ich bin überglücklich“, sagte Girolami. „Das gesamte Team hat einen fantastischen Job gemacht. Norbi hat am Ende des Rennens das Feld eingebremst, was mir zu Gute gekommen ist. Doch wir müssen noch schneller werden, um um die Meisterschaft kämpfen zu können.“

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Michelisz setzte sich im Rennen gegen den Lynk & Co von Ma Quing Hua durch und wurde am Ende Vierter. Rob Huff aus dem Team Zengő Motorsport startete von Platz sieben und beendete das Rennen als Sechster.

 

Mehdi Bennani aus dem Team Comtoyou Audi Sport stand das ganze Rennen durch den amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader, Mikel Azcona, unter Druck, konnte den siebten Platz aber verteidigen, wodurch er das Rennen auf der gleichen Position beendete von der er auch gestartet war.

Zu Beginn des Rennens wurde er vom Honda von Attila Tassi aus dem Team LIQUI MOLY Engstler getroffen. In der gleichen Rechtskurve kam es später auch nochmal zur Berührung mit Thed Björk. Azcona jagte Björk und Bennani, als er in der Schikane zu weit herauskam und zwei Plätze an Tassi und den Lokalmatador, Tiago Monteiro, verlor. Allerdings konnte er den Platz gegen Monteiro wieder gut machen und auch Attila Tassi wurde am Ende, aufgrund einer Fünf-Sekunden-Strafe, hinter ihm gewertet. Für Tassi stand am Ende Platz neun, während Nathanaël Berthon aus dem Team Comtoyou DHL Audi Sport die Top 10 komplettierte.

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Tiago Monteiro landete bei seinem Heimspiel auf Platz elf, vor Dániel Nagy (Cupra) und Tom Coronel (Audi). Nachdem er sich bei einer Kollision mit Gilles Magnus in der ersten Runde einen Reifenschaden zugezogen hatte, landete Yvan Muller am Ende nur auf Platz 14. Dennoch konnte er nach einem Reifenwechsel weiterfahren, während Gilles Magnus das Fahrzeug abstellen musste.

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Auch Thed Björk schied nach einer Kollision mit Mehdi Bennani aus. Esteban Guerrieri sah aufgrund einer gebrochenen Aufhängung nicht die Ziellinie.

Mit diesem Ergebnis trennen Mikel Aczona und Santiago Urrutia nur noch sechs Punkte. Yann Ehrlacher lauert mit weiteren sechs Punkten Abstand auf Platz 3.

Das zweite Rennen in Portugal startet um 18:15 Uhr deutscher Zeit.

 

Text: FIA WTCR Pressemeldung

DAS ZWEITE RENNEN IN PORTUGAL: ROB HUFF SCHREIBT GESCHICHTE

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Rob Huff gewann das 100. Rennen in der Geschichte des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) in Vila Real. Für den Briten war es der erste Sieg der Saison.

 

Dabei stürmte Huff von Startplatz vier aus nach ganz vorne, um den ersten Sieg für  Zengő Motorsport und für Cupra in dieser Saison einzufahren.

Yvan Muller startete von der Reverse-Grid-Pole vor Attila und dem amtierenden, von Goodyear präsentierten #FollowTheLeader, Mikel Azcona. Rob Huff lag auf Position vier, als in der dritten Runde das Safety-Car herauskam. Lokalmatador Tiago Monteiro aus dem Team LIQUI MOLY Engstler kollidierte mit Esteban Guerrieri aus dem Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport. Beide prallten in einer Rechtskurve in die Leitplanke.

Nach der Wiederaufnahme des Rennens in Runde sechs kam die einzig für Vila Real eingeführte Joker-Runde zum Tragen, welche den Rennverlauf komplett auf den Kopf stellen sollte. Yvan Muller trat sie in Runde acht an, verbremste sich allerdings dabei, wodurch er auf den vierten Platz zurückfiel.

