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Tom Coronel sichert sich in Pau-Arnos zwei Trophäen in der FIA WTCR

PAU-ARNOS - Eine Woche nach seinem Doppeleinsatz beim Saisonfinale der TCR Europe Series in Barcelona und dem fünften Rennwochenende im FIA WTCR - World Touring Car Cup auf der Rennstrecke von Most in der Tschechischen Republik stand für Tom Coronel bereits der nächste FIA WTCR-Lauf an, diesmal auf der Rennstrecke von Pau-Arnos im Südwesten Frankreichs. Im ersten Rennen belegte der einzige Niederländer im Feld mit dem neuen Audi RS 3 LMS des belgischen Teams Comtoyou DHL Team Audi Sport den zehnten Platz. Im zweiten Rennen kam er als 13. ins Ziel. In beiden Rennen gewann Coronel die Wertung der WTCR-Trophy für Privatfahrer.

In diesem Monat stellte Coronel fest, dass man auch im 32. Jahr als Rennfahrer noch neue Strecken entdecken kann, denn sowohl die Rennstrecke von Most in der Tschechischen Republik als auch Pau-Arnos waren bisher Neuland für ihn. "In der Vergangenheit sind wir in der WTCC auf dem Stadtkurs im historischen Stadtzentrum von Pau gefahren, was immer sehr schön war. Pau-Arnos hingegen ist eine kurze Strecke, drei Kilometer, etwa zwanzig Kilometer außerhalb der Stadt. Sie ist ein bisschen wie Brands Hatch, sehr wellig, und vom Dach des Boxengebäudes aus kann man etwa 90 Prozent der Strecke überblicken", sagte Coronel. "Aus Zeitmangel sind wir diesmal nicht mit dem Wohnmobil runtergefahren, sondern nach Toulouse geflogen und von dort aus etwa zwei Stunden gefahren."

Da er die Strecke nicht kannte, erkundete Coronel die Strecke sogar zu Fuß, was er normalerweise nie tut: "Ich glaube, das war erst das zweite Mal in meinem Leben, dass ich eine solche Streckenwanderung gemacht habe! Aber da sie neu war und die meisten anderen hier schon gefahren waren, ich aber nicht, dachte ich, dass es diesmal Sinn machen würde. In den freien Trainings sah es ganz gut aus: Ich war irgendwo um den zehnten Platz herum. Zu Beginn des Qualifyings lief es auch ganz gut, aber gerade als ich das Gefühl hatte, dass ich eine sehr schnelle Runde fahren würde, kam mir Urrutia in die Quere. Daraufhin wurde er in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückgestuft. Das hat mich etwa zweieinhalb Zehntelsekunden gekostet, so dass ich außerhalb der Top 12 landete und nicht ins Q2 kam, was sehr ärgerlich war. So wurde ich 15. in der Startaufstellung.

Von dieser Position aus startete Coronel in das erste Rennen. "Ich erwischte einen Raketenstart und konnte sofort Positionen gutmachen", sagte er. "Danach war das Überholen allerdings schwierig: Ich war die ganze Zeit an Engstlers Stoßstange dran, konnte aber nicht vorbeikommen. Das war schade, denn ich war schneller, aber so bin ich auf dem zehnten Platz gelandet." Im zweiten Rennen startete Coronel erneut von Platz 15. "Der Start verlief etwas weniger gut", gab er zu. "Ich hatte gehofft, dass viele Fahrer kollidieren würden. Das geschah auch, aber eher in den letzten drei Runden des Rennens als zu Beginn. So kam ich als 13. ins Ziel, aber immerhin war ich der beste Privatfahrer, stand also zweimal auf dem Podium und konnte mit zwei Pokalen nach Hause fahren. Schade, dass es wieder einmal das Qualifying war, das einem besseren Ergebnis im Weg stand."

Die nächsten beiden WTCR-Rennen finden in drei Wochen, vom 5. bis 7. November, auf dem Adria Raceway in Italien statt, nicht allzu weit von Venedig entfernt. Eine weitere Strecke, auf der Coronel noch nicht gefahren ist, obwohl er die Anlage kennt: "In der Vergangenheit habe ich dort häufig getestet, als ich noch für das Team von Roberto Ravaglia fuhr. Wir haben dort meist die Shakedowns gemacht, aber inzwischen hat sich die Strecke komplett verändert, so dass das wieder gewöhnungsbedürftig ist. Ich habe aber vor kurzem dort getestet, und das lief sehr gut, das ist also positiv. Außerdem gibt es Gerüchte, dass wir nächstes Jahr wieder auf dem Stadtkurs von Pau fahren werden. Das wäre auch schön, denn Straßenkurse liegen mir normalerweise, aber lassen Sie uns erst einmal diese Saison zu Ende bringen und dann werden wir sehen."

 

Text und Bild: Tom Coronel Pressemeldung

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