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Zwei Mal Podium am Nürburgring für die Space Drive Piloten von W&S Motorsport

Die finalen zwei Läufe der ADAC GT4 Germany wurden am 6. und 7. November auf dem Nürburgring ausgetragen. W&S Motorsport absolvierte einen weiteren sehr erfolgreichen Gaststart in der Serie mit dem Space Drive Porsche 718 Cayman GT4 #30 und den Piloten Lukas Schreier (26/Leipzig) und Serienchampion 2020 Nicolaj Møller-Madsen (28/DNK) im Cockpit.

Der Porsche 718 Cayman GT4 ist mit der Steer-by-Wire Technik von Schaeffler Paravan ausgestattet. Das innovative System steuert das Fahrzeug ohne mechanische Verbindung (Lenksäule) zwischen der Eingabeeinheit und dem Lenkgetriebe. Space Drive kam in verschiedenen GT3 und GT4 Rennwagen sowie im Rallyebereich erfolgreich zu zahlreichen Testeinsätzen und wird einen wertvollen Beitrag für das autonome Fahren in naher Zukunft beitragen.

 

Bei strahlender Herbstsonne, jedoch mit winterlichen Temperaturen in der Eifel, ging der Space Drive Cayman #30 am Samstag ins Rennen. Schreier startete von der neunten Position aus, bekam die kalten Reifen gut auf Temperatur und konnte sich durch gute Manöver schnell bis zu den vorderen Plätzen vorarbeiten und behauptete sich souverän in den Zweikämpfen. In der Top 3 liegend übergab er das Auto dann an Møller-Madsen zur Halbzeit.

Dieser knüpfte an die Höchstleistungen seines Pilotenkollegen an und kreuzte auf dem zweiten Platz die Ziellinie, wurde jedoch wegen Überschreitung der Tracklimits bei einem Zweikampf auf Rang drei schlussendlich gewertet.

 

Teamchef Daniel Schellhaas sagte nach dem ersten Rennen am Samstag: „Das war schon eine hervorragende Arbeit von Lukas, sich direkt in der Startphase so weit vorzuarbeiten, denn die Leistungsdichte in der Serie ist immer eindrucksvoll hoch. Nicolaj zeigte dann ebenfalls sein Können und brachte das Duo aufs Podium. Das verspricht ein gutes zweites Rennen, bei dem wir von der ersten Reihe aus starten werden.“

Der berüchtigte Eifelnebel lag am Sonntagmorgen dann über dem Grand-Prix-Kurs des legendären Nürburgrings und der Zeitplan verschob sich leicht. So wurde das zweite Rennen um 13:15 Uhr gestartet. Dieses Mal war Møller-Madsen der Startfahrer am Steer-by-Wire Lenkrad. Das Team entschied sich, ihn auf Slicks trotz sehr feuchter Strecke ins Rennen zu schicken und das erwies sich als die richtige Wahl. Vor der Safety-Car-Phase direkt in der zweiten Runde war der Däne zwar auf Platz drei zurückgefallen, nutze aber die Gunst der Stunde beim Restart und ging an die Spitze des Feldes mit 27 GT4-Boliden. Routiniert führte er mit dem Space Drive Cayman dann bis zum Fahrerwechsel das Rennen an. In der zweiten Rennhälfte lieferte sich Schreier über viele Runden dann einen Tür-an-Tür-Dreikampf mit einem weiteren Cayman und einem Aston Martin um den Sieg, konnte die Pace des Vantage GT4 jedoch nicht mitgehen und wurde auf dem zweiten Platz abgewinkt.

