44 Fahrzeuge beim GT World Challenge Europe Wochenende auf dem Nürburgring

Die vorletzte Station des Endurance Cups bringt 44 Autos an den historischen Ort in Deutschland

Iron Lynx Ferrari führt nach Sieg bei TotalEnergies 24 Hours of Spa den Kampf um die Krone des Endurance Cups an

Extrem enge Klassenkämpfe in Pro-Am und Silver Cup 

 

Der Kampf um den Endurance Cup steht an diesem Wochenende (3.-5. September) im Mittelpunkt, wenn die Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS zu einem dreistündigen Rennen auf der 5,1 km langen GP-Strecke des Nürburgrings reist.

 

Der jährliche Ausflug in die Eifel findet nur sieben Tage nach der Wiederaufnahme der Sprint-Cup-Saison in Brands Hatch statt und ist die vorletzte Station im Endurance-Cup-Kalender nach den spannenden TotalEnergies 24 Stunden von Spa.

 

In der 44 Fahrzeuge umfassenden Starterliste sind die deutschen Hersteller Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche stark vertreten, doch das italienische Kraftpaket Ferrari führt derzeit die Gesamtwertung an. Lamborghini wird ebenfalls eine starke Konkurrenz darstellen, während die britischen Marken Aston Martin, McLaren und Bentley das Starterfeld weiter verstärken. 

 

Da eine Reihe von Team- und Fahrertiteln im Endurance Cup noch nicht entschieden sind, verspricht das Wochenende auf dem Nürburgring ein hart umkämpftes Drei-Stunden-Rennen in einer entscheidenden Phase der Saison 2021.

 

Iron Lynx ist nach dem berühmten Ardennen-Triumph das zu schlagende Team

Im Kampf um die Gesamtwertung des Endurance Cups geht es um alles, aber der Vorteil liegt nach dem denkwürdigen Sieg bei den TotalEnergies 24 Stunden von Spa eindeutig beim Ferrari-Team Iron Lynx.

 

Durch den Gewinn der maximalen Punktzahl aus dem Rennen mit der Startnummer 51 haben Alessandro Pier Guidi, Nicklas Nielsen und Come Ledogar einen Vorsprung von 15 Punkten an der Spitze des Endurance Cups und sind gut aufgestellt, um ihrem Sieg in den Ardennen den Titel hinzuzufügen. Ihnen zur Seite steht der Schwester-Ferrari mit der Startnummer 71, in dem Antonio Fuoco und Callum Ilott neben Neuzugang Alessio Rovera fahren. 

 

Die größte Gefahr für Iron Lynx stellt das Team WRT mit seinem Audi #32 dar, der in Spa knapp Zweiter wurde und während der gesamten Saison 2021 zu den Spitzenreitern gehört. Dries Vanthoor und Charles Weerts haben den Sprint-Cup-Titel bereits in der Tasche und machen gemeinsam mit ihrem Werksfahrer Robin Frijns Jagd auf die Langstrecken-Spitze.

 

Audi wird mit zwei weiteren Pro-Fahrzeugen vertreten sein: Saintéloc Racing geht mit Christopher Haase, Adrien Tambay und Alexandre Cougnaud in der Startnummer 25 auf die Jagd nach dem ersten Podium im Endurance Cup seit 2017, während Attempto Racing mit Christopher Mies, Mattia Drudi und Nicolas Schöll bei seinem Heimspiel antritt. 

 

AKKA ASP war mit seinem Mercedes-AMG ein starker Anwärter auf den Sieg bei den TotalEnergies 24 Stunden von Spa, wurde aber am Sonntagmorgen durch einen technischen Defekt gestoppt. Das französische Team ist immer noch auf der Jagd nach dem Titel, aber mit 25 Punkten Rückstand auf die Führenden wird es einen starken Saisonabschluss von Raffaele Marciello und Jules Gounon brauchen, die bei der kommenden Veranstaltung von Felipe Fraga unterstützt werden. Mercedes-AMG kann auf ein rein deutsches Team bei HRT zählen, wo neben den langjährigen Teamkollegen Maro Engel und Luca Stolz auch Nico Bastian an den Start gehen wird.

