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Emil Frey Racing sahnt mit Doppelsieg beim ADAC GT Masters-Wochenende in Zandvoort ab

Bild: Emil Frey Racing
Bild: Emil Frey Racing

Wishofer und Lappalainen bescheren dem Team einen ersten Sieg im ersten Rennen

#63 holt im zweiten Rennen mit Aitken und Costa Balboa den ersten Saisonsieg

Zweiter Podiumsplatz des Jahres für Rougier und Perera in der #19

Emil Frey Racing hat sich beim dritten Saisonlauf in Zandvoort mit einem historischen Doppelsieg in den Titelkampf um die ADAC GT Masters Meisterschaft katapultiert. Mick Wishofer und Konsta Lappalainen kontrollierten das erste Rennen am Samstag im Lamborghini Huracán GT3 EVO in der #14, während Jack Aitken und Albert Costa Balboa im zweiten Rennen am Sonntag einen Start-Ziel-Sieg einfuhren.

 

Zudem sammelten Arthur Rougier und Franck Perera im Auto mit der #19 weitere solide Punkte, indem sie im ersten Rennen einen starken achten Platz belegten, während sie im zweiten Rennen nach einem Drama des Porsche #91 auf der letzten Runde ein wohlverdientes Podium holten.

 

Durch den Sieg der #63 sind Costa Balboa und Aitken nun Vierte in der GT Masters-Wertung und gehen mit nur neun Punkten Rückstand auf die Spitze in die nächste Runde der Saison, während Rougier und Perera mit nur 13 Punkten Rückstand Sechste sind.

Freies Training

 

Das Wochenende begann am Freitag mit zwei freien Trainings, die unter trockenen Bedingungen stattfanden. Alle drei Lamborghini Huracán GT3 EVO von Emil Frey Racing zeigten guten Speed. Vor allem die #19 von Arthur Rougier und Franck Perera, die sich im ersten Training an die Spitze setzte, bevor sie am Nachmittag die zweitschnellste Zeit fuhr. Die #63 von Albert Costa Balboa und Jack Aitken war ebenfalls von Anfang an vorne mit dabei und schaffte die fünftschnellste Zeit, nachdem sie am Morgen noch auf Platz 12 gelandet war. Für die #14 hingegen war es ein Tag mit Höhen und Tiefen. Mick Wishofer und Konsta Lappalainen beendeten die erste Session als Elfte.

Samstag    

Qualifikation 1

 

Das Qualifying am Samstagmorgen stellte die EFR-Crews vor eine Reihe von Herausforderungen, da es während der Session regnete. Wishofer und Lappalainen demonstrierten das Potenzial des Autos auf dem Kurs von Zandvoort und sicherten sich mit einer Zeit von 1:34,039 die Pole Position für das erste Rennen, rund drei Zehntel schneller als der Zweitplatzierte. Leider wurde die #63 von Costa Balboa auf seiner besten Runde, die für die erste Startreihe gereicht hätte, blockiert und musste sich mit Platz 14 zufriedengeben. Rougier war in der #19 ebenfalls auf dem besten Weg, eine schnelle Zeit zu fahren, musste aber aufgeben, nachdem die Strecke für nass erklärt wurde. Damit belegte er damit Rang zehn auf der Startaufstellung.

Bild: Emil Frey Racing
Bild: Emil Frey Racing

Rennen 1

 

Die Strecke war zum Start des Rennens feucht, und die meisten Fahrer, darunter alle drei EFR-Lamborghinis, starteten auf Slick-Reifen. Nach einem verzögerten Start infolge eines Unfalls eines der Mercedes in der Einführungsrunde verlor Wishofer zunächst die Führung an den Mercedes mit der #8, bevor er sich in der darauffolgenden Runde wieder an die Spitze setzte. Danach baute er seinen Vorsprung als Führender auf über acht Sekunden aus, bevor er eine knappe halbe Stunde vor Rennende an die Box kam, um mit Lappalainen zu wechseln. Der Lamborghini mit der #19 lag anfangs auf dem achten Platz, bevor er sich nach dem Boxenstopp auf den sechsten Rang verbesserte. Die #63 hatte ein schwieriges Rennen, nachdem Costa Balboa eine frühe Strafrunde erhielt, weil die Rennleitung entschied, dass er beim rollenden Start nicht korrekt auf seiner Position gewesen sei.

