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IM INTERVIEW: BMW M2 CUP-LEITER JÖRG MICHAELIS

Anfang Mai fällt der Startschuss für die Debütsaison des BMW M2 Cup. Im Rahmen des DTM-Tests auf dem Lausitzring gehen die Teilnehmer der Nachwuchsserie mit ihren BMW M2 CS Racing erstmals auf die Rennstrecke. Cup-Leiter Jörg Michaelis spricht im Interview über die Entwicklung der Serie, die damit verbundenen Chancen sowie die Besonderheiten der Meisterschaft.

 

Ende 2020 haben Sie in Kooperation mit BMW den BMW M2 Cup als neue Nachwuchsrennserie ins Leben gerufen. Welche Resonanz haben Sie dazu erhalten?

Eine sehr positive. Ein Grund dafür ist natürlich, dass wir mit dem angesetzten Budget eine finanzierbare Plattform für den Nachwuchs geschaffen haben. Darüber hinaus bieten wir unseren Teilnehmern ein echtes Rundum-Sorglos-Paket. Dazu gehören die Testtage, Teamkleidung, transparente Arbeit miteinander sowie die Hospitality und Verpflegung. Außerdem haben wir unsere Speed Academy, die wir seit mittlerweile 16 Jahren führen, auch in den Cup integriert. Dazu kommen die automatischen Aufstiegschancen für die Gewinner. Ich wüsste nicht, welche andere Serie das bietet – erst recht nicht im Nachwuchsbereich. Dementsprechend groß ist auch die Anzahl der Anfragen, die wir momentan erhalten.

 

Die Einschreibung, die eigentlich am 15. April enden sollte, wurde noch einmal verlängert. Wie verläuft die Einschreibung momentan? Inwieweit beeinflusst die Corona-Krise die Planungen?

Es läuft sehr gut, wir haben viele Einschreibungen – aus Deutschland aber auch international. Gleichzeitig führen wir auch noch viele Gespräche. Vor dem Hintergrund der Pandemie haben natürlich viele Fahrer Fragen. Auch deswegen haben wir den Stichtag für die Einschreibung noch einmal um einen Monat (15. Mai) nach hinten geschoben. So können mögliche Teilnehmer beim Test auf dem Lausitzring einen Einblick erhalten und im Nachhinein eine Entscheidung treffen. Uns gibt es die Möglichkeit, alle Fragen entsprechend zu klären – immerhin ist die Serie ja auch komplett neu.

 

Der Cup weist einige Besonderheiten auf, etwa werden die Fahrzeuge vor jedem Wochenende den Piloten zugelost. Wie würden Sie die DNA der Serie beschreiben? Auf welche Werte setzt sie?

Transparenz, Chancengleichheit und Ehrlichkeit sind für uns besonders wichtig. Jeder Teilnehmer soll die gleichen Möglichkeiten haben, erfolgreich zu sein. Das beginnt beim Auslosen der Fahrzeuge an den Wochenenden. Auch die Auswertung der Daten fällt darunter, das heißt jeder darf die Daten des anderen sehen. Uns ist es dabei wirklich wichtig, offen und transparent zu kommunizieren. Auch im Rahmen unserer Speed Academy erhält jeder Fahrer die gleiche Betreuung.

 

Die Nachwuchsförderung ist damit ein zentrales Element der Serie. Worauf dürfen sich die Teilnehmer in dieser Saison freuen?

Auf sehr viel. Zum einen auf die Angebote der Speed Academy. Mit Axel Funke, unserem Sportwissenschaftler, haben wir ein umfassendes Programm für die Piloten ausgearbeitet. Zusätzlich arbeiten wir mit verschiedenen Partnern zusammen. Wir haben unter anderem eine Kooperation mit der Plattform „atleta“, das heißt die Teilnehmer erhalten Trainings- und Ernährungspläne. Darüber hinaus können sie sowohl mit unserem hauseigenen Simulator trainieren, bekommen aber auch die Originaldaten vom M2 für ihre eigenen Simulatoren. An der Rennstrecke sind unter anderem Physiotherapeuten vor Ort, hinzu kommen Ingenieurszeiten für jeden Fahrer, in denen er auch eine technische Schulung erhält. Uns ist es wichtig, eine ganzheitliche Betreuung anzubieten, Ansprechpartner für Fragen zu sein und die Piloten vollumfänglich zu unterstützen. Hinzukommen spannende Rennen und prominente Gaststarter, die das Feld aufmischen werden. Wer sich in der Saison gut präsentiert hat, kann sich für weitere Aufgaben, wie ein GT4-Cockpit oder das BMW Junior Team empfehlen.

 

Die Rennen in der Saison 2021 werden allesamt im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen. Welche Synergien erhoffen Sie sich? Wie können Ihre Partner von der internationalen Plattform profitieren?

Zum einen ist es natürlich eine super Basis, um sich mit den GT3- und GT4-Engagements auszutauschen. BMW ist da umfangreich vertreten. Gemeinsam an der Rennstrecke vor Ort zu sein, beflügelt die Zusammenarbeit. Unter anderem werden wir Timo Glock sowohl in den Cup als auch unsere Academy einbinden. Genauso profitieren wir natürlich von der Bekanntheit der DTM und sehen viele Schnittstellen mit den Plänen der ITR, was beispielsweise Nachhaltigkeit und die Zukunft des Motorsports angeht. Dort gibt es allerhand Potenzial, mit dem wir uns natürlich auch auseinandersetzen.

 

Text und Bild: BMW M2 Cup Media

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