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GIROLAMI UND AZCONA DIE STARS BEIM SAISONAUFTAKT IN PAU

Der Saisonauftakt des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) hatte einiges zu bieten. Während Néstor Girolami und Mikel Azcona jeweils einen Sieg einführen, erlebte der amtierende „König“ des WTCR einen frühen Rückschlag im Titelkampf. Der Franzose schaffte es in beiden Rennen nicht auf das Podium.

Die Rückkehr einer Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf den Circuit de Pau-Ville lockte tausende von Menschen an die Strecke. Dabei wurde der Saisonauftakt des WTCR mit dem eTourenwagen-Weltcup (ETCR) zusammengeworfen, um den Zuschauern ein hochklassiges Motorsportprogramm zu bieten.

 

Girolami gewann Rennen 1 in seinem ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda Civic Type R TCR vor seinem Teamkollegen und argentinischen Landsmann Esteban Guerrieri. Yvan Muller komplettierte das Podium für Cyan Racing Lynk & Co.

In Rennen 1 gewann Néstor Girolami vor seinem ALL-INKL-COM-Münnich-Motorsport-Teamkollegen Esteban Guerrieri und Yvan Muller aus dem Team Cyan Racing Lynk & Co.

Mikel Azcona gewann das dramatische zweite Rennen. Direkt nach dem Start kollidierte dessen Teamkollege und Polesitter Norbert Michelisz mit Attila Tassi aus dem Team LIQUI Moly Engstler. Obwohl es dabei zu Schäden an mehreren Autos kam, konnte das Rennen frühzeitig wieder aufgenommen werden. Beim Re-Start wurde Azcona von Santiago Urrutia angegriffen, doch der Spanier verteidigte seine Position erfolgreich. Hinter dem Führungsduo sah Yann Ehrlacher wie der sichere Dritte aus. Allerdings musste er kurz vor Ende des Rennens an die Box kommen.

 

Dadurch erbte der Ma Quing Hua den letzten Podiumsplatz, der damit am ersten Rennwochenende nach zwei Jahren Pause im WTCR direkt auf das Siegertreppchen durfte. Nach dem Sieg im ersten Rennen und Platz sieben in Rennen 2 ist Néstor Girolami amtierende, von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader. Sein Vorsprung auf Esteban Guerrieri beträgt sieben Punkte. Einen weiteren Zähler dahinter liegt Mikel Azcona.

Bild: FIA WTCR Media / DPPI
Bild: FIA WTCR Media / DPPI

Ehrlacher begann die Mission Titelverteidigung mit einem vierten Platz in Rennen eins. Fünfter wurde Ma, gefolgt von Azcona, Urrutia, Gilles Magnus, Norbert Michelisz und Mehdi Bennani. Letzterer schloss das Rennen vor Tom Coronel und Rob Huff ab und war damit der erfolgreichste WTCR-Trophy-Fahrer.

Nachdem er den vierten Platz in Rennen 1 noch verpasst hatte, fuhr Berthon im zweiten Rennen genau auf dieser Position ein. Hinter im landeten Guerrieri, Muller, Girolami, Huff, Thed Björk und Tiago Monteiro. Huff war im zweiten Rennen der erfolgreichste WTCR-Trophy-Fahrer. Wilcard-Starter Éric Cayrolle aus Pau kam auf Platz 14 ins Ziel

DAS ERGEBNIS DES ERSTEN RENNEN (30 Minuten + 1 Runde)

1. Néstor Girolami (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, 32:03.148 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 120,3 km/h

2. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR ,+1,239 Sekunden

3. Yvan Mulller (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +2,314 Sekunden

4. Yann Ehrlacher (FRA) Cyan Racing Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +2,991 Sekunden

5. Ma Qing Hua (CHN) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +6,001 Sekunden

 

Schnellste Runde: Rob Huff (GBR) Zengő Motorsport, CUPRA Leon Competición, 1:22.293 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 120,7 km/h

DAS ERGEBNIS DES ZWEITEN RENNENS (25 Minuten + 1 Runde)

1. Mikel Azcona (ESP) BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, 31:55.170 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 122, 1 km/h

2. Santiago Urrutia (URY) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +3,876 Sekunden

3. Ma Qing Hua (CHN) Cyan Performance Lynk & Co, Lynk & Co 03 TCR, +4,378s

4. Nathanaël Berthon (FRA) Comtoyou DHL Team Audi Sport, Audi RS 3 LMS, +6,563s

 

5. Esteban Guerrieri (ARG) ALL-INKL.COM Münnich Motorsport, Honda Civic Type R TCR, +7,679s

Schnellste Runde: Azcona, BRC Hyundai N Squadra Corse, Hyundai Elantra N TCR, 1:21.331 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit 122,1 km/h

DER MEISTERSCHAFTSSTAND NACH ZWEI RENNEN

Der von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader: Néstor Girolami, 49 Punkte

2. Esteban Guerrieri, 42 Punkte

3. Mikel Azcona, 41 Punkte

4. Santiago Urrutia, 30 Punkte

 

5. Ma Qing Hua, 30 Punkte

DAS ERSTE RENNEN IN PAU: DOPPELSIEG FÜR ALL-INKL.COM MÜNNICH MOTORSPORT

 

 

Beim ersten Rennen des FIA Tourenwagen-Weltcups (WTCR) feierte das ALL-INKL.COM Münnich Motorsport auf dem Circuit de Pau-Ville mit Néstor Girolami und Esteban Guerrieri einen Doppelsieg.

