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DIE NEWCOMER VON MONKEYTOWN RACING WOLLEN IN DER NLS GLEICH DURCHSTARTEN

Monkeytown Racing wird in diesem Jahr mit einem BMW M240i in der Nürburgring Langstrecken Serie an den Start gehen
Bild: Monkeytown Racing

Vom Sofa in den Rennsitz so lautet der einprägsame Slogan eines neuen Teams in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS). Monkeytown Racing will mit jungen, ehrgeizigen Fahrern in der kommenden Saison in der Grünen Hölle für Furore sorgen. Das Fahrertrio besteht für 2022 aus Alexander Rölleke (33), Anton Ruf (22) und Patrick Schneider (33). Auffallen dürften die Newcomer, die ursprünglich aus dem SIM Racing kommen, alleine schon durch das schwarz-gelbe Design an ihrem BMW M240i mit dem markanten Affenkopf.

Sozusagen als die graue Eminenz im Vordergrund agiert Paul Walczok. „Ich bin zwar Motorsport-affin, ich habe Spaß an Autos, aber ich habe keine Ambitionen selber zu fahren. Wir hatten für das Sim Racing schon ein Design gebrandet, das wir nun in den realen Motorsport bei den Rennen der NLS übertragen. Die DNLS ist sicher auch für uns mal ein Ziel. Auch das 24h-Rennen steht auf unserer Wunschliste, in diesem Jahr ist eine Teilnahme aber noch nicht geplant, wir wollen erst einmal Erfahrungen sammeln“, sagt der Teamchef von Monkeytown Racing, der hauptberuflich als Global Manager im Einkauf in der Automobilindustrie arbeitet.

„Der Schritt in die NLS ist die logische Folge auf zwei erfolgreiche Jahre in der RCN. Wir hatten da jetzt Bock drauf. Ich kümmere mich um die komplette Technik und den Aufbau des Autos. Paul Walczok kommt aus dem Nachbardorf, wir kennen uns seit 20 Jahren“, sagt Rölleke.

Außer Patrick Schneider, der in einem Toyota GT86 in der SP3-Klasse in der damaligen VLN bereits Einsätze in der Serie zu verzeichnen hat, sind die anderen Fahrer des Teams in dieser Hinsicht noch unbefleckt. Rölleke allerdings hat durchaus enge Kontakte und Verbindungen zur NLS, denn der gebürtige Siegburger war zwei Jahre lang hauptberuflich stellvertretender technischer Leiter bei Black Falcon. In der letzten Saison war er zudem noch als Renningenieur für dieses Team tätig. Mittlerweile ist er bei einem AMG-Tuner in Mülheim-Kärlich als Entwicklungsleiter angestellt. Er betreibt aber nebenberuflich auch noch RT Motorsport in Siebenbach, unweit der legendären Nordschleife. In der dortigen Werkstatt bietet er für die Strecke einen Notdienst an, falls es einen Defekt am Fahrzeug gibt. „Das wird oft genutzt. Abends und an den Wochenenden werkele ich an Autos rum. Käfig einbauen, Fahrwerke, Vermessungen, solche Dinge. 

80 Prozent meiner Kunden haben einen BMW und nutzen ihn für Touristenfahrten.“

Rölleke hat sich allerdings in der RCN schon seine Meriten erworben. 2020 war er mit einem BMW 325i E90 zusammen mit Anton Ruf Gesamtsieger in der Klasse F3, 2021 zusammen mit Anton Ruf Vizemeister. „Letztes Jahr hatten wir ein bisschen Pech, einmal wurden wir abgeschossen, das andere Mal hat sich der Ölkühler verabschiedet. Somit hat es für den Meistertitel leider nicht mehr gereicht.“

Das Monkeytown Racing in Zukunft bei der NLS durchaus ambitioniert in der Boxengasse zu Werke gehen will, das unterstreicht Rölleke deutlich: „Wir haben für uns ein Mittelmaß gefunden. Wir können uns zwar jetzt keine Lounge leisten, aber wir wissen zumindest, wie es im Profi-Motorsport läuft. Aber, was man braucht, das haben wir, wie zum Beispiel eine große Werkzeugkiste, ein mobiles Vermessungssystem, und vor allem gute Leute. Es soll schon ordentlich laufen. Wir kommen da nicht hin, um Kekse zu backen. Das macht keinen Sinn.“

 

Text: Nürburgring Langstrecken Serie

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