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W&S Motorsport nach Lauf vier der Nürburgring Langstrecken-Serie: „Ein forderndes Wochenende für Menschen und Material!“

Ofterdingen/Nürburg: Halbzeit bei der Nürburgring Langstrecken-Serie am Samstag, dem 01. August 2020. Mit dem 43. RCM DMV Grenzlandrennen startete der vierte von acht Läufen der verkürzten Saison der VLN. Die Eifel bot von morgendlichen Regen beim Zeittraining bis zu tropisch heißem Klima am Mittag alle Facetten und forderte von Teams und Piloten ein weiteres Mal alles ab. W&S Motorsport Brachte zwei Porsche Cayman auf die Nordschleife, beide überquerten nach vier Rennstunden die Ziellinie. Die Teamchefs Patrick Wagner und Daniel Schellhaas sind zufrieden mit dem Erreichten, sehen jedoch noch Luft nach oben.

 

In der Klasse SP10, in der sich GT4-Fahrzeuge verschiedener Hersteller messen, starteten im Porsche Cayman 718 GT4 #166 Niklas Steinhaus, Daniel Blickle und „Der Bommel“ mit sechs Gegnern in der Klasse. Mit dem Beginn des Zeittrainings am Samstagmorgen setzte starker Regen ein, doch Steinhaus ließ sich hiervon nicht beeindrucken und sicherte so den fünften Startplatz. Steinhaus fuhr auch den Start, bei dem es wieder zu regnen begann. Das Team entschied sich trotzdem auf Slicks anzutreten und lag mit der Entscheidung richtig, da nach drei Runden die Strecke schnell abtrocknete. Im Rennen konnte der Porsche Cayman 718 GT4 letztendlich die Pace der vier BMW M4 GT4 nicht mitgehen, so dass der fünfte Rang für das Team das Maximum darstellte.

 

„Das Team hat unter diesen Bedingungen fehlerfrei gearbeitet. Dass kein besseres Resultat möglich war, ist vermutlich der BoP geschuldet. Als „Best of the Rest“ in der SP10 müssen wir uns wohl damit begnügen. Das war nicht unser Anspruch. Hoffen wir, dass es beim 6h-Rennen dann wieder besser läuft.“ so das Fazit von Daniel Blickle.

Auch Niklas Steinhaus zieht Bilanz: „Mehr als ein fünfter Platz war für uns leider nicht drin. Es ist wohl ein Fakt, den wir so erstmal akzeptieren müssen. Das Auto selbst lief auch im Regen sehr gut. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Lange standen wir im Qualifying sogar ganz vorne von den Zeiten der SP10. Die Entscheidung in der Startaufstellung noch auf Slicks zu wechseln war ein schwieriges Pokerspiel und wohl über das Rennen richtig, auch wenn die ersten beiden Runden noch sehr rutschig waren. Im Trockenen waren die BMW M4 GT4 nicht zu schlagen. Am Ende haben alle Fahrer einen guten Job gemacht und das bestmögliche Resultat erzielt. Wir lernen weiter daraus, um den nächsten Schritt nach vorne zu gehen.“

 

Im Porsche Cayman GT4 CS #959 arbeiteten Jürgen Vöhringer und Walter Schweikart weiter an ihrem Permit A. Das Auto wurde innerhalb von zwei Wochen vollständig neu aufgebaut, nachdem es unverschuldet in einen Unfall verwickelt war und als Totalschaden nach Ofterdingen zurückkehrte. Der Rollout am Freitag verlief problemlos auf der Grand-Prix-Strecke, auch am Nachmittag auf der Nordschleife funktionierte alles tadellos. Mit einer konstanten Leistung im Rennen sind beide Fahrer sehr gut durchgekommen. So sah man nach vier Stunden als neunter der Klasse CUP3 das schwarz-weiß karierte Tuch und ist einen großen Schritt weiter zum „großen Permit“ für die Nürburgring Nordschleife.

 

W&S Motorsport Teamchef Daniel Schellhaas: „Alles in Allem war es das vierte Rennen, bei dem wir problemlos und wirklich gut mit allen Autos durchgekommen sind. Die Bedingungen dieses Wochenende waren extrem fordernd an Menschen und Material. Selten hatten wir 50°C Asphalttemperatur am Nürburgring wie am Freitag, auch der Regen am Samstagmorgen kam doch recht überraschend. Wir werden nun weiter analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten suchen, denn da ist sicherlich noch weiter Luft nach oben. Das Team selbst hat eine super Arbeit gemacht: Boxenstopps, Strategie und die Pace der Piloten stimmten. Ende August geht es über die 1,5-Fache Distanz, das fordert nochmals mehr, aber wir sind zuversichtlich auch hier wieder sehr gut abzuliefern.“

Der fünfte Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie ist am 29. August 2020. An dem Samstag ist mit dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen der Höhepunkt der Serie und das letzte Kräftemessen vor dem ADAC TOTAL 24h Rennen Ende September.

 

Text: W&S Motorsport

Bild: Eric Metzner

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