Lappalainen hielt den Vorsprung, den Wishofer aufgebaut hatte, aufrecht und hielt dem Druck des hinter ihm fahrenden Audi #27 stand, um mit etwas mehr als einer Sekunde Vorsprung den ersten Sieg des Teams im ADAC GT Masters zu erringen.

Die #19 verlor beim Boxenstopp zwei Plätze und wurde Achter, nachdem Perera von Rougier übernommen hatte. Aitken machte in der Schlussphase des Rennens Fortschritte und landete nach einem sensationellen Überholmanöver gegen den Mercedes von Raffaele Marciello auf Platz 12.

 

Sonntag

Qualifikation 2

 

Alle drei Autos setzten ihre vielversprechende Performance am Sonntagmorgen fort, vor allem Jack Aitken, der im Auto mit der #63 zu seiner ersten GT Masters Pole Position raste. Der Brite fuhr eine Bestzeit von 1:33,471 und setzte sich damit mit nur vier Hundertstelsekunden Vorsprung an die Spitze. Perera schaffte in der #19 die drittschnellste Zeit, während sich der Sieger des ersten Rennens, Lappalainen, auf Platz 11 qualifizierte.

Rennen 2

 

Aitken schaffte von der Pole Position einen starken Start, ging als Führender in die erste Kurve und baute während seines Stints einen konstanten Vorsprung auf den Audi von Mattia Drudi auf. Da der Reifenverschleiss ein entscheidender Faktor im Rennen war, hielt Aitken einen knappen Vorsprung, fuhr dann aber vor seinem obligatorischen Boxenstopp rund drei Sekunden heraus und tauschte gegen Ende des 10-Minuten-Fensters mit Costa Balboa.

Costa Balboa übernahm nach Ende des Boxenstopp-Fensters wieder die Führung und baute während seines Stints den Vorsprung auf über drei Sekunden gegen Ende des Rennens aus. Der Audi verringerte diesen Vorsprung in den Schlussminuten, aber die #63 hatte noch genug Speed, um sich den Sieg zu sichern.

Die #19, die beim Start auf Platz vier zurückgefallen war, blieb nach dem Boxenstopp-Fenster mit Rougier am Steuer knapp hinter den Podesträngen, doch das französische Duo holte in der letzten Kurve des Rennens unerwartet einen Podiumsplatz, als der Porsche von Christian Engelhart langsamer wurde. Währenddessen hatte die #14 ein schwieriges Rennen und musste aufgeben, nachdem Wishofer gegen Ende des Rennens einen Reifenplatten hinten links erlitt.

Bild: Emil Frey Racing
Bild: Emil Frey Racing

Teamstimmen

Lorenz Frey-Hilti, Team Principal

 

“Mit zwei Pole Positions und zwei Siegen waren wir an diesem Rennwochenende sehr erfolgreich. Das Team hat tadellos und fehlerfrei gearbeitet. Einzig beim Start des ersten Rennens hat die #63 zu früh ausgeschert, weshalb wir eine Penalty-Lap erhalten haben. Die Piloten-Youngsters der #14 konnten direkt am ersten Renntag einen Sieg einfahren, was natürlich mega war. An beiden Rennen lag der Fokus auf dem Reifenmanagement und, dass diese bis zum Schluss durchhalten. Vor allem gegen Ende des Rennens haben die Reifen nämlich bei vielen Mitstreitern Schwierigkeiten verursacht. Es war sehr wichtig, dass wir diese Punkte mit Nachhause nehmen konnten. Zandvoort harmoniert mit unseren Fahrzeugen und wir haben zudem das richtige Setup gefunden. Es auch diesmal wieder sehr eng, denn die ersten acht Fahrzeuge befanden sich alle innerhalb von drei Zehnteln. Mit den zwei Siegen und insgesamt drei Podestplätzen sind wir sehr zufrieden.»

