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Nürburgring: FIA WTCR Rennen abgesagt - Sicherheitsbedenken als Ursache

Bild: Max Bermel
Bild: Max Bermel

Die Runden drei und vier des diesjährigen FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR), die im Rahmen des Rennwochenendes in Deutschland hätten ausgetragen werden sollen, finden aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht statt.

 

Diese Entscheidung wurde in Absprache mit den sportlichen und technischen Vertretern der FIA sowie mit dem offiziellen Reifenlieferanten Goodyear Racing getroffen.

 

Bei Goodyear Racing konnte man nicht bestätigten, dass die für die Rennen vorgesehenen Reifen wie vorgesehen funktionieren würden. Darüber hinaus erklärte Goodyear, dass die Gründe, warum es bei den ersten Sessions des Rennwochenendes in Deutschland zu Reifenproblemen gekommen ist, noch unklar sind. Um diese Gründe zu ermitteln hat Goodyear eine umfassende Datenanalyse gestartet.

 

Da für die Rennkommissare die Sicherheit an erster Stelle steht, haben sie mit Verweis auf Artikel 2 des Reglements (HIER abrufbar) beschlossen, das Rennwochenende zu beenden. Die im Qualifying vergebenen Punkte haben weiterhin Bestand. Weiterhin wird zu gegebener Zeit eine Entscheidung getroffen, ob die beiden ausgefallenen Rennen im weitern Verlauf der Saison neu angesetzt werden.

 

Die Fahrer und Teams wurden bereits vor der offiziellen Bekanntgabe von den Rennkommissaren über diese Entscheidung informiert.

Die FIA und der WTCR-Veranstalter Discovery Sports Events haben vollstes Verständnis für die Enttäuschung, die die Absage der beiden Rennen vor allem bei Tausenden von Fans am Nürburgring ausgelöst hat. Allerdings steht die Sicherheit der Fahrer immer an erster Stelle.

 

Die offizielle Erklärung von Goodyear Racing lautet wie folgt: „Mehrere Teams haben während der Freien Trainings und der Qualifyingsession auf der Nordschleife Reifenschäden gemeldet.“

 

„In den einzelnen Sessions wurden Reifen aus unterschiedlichen Produktionschargen verwendet, die allerdings keinen Unterschied in Sachen Leistung oder Haltbarkeit aufwiesen“

 

„Aufgrund der unterschiedlichen Reifenzustände, die in dieser Woche in den verschiedenen Sessions aufgetreten waren, haben wir geprüft, ob sich die gemeldeten Produktionschargen zurückverfolgen lassen. Die bisher durchgeführte Analyse sowie die Inspektion der zurückgegebenen Reifen lassen keinen Rückschluss auf einen Produktionsfehler innerhalb dieser Spezifikation zu. “

 

„Zusammen mit den Teams werden wir weitere Analysen bezüglich der gemeldeten Bedingungen durchführen, bevor diese Reifenspezifikation wieder für den Einsatz im WTCR empfohlen wird. Für diese Analyse werden alle Reifen eingesammelt.“

 

„Auch für uns steht die Sicherheit an erster Stelle und wir wissen, wie wichtig es ist, den Fahrern das nötige Vertrauen zu geben, um auf einer so anspruchsvollen Strecke wie der Nordschleife des Nürburgringes bestehen zu können.“

 

„Wir verpflichten uns, eine umfassende technische Analyse der Reifen sowie ihrer möglichen Einsetzbarkeit bei zukünftigen WTCR-Rennwochenenden in dieser Saison durchzuführen.“

 

Text: FIA WTCR Media

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