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BMW-Duo Schrey/Piana baut mit fünften Saisonsieg Tabellenführung aus

Zwei BMW und ein Mercedes-AMG auf dem Podium am Sachsenring

Théo Nouet gewinnt Junior-Wertung

Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) gewinnen im BMW M4 GT4 das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring und bauen somit ihre Meisterschaftsführung weiter aus. Auf der anspruchsvollen Berg-und-Talbahn bei Chemnitz präsentierte sich die GT-Serie mit dem größten Feld der Saison und zeigte spannenden Motorsport bis zur letzten Sekunde. Mit knappen 0,315 Sekunden Rückstand belegten die Tabellenzweiten Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (19/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 Platz zwei vor dem BMW-Duo Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) und Christopher Dreyspring (23/Nürnberg, beide Schubert Motorsport), die 1,764 Sekunden zurücklagen und erstmals in diesem Jahr den Sprung auf das Podium schafften. „Auf dem Sachsenring einen Sieg im BMW zu feiern, ist der absolute Wahnsinn. Damit hätte ich nie gerechnet und bin somit natürlich überglücklich“, jubelte Piana über den fünften Saisonsieg 2021 in der ADAC GT4 Germany.

Das Rennen hatte zunächst Tim Heinemann (23/Fichtenberg, W&S Motorsport) von der Pole-Position aus begonnen. Der Porsche 718 Cayman-Pilot setzte sich direkt nach dem Start auch vom Feld ab. Engste Verfolger waren BMW-Pilot Schrey und Christer Jöns (33/Ingelheim) im McLaren 570S von Dörr Motorsport. Nach wenigen Rennminuten sorgte Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, Team Allied-Racing) in einem weiteren Porsche für eine rund zehnminütige Safety-Car-Phase, nachdem er durch das Kiesbett rutschte und in die Reifenstapel einschlug. Nach dem Re-Start blieben die Positionen an der Spitze unverändert. „Ich habe Tim Heinemann vorne wegfahren lassen. Denn ich wusste, dass er als Gaststarter keine Punkte sammeln kann. Somit konnte ich die Reifen für Gabriele ein wenig schonen. Dennoch habe ich mich etwas von den Anderen abgesetzt, um ihm eine Lücke zum Dritten, Vierten und Fünften mit auf den Weg zu geben. Das hat geklappt“, beschrieb Schrey seine erste Rennhälfte.

Beim dem Absolvieren des Pflichtboxenstopps übernahm Max Kronberg (34/Berlin) den führenden Porsche. Er konnte jedoch nicht das Tempo von Gabriele Piana gehen, der den zweitplatzierten BMW von Schrey übernommen hatte. Rund 22 Minuten vor Rennende holte sich Piana mit einem gekonnten Manöver die Führung. Wenig später fuhr auch Marcel Lenerz an Kronberg vorbei und sorgte für eine zwischenzeitliche BMW-Doppelführung. Im zweiten Rennabschnitt trumpfte aber auch Mercedes-AMG-Pilot Marschalkowski mächtig auf. Von Platz sieben kommend schloss er zum Rennende hin nicht nur zu Lenerz auf, sondern überholte den Schubert-BMW schließlich auch. In der letzten Runde attackierte Marschalkowski dann auch den führenden Piana, doch der Italiener behielt die Ruhe und fuhr zum knappen Sieg.

„Ich wollte nicht zu viel pushen, um die Reifen zu schonen. Somit fuhr ich sehr defensiv und habe mein Tempo nur sehr langsam gesteigert. Ich hatte alles im Griff. Zum Schluss hatte ich jedoch etwas Pech beim Überrunden. Somit büßten wir unseren Vorsprung noch ein und gewannen nur ganz knapp. Der Sieg ist einfach unbeschreiblich. Wir hätten vor dem Wochenende mit maximal einem Top-Fünf-Platz gerechnet“, erklärte Piana. Marschalkowskis Teamkollege Nouet konnte sich durch Platz zwei in der Gesamtwertung jedoch über den Sieg in der Junior-Wertung freuen.

Rang vier ging an den McLaren von Christer Jöns und Indy Dontje (28/NLD) vor den Dörr-Teamkollegen Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach) im Aston Martin Vantage GT4. Es folgten Joel Sturm (19/Brühl) und Alexander Hartvig (18/DNK, beide Team Allied-Racing) im Porsche sowie die Samstagssieger Hugo Sasse (17/Aschersleben) und Mike David Ortmann (21/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) in einem weiteren Aston Martin. Max Kronberg wurde zusammen mit Tim Heinemann am Ende Achter. Christopher Rink (33/Frankfurt) und Philipp Stahlschmidt (28/München, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW sowie Leo Pichler (19/AUT) und Leon Wassertheurer (19/Stuttgart, beide Razoon - more than Racing) im KTM X-Bow GT4 komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an das Porsche-Duo Tom Kieffer (46/LUX) und Christian Kosch (44/LUX, beide Team Allied-Racing). Das nächste Rennen der ADAC GT4 Germany findet vom 22. bis 24. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

Jan Marschalkowski – Platz 2 auf Mercedes-AMG: „Es war ein verrücktes Rennen. Ich bin auf Platz sieben ins Auto gestiegen und hätte fast noch gewonnen. Théo hat mir gute Reifen hinterlassen, sodass ich ordentlich Druck machen konnte. Es war ein wahnsinniger Kampf. Ich konnte die Lücke zu Gabriele Piana noch schließen, jedoch gab es keine Möglichkeit mehr, um zu überholen. Es war insgesamt ein gelungenes Rennen.“

Théo Nouet – Platz 2 auf Mercedes-AMG: „Wir haben uns am Wochenende ein wenig schwer getan in Bezug auf unsere Pace – aber immer das Beste gegeben. Es war unser Plan, dass ich die Reifen für Jan schonen würde, damit er am Rennende angreifen kann. Das hat funktioniert und hätte uns sogar fast noch den Sieg beschert.“

 

Text und Bild: ADAC Motorsport