Bild: FIA WTCR Media / DPPI
Bild: FIA WTCR Media / DPPI

Polesitter Girolami und Teamkollege Guerrieri starteten auch jeweils aus der ersten Reihe und führten das Rennen die gesamte Zeit über an. Das Podium wurde von Lokalmatador und Cyan-Racing-Lynk-&-Co-Pilot Yvan Muller komplettiert.

 

„Was für ein Start in die Saison“, freute sich der von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader nach seinem sechsten WTCR-Sieg. „Vielen Dank an das Team, sie haben einen fantastischen Job gemacht. Wir haben gestern schon eine herausragende Leistung gezeigt und wir haben es jetzt im ersten Rennen nachhause gefahren. Das Wichtigste war der Start. Ich bin ähnlich gut weggekommen wie Esteban, wodurch ich mit einem kleinen Vorsprung in die erste Kurve einbiegen konnte. Danach haben darauf geachtet, die Reifen nicht zu überfordern. Bei den heißen Temperaturen und den vielen Randsteinen, kann das nämlich zum Problem werden, weswegen ich versucht habe, die Randsteine soweit es geht zu meiden.“

„Ich bin überglücklich. Ein Sieg in Pau ist einfach unglaublich. Die Strecke hat Ähnlichkeiten mit der Nordschleiße und mit Macau. Sie ist eine Art Mini-Monaco. Hier zu gewinnen, bedeutet mir unglaublich viel. Ich möchte mich auch bei Honda bedanken, die mir im vierten Jahr in Folge das Vertrauen schenken. Es ist unheimlich wichtig, die Saison auf diese Art und Weise zu beginnen. Wir müssen jetzt den Schwung mitnehmen und in Rennen 2 erneut angreifen.“

Die Reihenfolge hinter Yvan Muller änderte sich noch einmal kurz vor Schluss. Nathanaël Berthon aus dem Team Comtoyou DHL Audi Sport sah wie der sicherte Vierte aus und griff in der Endphase des Rennens noch einmal den vor ihm liegenden Franzosen für einen möglichen Podiumsplatz an. Dabei traf er allerdings die Barriere, wodurch anschließend einige Teile der Karosserie lose im Wind hingen. Statt vorne anzugreifen musste sich Berthon nun gegen Yann Ehrlacher verteidigen, der von hinten kam. Zwei Minuten vor Schluss des Rennens ging Ehrlacher am Audi-Piloten vorbei und sicherte sich Platz vier.

 

Auch Ma Quing Hua zeigte ein starkes Rennen, obwohl er beim Start zwei Positionen verloren hatte. Der Chinese war am Samstag sogar schneller als Yann Ehrlacher gewesen, doch der Franzose und auch Attila Tassi erwischten einen besseren Start als Ma.

Bild: FIA WTCR Media / DPPI
Bild: FIA WTCR Media / DPPI

Doch Ma überholte Tassi nach elf Minuten in der Haarnadelkurve. Dabei drückte er Tassi weit nach außen, wodurch auch Hyundai-Pilot Mikel Azcona am Ungarn vorbeikam. Doch nicht nur das – Tassi musste wenig später sein Fahrzeug an der Box abstellen.

 

 

Ma eroberte sich seinen Startplatz fünf zurück indem er wie zuvor Ehrlacher in Kurve 2 an Berthon vorbeiging. Doch für Berthon wurde es noch schlimmer: Im Zweikampf mit Mikel Azcona wurde er vom Hyundai-Piloten getroffen und krachte in die Box. Zwar konnte er weiterfahren, musste aber im Anschluss für Reparaturarbeiten an die Box kommen. Am Ende wurde er auf Platz 16 gewertet.

In den letzten Runden des Rennens kämpfte Azcona mit Ma um Rang 5. Er fand allerdings keinen Weg am Chinesen vorbei und musste sich in seinem ersten Rennen für BRC Hyundai N Squadra Corse mit dem sechsten Platz begnügen. Gilles Magnus wurde Achter und war damit nach den Problemen von Berthon der beste Audi-Pilot. Hinter ihm landete Norbert Michelisz, der gleich am Start die Position an Magnus verlor. Komplettiert wurden die Top 10 von Mehdi Bennani.

Die restlichen Punkteplätze belegten: Tom Coronel (Aud) auf Platz 11, Rob Huff, der in seinem Cupra Leon Competición sogar die schnellste Rennrunde fuhr, Dániel Nagy (CUPRA), Wilcard-Pilot Éric Cayrolle (Audi) und Tiago Monteiro, der beinahe in Kurve 2 in die Wand gekracht wäre, als sein Auto plötzlich übersteuerte.