Jürg Flach, Technischer Direktor

"Es war ein sehr starkes Wochenende mit einer großartigen Leistung des gesamten Teams. Mit jedem Auto auf dem Podium zu stehen, ist aussergewöhnlich, und ich freue mich sehr für das ganze Team. Nach dem enttäuschenden Ende des Rennens in Le Castellet war es besonders hochverdient."

Fahrerstimmen Lamborghini Huracán GT3 EVO #14

Konsta Lappalainen (FIN)

 

"Rennen 2 war definitiv schwieriger als gestern, aber wir haben es geschafft. Angesichts des Handicaps durch den Sieg im ersten Rennen hatten wir ein wenig mit dem Speed zu kämpfen, und am Ende platzte der Reifen - manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Rennen 1 war fantastisch; Mick hat in seinem Stint einen Vorsprung herausgefahren, und ich musste es nur noch nach Hause fahren."

Mick Wishofer (AUT)

"Es war ein Megatag mit dem Sieg im ersten Rennen, vor allem von der Pole Position aus. Es war ein bisschen knifflig wegen der Bedingungen, mit Regen und abtrocknender Strecke im Qualifying, das war schon ein bisschen ein Glücksspiel. Aber wir haben es gut hinbekommen. Im Rennen war es auch schwierig, weil es vor dem Start regnete, so dass wir nicht sicher waren, mit welchen Reifen wir starten sollten. Wir sind wieder das Risiko eingegangen, auf Slicks zu starten, und das war die richtige Entscheidung. Ich wusste, dass ich die Position vom Mercedes zurückerobern konnte, und dann hat Konsta einen Mega-Job gemacht und den Sieg in seinem Stint nach Hause gefahren."

Fahrerstimmen Lamborghini Huracán GT3 EVO #63

Jack Aitken (UK)

 

"Es war ein Mega-Wochenende für das gesamte Team; wir hatten über die beiden Tage zwei Pole Positionen und zwei Siege, und ich denke, alle haben das wirklich verdient, denn wir haben in Paul Ricard ein echt gutes Teamergebnis verloren. Wir waren das ganze Wochenende über das stärkste Team mit dem stärksten Auto, und wir haben daraus Kapital geschlagen. Jetzt sind wir zurück im Meisterschaftskampf und freuen uns nun auf den Rest der Saison."

Albert Costa Balboa (ESP)

"Ich bin sehr, sehr glücklich über diesen Sieg, ich finde, wir haben ihn so sehr verdient. Mein Dank geht vor allem an Jack, der im Qualifying eine tolle Runde gefahren ist und im ersten Stint ebenfalls stark unterwegs war. Das hat mir den Job im zweiten Stint sehr erleichtert, und mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie happy ich bin. Ich habe im letzten Jahr mit vielen Dingen gekämpft, sowohl im Auto, als auch ausserhalb, und endlich scheint es, dass wir den richtigen Weg gefunden haben. Das Team macht einen tollen Job und daran müssen wir anknüpfen."

Fahrerstimmen Lamborghini Huracán GT3 EVO #19

Arthur Rougier (FRA)

 

"Ich bin wirklich glücklich über das Podium heute. Ich muss zugeben, dass wir dieses Mal ein bisschen Glück hatten, aber wir nehmen das gerne an, denn wir hatten dieses Jahr auch schon viel Pech. Es zeigte den Speed, den wir und das ganze Team an diesem Wochenende hatten, und wir sind mit dem Ergebnis wirklich sehr glücklich."

 

 

 

 

 

 

 

Franck Perera (FRA)

"Es war ein ziemlich perfektes Wochenende für alle im Team. Wir hatten am Ende des Rennens ein bisschen Glück, aber wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Sicherlich hatte ich etwas mehr erwartet, aber wir haben trotzdem gute Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Alles ist sehr offen und das ist das Positive. Im ADAC GT Masters kann alles passieren, wir müssen für die nächste Runde weiter arbeiten."

 

Text: Emil Frey Racing Pressemeldung

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