Stimmen nach dem Finalwochenende der ADAC GT4 Germany

 

„Wir blicken auf eine überaus erfolgreiche GT4 Germany Saison zurück und konnten uns von Rennen zu Rennen steigern. Die zwei Podest Plätze zum Saisonfinale waren für das W&S Team und die Fahrer der wohlverdiente Lohn und Anerkennung“, sagt Klaus Graf, Mitglied der Geschäftsleitung der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG und Head of Testing. „Doch nicht nur die sportliche Leistung stand für uns in diesem Projekt im Mittelpunkt. Die deutlich seriennahen GT4 Fahrzeuge sind ein wichtiger Bestandteil unseres Entwicklungsprogramms from Track to Road. Von den Erkenntnissen aus den zahlreichen GT3 Einsätzen konnten die eingesetzten Technologieträger in der GT4 Germany sehr profitieren. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Recht vielen Dank an alle Beteiligten.“

Nicolaj Møller-Madsen: „Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Es war eine interessante Erfahrung, die Steer-by-Wire Technik kennenzulernen und ich gewöhnte mich sehr schnell daran. Zu Beginn musste ich mich noch darauf einstellen, doch im Rennen mit den Zweikämpfen merkte ich den Unterschied überhaupt nicht mehr und der Cayman fuhr sich wie gewohnt. Mit den Plätzen drei und zwei können wir sehr glücklich sein, die Meisterschaft ist doch sehr hart umkämpft. Das Team hat uns an allen Tagen ein top vorbereitetes Auto hingestellt, am Sonntag waren wir der beste Porsche im Feld und mussten uns nur dem Aston Martin geschlagen geben. Ein toller Abschluss der Saison!“

Lukas Schreier: „Mein zweiter Einsatz im Space Drive Cayman lief erneut erstaunlich gut. Bei den schwierigen Bedingungen am Sonntag hatte ich erst Bedenken, doch diese bestätigten sich überhaupt nicht. Selbst bei rutschigem Asphalt konnte ich den Wagen präzise pilotieren. Sicher hätte ich gerne den Sieg beim letzten Rennen noch fürs Team geholt, doch mit den erzielten Resultaten dürfen wir sehr zufrieden sein. Danke an Schaeffler Paravan und W&S Motorsport für das erfolgreiche Wochenende!“

Teamchef Daniel Schellhaas: „Zwei Mal aufs Podium an einem Wochenende, wir haben unser gestecktes Ziel erreicht. Die Eindrücke von Nicolaj zum Space Drive waren für uns sehr wichtig und helfen bei der Entwicklung der Technik nochmals weiter. Wir waren absolut wettbewerbsfähig, die Taktik stimmte und unser Cayman war immer mit der schnellste Porsche im Feld. Damit sind wir sehr zufrieden und es ist ein runder Abschluss des Rennjahres 2021, welches für W&S Motorsport das erfolgreichste seit dem Bestehen war.“

Er betont weiter: „Wir konnten eindrucksvoll zeigen, auf welch hohem Niveau sich das Space Drive System befindet in einem so engen und international angesehenen GT4 Wettbewerb. Das System wurde vor 10348 km im Fahrzeug verbaut, lief im härtesten Rennbetrieb fehlerfrei und wurde ständig noch verbessert. Mein Dank geht nochmals an unser gesamtes Team für eine hervorragende Arbeit und an alle Unterstützer. Besonders die Kooperation mit Schaeffler Paravan war spannend und tadellos, wir sind stolz darauf, dass wir zur Entwicklung beitragen konnten und wir durften zahlreiche Podien mit dem Steer-by-Wire System feiern.“

Getreu dem Motto „nach der Saison ist vor der Saison“ geht es für W&S Motorsport nun in die Winterpause, in der die Fahrzeuge wieder für das kommende Jahr vorbereitet werden und die Sponsoren- sowie die Fahrersuche schon auf Hochtouren laufen. Der Rennstall von Patrick Wagner und Daniel Schellhaas möchte 2022 die gesamte Saison der ADAC GT4 Germany bestreiten, in der Nürburgring Langstrecken-Serie den Titel in der Cayman-Trophy verteidigen sowie im GTC Race wieder Siege erzielen

 

Text: BOTSCHAFT.digital

Bilder: Max Bermel

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