Rob Huff hingegen wartete und übernahm dadurch die Führung. Als er in Runde 12 seine Joker-Runde absolvierte, war sein Vorsprung groß genug, um die Position zu halten. Nur Sekunden später krachte sein Teamkollege, Dániel Nagy, nach der Schikane in die Mauer. Nathanaël Berthon konnte nicht mehr ausweichen und knallte in den Cupra hinein, was die zweite Safety-Car-Phase des Rennens auslöste.

Bild: FIA WTCR
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Wenn der Unfall vor Huffs Joker-Runde passiert wäre, hätte der Brite das Rennen wahrscheinlich verloren. So war er nach der Safety-Car-Phase in Führung – eine Führung, die er bis zum Ende des Rennens nicht mehr abgeben sollte.

 

„Wir haben uns zum Glück nicht bis zum Safety-Car Zeit gelassen“, freute sich Huff. „Ich habe die Entscheidung getroffen. Die Beiden [Tassi und Azcona] haben nacheinander ihre Joker-Runde absolviert. Wir wussten, wir würden mit freier Fahrt eine Sekunde schneller sein. Mein Ingenieur hat mich dann über Funk auf dem Laufenden gehalten und wir konnten die Lücke zufahren. Das Auto war hervorragend und irgendwie – ich werde noch eine Weile brauchen, um herauszufinden, wie – haben wir das Rennen gewonnen. Das ist ein super Ergebnis für die Meisterschaft, für das Team, für die Zuschauer und für alle Leute zu hause.“

Zweiter wurde der Honda von Attila Tassi. Platz drei ging an Mikel Azcona, der damit seinen Vorsprung in die Fahrermeisterschaft weiter ausbaut.

„Bis jetzt ging für uns in dieser Saison nicht viel zusammen“, sagte Tassi. „Wir haben viel Pech gehabt, auch heute wieder, als Rob seine Joker-Runde eine Runde vor dem Safety-Car absolvierte. Dennoch, seine Pace war herausragend und er hat getan, was er tun musste. Ich denke, ich hätte nicht mehr aus dem Auto herausholen können. Ich habe die ganze Zeit aufgepasst, denn ich wusste, Mikel würde nach seiner Joker-Runde eine viel bessere Pace gehen können. Als er sie dann angetreten hat, habe ich alles herausgeholt und meine Joker-Runde gleich danach absolviert. Im Anschluss ging es nur noch darum, die Reifen zu managen.“

 

„Ich wollte das Rennen genau wie vor drei Jahren gewinnen. Doch Robs Pace war wirklich unglaublich. Zum Glück konnte ich dem Team dennoch etwas zurückgeben, denn sie haben wirklich hart gearbeitet. Hoffentlich können wir daran anknüpfen.“

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Azcona freute sich darüber, seinen Status als amtierender, von Goodyear präsentierter #FollowTheLeader verteidigen zu können. Sein Vorsprung auf Santiago Urrutia beträgt nun 16 Punkte, vier weitere Punkte dahinter lauert Yann Ehrlacher. Rob Huff ist durch den Sieg auf Rang vier in der Meisterschaft vorgerückt.

„Es ist immer ein gutes Gefühl, die Goodyear-Mütze zu tragen. Das bedeutet, wir führen weiterhin die Meisterschaft an. Wir haben gute Punkte in einem eigentlich schwierigen Wochenende geholt und stehen am Ende mit Platz drei auf dem Podium.“

 

Platz vier ging an Yvan Muller, dicht gefolgt von Norbert Michelisz aus dem Team BRC Hyundai N Squadra Corse. Mehdi Bennani konnte sich der Angriffe von Ma Qing Hua und Yann Ehrlacher erwehren und Platz fünf nachhause bringen. Nach seinem Podium im ersten Rennen landete Néstor Girolami auf Platz neun, vor Santiago Urrutia und Thed Björk.

Tom Coronel wurde in seinem Audi Zwölfter. Gilles Magnus beendete das Rennen auf Platz 13.

 

Text: FIA WTCR Pressemeldung

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