 

Der Dinamic-Motorsport-Porsche mit der Startnummer 54 gewann in der vergangenen Saison auf dem Nürburgring, und die Besatzung mit Christian Engelhart, Matteo Cairoli und Klaus Bachler zählt häufig zu den führenden Anwärtern auf den Sieg. GPX Racing führte die Gesamtwertung vor den 24 Stunden von Spa an, doch nach einem enttäuschenden Lauf in den Ardennen liegt die Mannschaft um Earl Bamber, Matt Campbell und Mathieu Jaminet weit abgeschlagen an der Spitze. Dennoch bleiben beide Porsche-Teams Titelanwärter.

 

Orange1 FFF Racing hat ebenfalls noch Chancen auf den Titel. Der Lamborghini mit der Startnummer 63 von Mirko Bortolotti, Andrea Caldarelli und Marco Mapelli ist in dieser Saison bei jedem Rennen des Endurance Cups aus der ersten Reihe gestartet, so dass an ihrem Tempo kein Zweifel besteht. Zu ihnen gesellt sich im Lamborghini-Lager Emil Frey Racing, das die #163 für Albert Costa, Norbert Siedler und Giacomo Altoé sowie die #114 für Konsta Lappalainen, Arthur Rougier und einen noch zu bestätigenden Fahrer einsetzen wird.

 

JOTA mag zwar nicht auf der Jagd nach dem Titel sein, aber das britische Team wird zuversichtlich an den Nürburgring reisen, nachdem es McLaren im vergangenen Monat das beste Ergebnis aller Zeiten bei den TotalEnergies 24 Stunden von Spa beschert hat. Die rein britische Mannschaft mit Rob Bell, Ben Barnicoat und Oliver Wilkinson wird sich erneut das Steuer des 720S teilen. 

 

Das BMW Team Walkenhorst Motorsport komplettiert das Pro-Feld und wird versuchen, den M6 GT3 bei seinem Heimrennen mit einem Sieg zu verabschieden. Beide Fahrzeuge sind in überarbeiteter Formation unterwegs: Jake Dennis und Nick Yelloly verstärken die #34-Crew an der Seite von David Pittard, während Nicky Catsburg das #35-Team an der Seite von Martin Tomczyk und Thomas Neubauer komplettiert.

 

Enge Kämpfe um den Silver Cup und den Pro-Am-Titel in Aussicht

Der Kampf um den Titel im Silver Cup ist mit 19 Punkten zwischen den ersten sechs Crews noch völlig offen. Das Schweizer Trio Ricardo Feller, Alex Fontana und Rolf Ineichen (#14 Emil Frey Racing Lamborghini) führt das Rennen an, nachdem sie eine Handvoll Punkte aus einem ansonsten enttäuschenden TotalEnergies 24 Hours of Spa gerettet haben, aber sie stehen unter erheblichem Druck von Madpanda Motorsport (Perez Companc/Breukers/Sanchez), nachdem das Mercedes-AMG-Team einen sensationellen Sieg in den Ardennen errungen hat. 

 

Die Madpanda-Crew führt eine Flotte von sechs Mercedes-AMG-Hoffnungen in der Silver Cup-Klasse an. Simon Gachet, Thomas Drouet und Konstantin Tereschenko (#87 AKKA ASP) sind nur 11 Punkte von der Spitze entfernt und gewannen auf dem Circuit Paul Ricard, während Winward Racing (Ward/Grenier) und Toksport WRT (Tunjo/Dienst/Petit) ebenfalls in der Verfolgung sind. SPS Automotive Performance (Love/Born/Mettler) und HRT (Haupt/ Assenheimer/Beretta) vervollständigen die beeindruckende Silver-Cup-Staffel der Marke, die beide auf heimischem Terrain um den Klassensieg kämpfen. 

 

Das Team WRT führt die Audi-Mannschaft mit zwei Crews an. James Pull und Benji Goethe sind in Schlagdistanz zur Meisterschaftsführung und werden von Stuart Hall wieder unterstützt, nachdem der Engländer in Spa aussetzen musste. Das Schwesterauto mit der Startnummer 31 hatte in den Ardennen einen schweren Stand, ist aber mit der Crew Tomita/Bird/Eriksen ebenfalls ein potenzieller Herausforderer, während Attempto Racing mit Aka/Hofer/Marschall ein rein deutsches Team einsetzt.

