Mathilda racing landet beim "Double-Header" der Nürburgring Langstrecke-Serie in den Top-Zehn

Beim "Double Header" der Nürburgring Langstrecken-Serie, bei dem an einem Wochenende gleich zwei Saisonläufe der beliebten Breitensportserie ausgetragen wurden, landete mathilda racing bei beiden Rennen in den Top-Zehn der hart umkämpften VT2-Klasse. Am Samstag wie auch am Sonntag erreichte der Kölner Rennstall den achten Platz. Obwohl die Ergebnisse in dieser Saison schon besser waren, zieht das Team nach dem Wochenende ein gutes Fazit.

 

Am Samstag fand mit dem 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen der fünfte Saisonlauf statt. Im morgendlichen Zeittraining erreichten Timo Hochwind, Timo Beuth und Michael Paatz den fünften Startplatz in der VT2-Klasse. Zahlreiche Gelbphasen verhinderten ein besseres Ergebnis, doch die Ausgangslage machte Grund zur Hoffnung. Zudem waren einzelne Regenschauer im Rennen nicht ausgeschlossen, was dem frontgetriebenen Scirocco im Gegensatz zur Konkurrenz entgegenkommt.

 

Beim Start des vierstündigen Rennens saß Timo Hochwind am Steuer. Der 22-Jährige kämpfte sich schon in der ersten Runde auf die vierte Position nach vorne und ging wenig später im Bereich der GP-Strecke sogar am Drittplatzierten vorbei. Auf der Nordschleife baute Hochwind seinen Vorsprung aus, sodass der BMW auf der Döttinger Höhe trotz des Windschattens nicht kontern konnte. Nach rund einer Stunde übergab der Youngster das Cockpit an Michael Paatz.

 

Sowohl Paatz als auch Timo Beuth, der als dritter Fahrer ins Auto stieg, kamen mit der Fahrzeugabstimmung nicht so gut zurecht und konnten das Tempo der Spitzengruppe nicht mehr mitgehen. Nach vier Stunden erreichte das Trio den achten Platz in der stark besetzten VT2-Klasse, nur zwei Zehntelsekunden hinter der Konkurrenz.

 

Am Sonntag deutlich schneller – aber ohne Glück

 

Schon am Sonntag hatte mathilda racing die Chance, ein besseres Ergebnis einzufahren. Das 44. RCM DMV Grenzlandrennen bildete den zweiten Teil des "Double Headers" und zugleich das sechste Rennen des Jahres. Nachdem das Team über Nacht noch einige Anpassungen am altbewährten Scirocco vorgenommen hatte, waren die Piloten mit dem Fahrverhalten zufriedener – und auch die Rundenzeiten wurden besser. Ein Problem mit der Kraftstoffzufuhr verhinderte jedoch den finalen Angriff, sodass schlussendlich der siebte Startplatz zu Buche stand.

 

Den Start übernahm diesmal Timo Beuth, der eine gute Leistung zeigte und mit der direkten Konkurrenz um sich herum mithalten konnte. Leider konnte das technische Problem aus dem Zeittraining nicht behoben werden, sodass die Strategie für das Rennen angepasst werden musste. Die Stints wurden verkürzt und der Scirocco kam in der Folge mehrmals zum Nachtanken. Nachdem Michael Paatz das Fahrzeug übernommen hatte, wurde der Scirocco erneut an die Box gerufen. Diesmal jedoch nicht vom Team, sondern von der fleißigen Rennleitung, die an diesem Tag ungewöhnlich viele Strafen aussprach. Wegen einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse musste das Team eine 30-sekündige Stop-&-Go-Strafe absitzen.

 

Timo Hochwind, der für die Schlussrunden in das Cockpit stieg, konnte den großen Zeitverlust nicht mehr wettmachen. Zwar überholte der 22-Jährige noch einen Kontrahenten, mehr als der achte Platz war am Sonntag jedoch nicht möglich. Der Scirocco kam wie schon mehrmals in dieser Saison als bestplatzierter Fronttriebler über die Linie. Nach der Zieldurchfahrt wartete eine Überraschung: Die drei erstplatzierten BMW sowie die beiden bestplatzierten Fronttriebler wurden einbehalten und am Montag, einen Tag nach dem Rennen, auf dem Leistungsprüfstand kontrolliert. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt, sodass sich am Endergebnis nichts mehr änderte.

 

Trotz der achten Plätze ist mathilda racing mit dem "Double Header" weitestgehend zufrieden, denn der Scirocco ist dem Ruf seiner Zuverlässigkeit wieder einmal gerecht geworden. In dieser Saison hat das Team noch keinen Ausfall zu verzeichnen, was die Piloten auch in den Jahreswertungen nach vorne spült. Timo Beuth, der in dieser Saison zum ersten Mal mit dem Scirocco von mathilda racing am Start ist, liegt derzeit in den Top-30 der Gesamtwertung sowie den Top-15 der Produktionswagen-Trophäe. Der ambitionierte Hobbyfahrer macht bei jedem Rennen deutliche Fortschritte, verbessert seine Rundenzeiten und stellt unter Beweis, dass er mit den jungen Talenten mithalten kann.

 

Die Nürburgring Langstrecken-Serie startet in die neunwöchige Sommerpause. Am 11. September findet mit dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen der Höhepunkt der NLS-Saison statt. Dort plant mathilda racing wieder mit zwei Fahrzeugen: Neben dem Scirocco kommt auch der Cupra TCR wieder zum Einsatz.

 

Text: mathilda racing

Bild: Max Bermel

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