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Tom Coronel zeigt starke Pace beim Saisonauftakt der TCR Europe Series

Tom Coronel ist gut in seine Saison in der TCR Europe Series gestartet. Auf dem Slovakia Ring in der Nähe von Bratislava gab er über weite Strecken des Wochenendes das Tempo vor. So holte er sich im Qualifying die Pole-Position für das erste Rennen, doch ein Leck in einem Turboschlauch verhinderte, dass er die bestmögliche Startposition in ein Podiumsergebnis ummünzen konnte: Aufgrund der fehlenden Motorleistung wurde er Fünfter. Im zweiten Rennen, in dem er wegen der Reversed-Grid-Regelung" von Platz zehn startete, kam er als Sechster ins Ziel. "Was die Ergebnisse angeht, war das nicht ganz das, was ich wollte, aber es ist zumindest schön, wieder Rennen zu fahren und gut zu sehen, dass der Speed da ist", resümierte Coronel hinterher.

 

Tom Coronel freute sich auf den Saisonauftakt auf dem Slovakia Ring, denn er wusste, dass er in den vergangenen Jahren auf dem 5,922 Kilometer langen Kurs immer stark war. Auch dieses Mal machte er gleich klar, dass er zu den Anwärtern auf den Erfolg gehört, unter anderem mit Platz drei im ersten freien Training und der schnellsten Zeit im Feld in der zweiten Session. Auch im Qualifying war Coronel stark. Nachdem er sich im ersten Teil des Qualifyings einen Platz für den entscheidenden zweiten Lauf gesichert hatte, entschied er sich, zunächst in der Box zu warten, um zu sehen, was seine Konkurrenten machten, bevor er selbst auf die Strecke ging. Das Ergebnis war eine Zeit von 2.10,344 Minuten, die für die Pole-Position und die damit verbundenen ersten zehn Meisterschaftspunkte reichte.

 

"Ich war voll am Limit, weil ich nicht wusste, was die anderen Zeiten waren", sagte Coronel. "Mein Ingenieur sagte über Funk nur 'pushen, pushen', also habe ich das getan und es hat für die Pole Position gereicht. Das Team ist stark: Wir kennen das Auto, wir kennen die Leute. Man darf nicht vergessen, dass wir auch viel getestet haben, nicht nur mit dem neuen Auto, sondern auch mit diesem. Ich habe ein wirklich gutes Gefühl mit diesem Auto. Manchmal ist man wie ein Passagier, aber ich bin wie der Chef dieses Autos, so fühle ich mich."

 

Im ersten Rennen hatte Coronel einen mittelmäßigen Start, wie er selbst sagt, aber das war nicht sein einziges Problem: "Ich ging als Zweiter in die erste Kurve, aber ich merkte, dass ich Leistung verlor. Das wurde klar, weil ein Turboladerschlauch gebrochen war. Wir konnten auf den Daten sofort sehen, dass der Motor keinen Ladedruck mehr aufbaut. Ich konnte auf der Geraden nicht einmal mehr in den sechsten Gang hochschalten! Andere Fahrer zogen nacheinander an mir vorbei, was mich einige Positionen kostete. Dass ich am Ende noch Fünfter geworden bin, war nicht so schlecht, aber wenn dieses Problem nicht gewesen wäre, hätte das Ergebnis sicher viel besser ausfallen können."

 

Coronel startete als Zehnter in die Startaufstellung für das zweite Rennen, da die Reihenfolge der Top Ten aus dem Qualifying umgedreht wurde. "Mein Start war schlecht", gab er zu. "Ich hatte viel Wheelspin und da es hier eine lange Gerade gibt, habe ich dadurch viel Boden verloren. In der ersten Kurve habe ich ein paar Positionen zurückgewonnen und war dadurch wieder auf dem zehnten Platz, aber das war nicht der Plan. Es gab einen Safety-Car-Einsatz, weil ein Auto abgewürgt worden war. Danach hatte ich ein paar schöne Kämpfe, unter anderem mit Mat'o Homola, dem Lokalmatador, aber er hat viel verteidigt, wodurch ich ziemlich viel Zeit verloren habe. Dann habe ich mich einen Platz nach dem anderen nach vorne gearbeitet: Ich war der schnellste Fahrer auf der Strecke und rückte auf den sechsten Platz vor, auf dem ich dann auch ins Ziel kam. An der Stoßstange der Autos auf Platz vier und fünf, die ich einfach nicht mehr überholen konnte."

 

Alles in allem ist Coronel im Rückblick auf das erste TCR-Rennwochenende der Saison dennoch recht zufrieden. "Es ist schön, nach all der Mühe, die wir in den vergangenen Wochen beim Testen investiert haben, wieder richtig Rennen zu fahren. Es hat sich definitiv ausgezahlt, denn der Speed ist da, so viel ist klar. Die Pole-Position zu holen war einfach ein schönes Gefühl und gibt mir Selbstvertrauen für die kommenden Rennen. Wir haben auch einige Punkte geholt. Jetzt geht es vor allem darum, den Speed beizubehalten."

 

Die nächste Runde der TCR Europe Series findet am 29. und 30. Mai auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet in Südfrankreich statt.

 

 

Text und Bild: Tom Coronel Pressemeldung

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