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Rang Fünf am Sonntag: Jeffrey Schmidt im Aufwind

Corvette-Pilot Jeffrey Schmidt fuhr zusammen mit Teamkollege Markus Pommer beim zweiten Lauf des ADAC GT Masters 2020 am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring im Sonntagsrennen auf Rang fünf und erzielte damit das bislang beste Ergebnis der noch jungen Saison für sein neues Team Callaway Competition.

 

Rennfahrer Jeffrey Schmidt bot am vergangenen Wochenende (14. – 16. August) beim zweiten Lauf des ADAC GT Masters auf dem legendären Nürburgring einen positiven Aufwärtstrend.

 

Nach dem enttäuschenden Auftakt auf dem Lausitzring vor knapp zwei Wochen, nahm sich Corvette-Pilot Jeffrey Schmidt viel für den zweiten Lauf in der Eifel vor. Der 26-Jährige wollte auf dem 3,629 Kilometer langen Kurs dort anknüpfen, wo er beim ersten Event der Saison im Sonntagsrennen mit einer starken Aufholjagd aufgehört hatte.

 

Irgendwie schien bei Jeffrey Schmidt jedoch der Wurm drin zu sein. Wie schon beim ersten Samstagsrennen der Saison vor zwei Wochen, bleib ihm der Eingriff ins Renngeschehen verwehrt. Dieses Mal war es allerdings die Technik, die das Rennen vorzeitig beenden ließ. Teamkollege Markus Pommer steuerte in Runde 18 planmäßig die Box zum Fahrerwechsel an und übergab auf Position 13 liegend an Jeffrey Schmidt. Schmidt nahm nur noch Platz und konnte lediglich noch zwei Meter anfahren, bevor die Technik streikte.

 

„Ich war einfach nur gefrustet und dachte mir, dass darf doch nicht wahr sein. Nicht schon wieder. Mir tut natürlich auch das Team unendlich leid, dass nach dem Lausitzringunfall wieder eine Nachtschicht einlegen musste.“ sag Jeffrey Schmidt, dessen Motor nicht nur getauscht, sondern nahezu komplett zerlegt wurde, um sensible Teile im Inneren der Power-Unit zu ersetzen.

 

Am Sonntagmorgen und gut neunzig Minuten nach Abschluss der nächtlichen Arbeiten belohnte Jeffrey Schmidt sein Team mit einem sensationellen Qualifying. In der letzten Runde gelang ihm mit der drittschnellsten Zeit der Sprung in die zweite Startreihe.

 

„Da war natürlich der Druck bei mir recht groß, denn ich wollte die Jungs auch unbedingt belohnen. Ich habe alles gegeben im Quali, das letzte Tausendstel herausgeholt und somit konnten wir uns und auch ich mich mit Platz drei belohnen. Es war eine große Genugtuung für alle und es hat sich zum Zeitpunkt angefühlt wie eine Pole-Position.“ freute sich Jeffrey Schmidt.

 

Mit einem guten Start konnte Jeffrey Schmidt den Pole-Setter direkt und noch vor der ersten Kurve attackieren. Der Angriff wurde jedoch abgeblockt, in dem der Führende die rechte Seite für Schmidt und seiner Corvette dicht machte. Links war so viel Platz, dass gleich mehrere Kontrahenten mit Überschuss vorbeiziehen konnten. Noch in der ersten Runde reihte sich Jeffrey Schmidt auf die vierte Position ein.

 

Dicht an dicht lieferten die ersten vier Piloten des hochkarätigen Starterfeldes ein spannendes Rennen. Packende und faire Duelle auf einem sehr hohen Niveau, bei denen Schmidt bis zum Boxenstopp an der Stoßstange des drittplatzierten Porsche von Sven Müller klebte und stets auf eine Lücke lauerte.

 

Nach dem Fahrerwechsel wurde Teamkollege Markus Pommer leider Opfer des hektischen Wechselzeitfensters, bei dem sich langsamere Fahrzeuge in ihrer Out-Lap zwischen die Callaway-Corvette und dem späteren Sieger-Porsche von Herbert Motorsport setzten. Am Ende reichte es für das Corvette-Duo Schmidt und Pommer für einen starken fünften Rang und wichtige Punkte in der Meisterschaft.

 

„Das Auto war richtig gut und ich konnte die Pace vorn mitgehen. Ich hatte gehofft, dass wir durch den Boxenstopp ein paar Positionen gewinnen können, was uns allerdings nicht gelungen ist. Da gehört auch etwas Glück dazu, was uns irgendwie derzeit etwas fehlt. Ärgerlich ist noch der Gedanke, dass wir bis zum Stopp nur einen Meter hinter dem Herbert-Porsche lagen, der später das Rennen gewonnen hat. Das Team hätte einen Podestplatz verdient gehabt.“ so Jeffrey Schmidt, der einen leichten Aufwärtstrend erkennen kann. „Die Richtung stimmt, aber so ganz haben wir das Pech noch nicht abgeschüttelt. Wir waren hochmotiviert, auf dem Nürburgring zurückschlagen zu wollen. Umso ärgerlicher natürlich wieder das frühe Aus im ersten Rennen. Der Sonntag war schon wieder viel besser. Ich danke dem Team für den unbeschreiblich starken Einsatz. Niemand steckt dort den Kopf in den Sand und alle geben weiterhin Vollgas, so dass morgens immer ein starkes Auto dasteht.“

 

In gut einem Monat geht es dann vom 18. bis 20. September nach Hockenheim zum Heimrennen seines Teams Callaway Competition. Dort will Schmidt die nächste Chance nutzen, um das Glück endgültig auf seine Seite zu ziehen.

 

Text: Motorsport-Karriere.de

Bild: Manfred Muhr

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