 

Garage 59 hat in Spa einen Podiumsplatz errungen, und nach dem Sieg im vergangenen Jahr könnte die Maschine mit der Startnummer 159 von Hasse-Clot/Kjaergaard/MacDowall erneut ein Faktor sein. Grasser Racing (Zimmermann/Galbiati/Schmid) vertritt Lamborghini, während Ferrari auf das lokale Team Rinaldi Racing (Hites/Varrone) zählen kann, das nur 30 km vom Nürburgring entfernt ist. Das ebenfalls aus Deutschland stammende Team Allied-Racing nimmt eine etwas längere Reise aus Bayern auf sich, um Joel Sturm, Bastian Buus und Julien Apothéloz im Porsche mit der Startnummer 222 einzusetzen, während der CMR-Bentley mit der Startnummer 107 (Panciatici/White) das vielfältige Silver-Cup-Feld komplettiert. 

 

Der Kampf um den Pro-Am-Titel ist ebenfalls noch völlig offen. Derzeit führt das Ferrari-Team Sky Tempesta Racing (Froggatt/Hui/Mastronardi) mit 69 Punkten, während die Mitglieder beider AF Corse-Teams nach einem Doppelsieg bei den TotalEnergies 24 Stunden von Spa ebenfalls im Rennen sind. An diesem Wochenende wird die #52 von Louis Machiels und Andrea Bertolini gefahren, während sich Duncan Cameron und Matt Griffin die #53 teilen. Kessel Racing ergänzt das Pro-Am-Feld um einen vierten Ferrari für sein Stammtrio Kohmann/Zollo/Roda.

 

Das Aston-Martin-Team Garage 59 liegt auf dem zweiten Tabellenplatz und wird neben Alexander West und Chris Goodwin auch Jonny Adam zurückbringen, während Oman Racing erstmals seit dem Gewinn des Pro-Am-Titels 2019 mit einem weiteren Vantage an den Start geht. Zu den Stammfahrern Ahmad Al Harthy und Charlie Eastwood gesellt sich Giacomo Petrobelli, der nach sieben Jahren Pause in den Endurance Cup zurückkehrt. 

 

Zwei Lamborghini-Teams sind ebenfalls noch auf der Jagd nach der Pro-Am-Krone. Barwell Motorsport wird mit den beiden Stammfahrern Miguel Ramos und Henrique Chaves an der Seite von Leo Machitski um den Klassensieg kämpfen, während Orange1 FFF Racing seine #19-Crew mit Hamaguchi/Costantini/Keen beibehält.

 

Das sehr erfahrene Team Boutsen Ginion wird mit seiner #10-Crew (Ojjeh/Liebhauser/Klingmann) die Flagge für BMW hochhalten. Ein Trio von Mercedes-AMG-Teams vervollständigt das Starterfeld am Nürburgring: GetSpeed (Scholze/Grotz/Pla), SPS Automotive Performance (Pierburg/Baumann/Konrad) und RAM Racing (De Haan/Collard/Schiller) wollen 2021 erstmals auf das Podium fahren. 

 

Volles Wochenende mit dem neuesten Virtual-meets-Reality-Wettbewerb in der Fanatec Esports Arena

Das Nürburgring-Wochenende beginnt offiziell am Freitag mit dem einstündigen Bronzetest, der um 16.50 Uhr MEZ gestartet wird. Der Samstag steht ganz im Zeichen der Vorbereitung: Das freie Training (08.30 Uhr) und das Pre-Qualifying (12.55 Uhr) dauern jeweils 90 Minuten, während die Hauptaction am Sonntag stattfindet. Das Qualifying beginnt in aller Frühe um 08:30 Uhr, und um 14:45 Uhr fällt der Startschuss für das dreistündige Rennen des Endurance Cups.

 

Zum Rahmenprogramm gehören die GT4 European Series, die TCR Europe und die Lamborghini Super Trofeo. Letztere tritt 2021 zum letzten Mal neben der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS an. Die Veranstaltung wird auch die vorletzte Runde der ersten Fanatec Esports GT Pro Series-Kampagne beinhalten. Das 60-minütige Assetto Corsa Competizione-Rennen ist Teil eines vollgepackten Samstags, wobei das Qualifying für 18:10 Uhr und das Rennen um 18:45 Uhr angesetzt sind. Wie immer findet die Action vor Ort in der Fanatec Esports Arena statt. 

 

Alle Wettkämpfe werden live auf den offiziellen Webseiten der Serie und den sozialen Medienplattformen sowie auf den YouTube-Kanälen von GTWorld und GTWorld Français gestreamt. Es verspricht ein spannendes Wochenende zu werden, wenn die Gladiatoren des GT-Sports in der Eifel gegeneinander antreten.

 

Text: GT World Challenge Europe Pressemeldung

Bild: Max Bermel

Kommentar schreiben

Kommentare: 0