BMW Junior Team erkämpft für ROWE RACING Platz vier bei der Fahrt in die Nacht in Le Castellet

Bild: ROWE Racing
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Neil Verhagen, Dan Harper und Max Hesse beeindrucken im 1.000-km-Rennen / Reifenschaden bremst Nick Catsburg, Augusto Farfus und Nick Yelloly im Schwesterauto

Das BMW Junior Team Neil Verhagen, Dan Harper und Max Hesse hat ROWE RACING in Le Castellet das erste Spitzenergebnis im Endurance Cup der Fanatec GT World Challenge Europe beschert. Das Trio zeigte bei der Fahrt in die Nacht im 1.000‑km‑Rennen auf der Formel‑1‑Strecke in Südfrankreich eine beeindruckende Leistung und kam mit dem #50 BMW M4 GT3 auf einen starken vierten Platz. Dabei machten sie nach dem Start von Position 22 in den sechs Rennstunden insgesamt 18 Plätze gut. Das Schwesterauto mit der #98 war zu Beginn sogar noch besser unterwegs, wurde dann aber durch einen Reifenschaden in der zweiten Rennstunde zurückgeworfen. Nach einer starken Aufholjagd verpassten Nick Catsburg, Augusto Farfus und Nick Yelloly am Ende auf Rang elf knapp die Top‑10‑Plätze.

Nachdem die BMW Junioren im Qualifying lediglich Rang 22 belegt hatten, arbeitete sich Neil Verhagen aus den USA als Startfahrer im #50 BMW M4 GT3 in den ersten beiden Rennstunden in die Reichweite der Top‑10 vor. Der Brite Dan Harper setzte als zweiter Fahrer den Vormarsch fort und übergab nach 118 Runden das Fahrzeug für die letzten beiden Rennstunden als Fünfter an Max Hesse. Durch den späteren Boxenstopp von Audi‑Pilot Frederic Vervisch musste sich der deutsche BMW Junior zunächst hinter dem Belgier auf Rang sechs einreihen, überholte diesen aber in der 142. Runde. Eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse, die Max Hesse beim letzten Reifenwechsel absitzen musste, warf ihn zunächst wieder auf Rang sechs zurück, doch in der 166. Runde überholte er den Audi erneut auf der Strecke. Als kurz darauf der bis dahin zweitplatzierte Lamborghini des Italieners Mirko Bortolotti wegen des Ausfalls der Rückleuchten disqualifiziert wurde, rückte das BMW Junior Team auf den vierten Platz vor, den Max Hesse dann sicher ins Ziel brachte.

Bild: ROWE Racing
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Das Schwesterauto mit der #98 hatte in Le Castellet ebenfalls die Performance für ein Spitzenergebnis. Nach dem zwölften Rang im Qualifying übernahm der Niederländer Nick Catsburg die Rolle des Startfahrers und hatte sich bereits bis auf Rang sieben nach vorne gearbeitet, bis ihn in der 46. Runde ein Reifenschaden vorne links bremste. Die langsame Fahrt zurück an die Box und der Reifenwechsel warfen den #98 BMW M4 GT3 bis auf Rang 36 zurück. Der Brasilianer Augusto Farfus, der aus taktischen Gründen kurz danach während einer Full-course-yellow-Phase einen zusätzlichen kurzen Boxenstopp einlegte und noch einmal nachtankte, startete danach eine starke Aufholjagd. Er übergab das Auto auf Position 16 an den Briten Nick Yelloly, der auf den letzten Kilometern sogar noch bis auf Rang elf vorfuhr. Am Ende fehlten lediglich 1,161 Sekunden zum Top-10-Ergebnis.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Es war kein einfaches, sondern ein sehr arbeitsreiches Wochenende für uns. Aber jeder im Team und die Fahrer haben sich da reingearbeitet. Das Qualifying läuft noch nicht so, wie wir es uns vorstellen, aber das liegt an der noch fehlenden Erfahrung mit dem neuen Auto und den neuen Reifen. Das Rennen hat dann wieder gezeigt, dass man mit einer geringen Fehlerquote und einem guten Grundspeed nach vorne kommen kann. Das traf besonders auf unsere BMW Junioren zu. Sie haben unsere Anweisungen sehr gut umgesetzt und sind durch den starken vierten Platz belohnt worden. Beide Fahrzeuge haben sich im Rennen aus dem Gröbsten herausgehalten, leider hatte dann die #98 einen unerwarteten Reifenschaden, weil die Trümmerteile von der Strecke aufgesammelt hat. Wir wollten danach das Auto im Rennen halten, damit das Team und die Fahrer weitere Erfahrungen sammeln können. Wir sind dann noch sehr gute Zeiten gefahren, leider mit einer Runde Rückstand. Die #98 war heute das fünftschnellste Auto im ganzen Feld. Schade, dass es am Ende nicht noch zum zehnten Rang gereicht hat. Es war dennoch ein sehr guter Abschluss der intensiven ersten Saisonhälfte, und wir können uns jetzt mal ein paar Tage ausruhen.“

Dan Harper (#50 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Wir sind sehr glücklich über diesen vierten Platz – das ist ein Mega-Ergebnis! Wir hatten eine sehr starke Pace, vor allem, als es dunkel wurde und die Streckentemperatur sank. Vielen Dank an das ROWE RACING Team und meine beiden Fahrerkollegen Neil und Max! Wir haben alle gemeinsam einen super Job gemacht und freuen uns sehr über die vielen Punkte. Schade, dass unser Schwesterfahrzeug den Reifenschaden hatte. Für die Jungs wäre sogar ein Podium drin gewesen.“

Nick Catsburg (#98 ROWE RACING BMW M4 GT3): „Wir hatten im Rennen ein wirklich sehr gutes Auto. Die Balance war ausgezeichnet. Leider hatten wir dann das Pech mit dem Reifenschaden. Die genaue Ursache kennen wir noch nicht, aber wir denken, dass wir vielleicht über ein Karosserieteil auf der Strecke gefahren sind. Auch danach konnten wir starke Rundenzeiten fahren und sind am Ende noch Elfte geworden. Zusammen mit Platz vier für das BMW Junior Team ist das ein gutes Ergebnis. Wir haben als Team gute Arbeit geleistet und werden jetzt weiterarbeiten, um in Spa‑Francorchamps noch besser aufgestellt zu sein.“

 

Text: ROWE Racing Pressemeldung

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