DAS ZWEITE RENNEN IN PAU: AZCONA GEWINNT NACH STARTKOLLISION ZWISCHEN MICHELISZ UND TASSI

 

Mikel Azcona war der lachende Dritte, nachdem Polesitter Norbert Michelisz und Attila Tassi direkt nach dem Start auf dem Circuit de Pau-Ville miteinander kollidierten. Der Spanier holt sich den Sieg im Reverse-Grid-Rennen zwei.

 

Hinter dem Mann aus dem Team BRC Hyundai N Squadra Corse landeten die beiden Lynk & Co von Santiago Urrutia und Ma Quing Hua. Aufregung gab es auch rund um den amtierenden „König“ des WTCR Yann Ehrlacher. Dieser lag zwischenzeitlich auf Platz drei, musste dann aber mit einem Reifenschaden an die Box.

Vorne erwischte Tassi den besseren Start, doch sein ungarischer Landsmann Michelisz zog nach rechts, um die Tür auf der Innenbahn zu schließen, wodurch die beiden Fahrer miteinander kollidierten. Der Honda von Tassi schlug in die Boxenmauer ein, während der Hyundai von Michelisz abprallte und wieder auf die Strecke rutschte, wodurch das gesamte Feld stark abbremsen musste. Weiter hinten im Feld kam es dann zu einer Kettenreaktion: Gilles Magnus knallte in das Heck des Lynk & Co von Yvan Muller und die Aufhängung des Audis von Mehdi Bennani brach ebenfalls. Folgerichtig kam das Safety-Car heraus, welches das gesamte Feld einige Runden lang durch die Boxengasse führte.

Bild: FIA WTCR Media / DPPI
Bild: FIA WTCR Media / DPPI

„Mein Start war eher durchschnittlich“, erklärte Michelisz. „Als ich in Kurve 1 einbog, berührten wir uns. Es war eine sehr unglückliche Situation und dafür entschuldige ich mich. So möchte man auf keinen Fall in die Saison starten. Ich würde gerne noch Bilder von außen sehen, aber es war definitiv Pech.“

Als das Rennen wieder aufgenommen wurde standen noch 23 Minuten und eine Runde auf der Uhr. Mikel Azcona ging den Re-Start eher vorsichtig an und wurde gleich von Santiago Urrutia unter Druck gesetzt. Doch der Spanier behielt einen kühlen Kopf, verteidigte die Positionen und setzte sich nach ein paar Runden ab. Nach 21 Runden betrug sein Vorsprung auf Urrutia 3,876 Sekunden.

 

„Ich bin sehr glücklich darüber, wie das erste Rennwochenende mit BRC und im Hyundai gelaufen ist“, sagte Azcona. „Ich kann jedem im Team nur beglückwünschen. Sie haben das gesamte Wochenende hart gearbeitet und einen hervorragenden Job gemacht. Ich stehe nur dank ihnen hier. Nun müssen wir genauso weitermachen.“

„Der Start war gut“, sagte Urrutia. „Im Freien Training haben wir bereits gezeigt, wozu wir fähig sind, auch wenn wir es im Qualifying nicht ganz umsetzen konnten. Aber ich wusste, dass ich von innerhalb der Top 10 aus kommend, gute Punkte holen werde, wenn ich das Auto nur auf der Strecke halten, denn auf einer so schwierigen Strecke kann viel passieren. Es war glücklich, mich am Start für die Außenbahn entschieden zu haben, so konnte ich diesem doch sehr heftigen Crash ausweichen.“

Bild: FIA WTCR Media / DPPI
Bild: FIA WTCR Media / DPPI

 

Der Sieger des erstens Rennen, Néstor Girolami, wurde Siebter. Rob Huff war mit Platz acht der beste CUPRA-Pilot und der bestplatzierteste WTCR-Trophy-Fahrer, und das obwohl er nur von Platz 13 ins Rennen gegangen war. Die Top 10 wurden von Thed Björk (Cyan Performance Lynk & Co) und Tiago Monteiro (Liqui Moly Team Engstler Honda) komplettiert.

Elfter wurde Dániel Nagy im zweiten CUPRA. Hinter ihm folgten der Audi von Tom Coronel und Wilcard-Fahrer Éric Cayrolle. Ehrlacher landete am Ende auf Platz 15 und nimmt somit wenigstens einen Zähler mit nachhause. Doch noch auf dem Weg zurück an die Box funkte er seinem Team: „I want to cry.“

Damit bleibt Néstor Girolami mit 49 Punkten der von Goodyear präsentierte #FollowTheLeader. Sein Vorsprung auf Teamkollege Guerrieri beträgt sieben Punkte. Mikel Azcona lauert einen weiteren Punkt dahinter.

 

Text: FIA WTCR Pressemeldung

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