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Muytjens will mit Pit Lane in die SP9

Der Toyota GT86 von Pit Lane – AMC Sankt Vith beim achten NLS Lauf 2021
Bild: Max Bermel

Belgien, das Land der weltbekannten Pommes Frites, der leckeren Waffeln, des Manneken Pis sowie der Hauptsitz der Europäischen Union und der NATO. Bekannt ist das Königreich aber auch aufgrund seiner beiden berühmten Rennstrecken. In Spa-Francorchamps und auf dem Circuit Zolder begaben sich legendäre Triumphe und Tragödien. Unweit entfernt liegt die ebenso populäre Nürburgring-Nordschleife. In diesem historischen Motorsport Dreieck wohnt Olivier Muytjens, im belgischen Eynatten. Seit über zehn Jahren ist der 40-Jährige ein Stammgast der Nürburgring Langstrecken-Serie. „In der Grünen Hölle ist jede Runde anders, du hast nie das Gefühl wieder auf derselben Strecke zu fahren. Für mich ist es die schönste Strecke überhaupt“, sagt er.

 

Bekannt und auffällig ist bei der NLS vor allem sein gelber Toyota GT86, der unter der Bewerbung von Pit Lane – AMC Sankt Vith in der SP3-Klasse an den Start geht. „Ich habe noch nie in meinem Leben etwas anderes gemacht, als mich mit Motorsport zu beschäftigen. Ursprünglich war das gar nicht mein Ziel, als ich mit 13 Jahren mit dem Kartsport angefangen habe“, sagt Muytjens, der gleich in seinem Debüt-Jahr in der Formel Ford Benelux First Division 2001 den Meistertitel holte. Mit einem Ford Mondeo Silhouette sowie einem 3er BMW gewann er die Belcar-Meisterschaft von 2003 bis 2005 drei Mal in Folge.

„Irgendwann erschien mir aber die belgische Meisterschaft nicht mehr so attraktiv, und dann wurde der Toyota-Cup in der VLN etabliert und wir dachten uns, das ist eine gute Sache. 2017 kam dann noch mit einem Porsche Cayman GT4 Clubsport ein weiteres Auto hinzu. Die NLS macht uns allen großen Spaß, deswegen sind wir auch immer noch dabei“, erzählt Muytjens, der bisher zwölf Klassensiege einfahren konnte.

 

Neuer Rennstall für Oldtimer gegründet

 

Mittlerweile ist der Belgier gar Teamchef von zwei Rennställen, neben Pit Lane gibt es seit letztem Jahr auch Hyracing. Zusammen mit dem Franzosen Brice Pineau veranstaltet er nun spezielle Trackdays für Fahrer in Autos der 60er- und Anfang der 70er Jahre. Auch an Klassiker-Rennen wird teilgenommen. Zum mittlerweile neun Autos zählenden Fuhrpark gehören Oldtimer wie eine Shelby Cobra, eine Cobra Daytona, ein Pantera, ein Porsche 911 oder ein GT40. „Das Ganze kommt langsam in Schwung“, so Muytjens, der unter anderem bei den 6h-Stunden von Spa mit einem GT40 dabei sein wird.

Für die kommende Saison verkündet er Altbewährtes aber auch Neuigkeiten. „Brody“, Bruno Barbaro und Jacques Derenne werden wie gewohnt den gelben Toyota pilotieren. „Vielleicht springe ich hier und da mal ein, wenn einer der Drei fehlt“, sagt Muytjens, dies wird bereits bei NLS1 einmal der Fall sein. Da der Porsche mittlerweile verkauft wurde, nehmen Kurt Dujardyn und Jacques Castelein zunächst im zweiten Toyota mit weißer Lackierung Platz. „Ich denke, ab der zweiten Saisonhälfte werden wir dann aber mit einem Mercedes-AMG GT3 in der SP9-Klasse teilnehmen. Das ist unser Ziel“, berichtet Muytjens, der ein großer Fan der Langstrecken-Klassiker ist. „In einem GT3 zu sitzen, das ist bei mir sehr lange her. Ich bin mal das 24h-Rennen in Spa mit so einem Boliden gefahren, das war aber vor zehn Jahren. Ich freue mich schon darauf.“

 

Text: NLS

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